Tornado-Kartoffeln im Verdacht

Lokales
Vohenstrauß
23.12.2014
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Das Sozialamt erfüllte in diesem Jahr zum Weihnachtsfest 38 Bittbriefe bedürftiger Menschen in der Großgemeinde. "So viele wie noch nie", informierte Ingrid Scheinkönig.

Die Mitarbeiterin im Sozialamt gab dies bei der Spendenübergabe der CSU und des Oberpfälzer Waldvereins bekannt. Vor allem in den letzten Jahren hätten viele Vereine und Organisationen den Geldtopf für Bedürftige aufgefüllt, freute sich Scheinkönig. "Auch vor unserer Haustür macht die Not nicht Halt", wusste Bürgermeister Andreas Wutzlhofer. Deshalb sei es ihm nach dem erfolgreichen "Advent im Schloss" ein Hauptanliegen, den Verkaufserlös für diesen Zweck zu spenden.

Als Vize-Vorsitzender des Oberpfälzer Waldvereins überreichte er dem Sozialamt 500 Euro, die der CSU-Ortsverband mit Vertretern der Jungen Union und der Frauenunion mit der gleichen Summe aufstockte. Weitere 500 Euro der CSU-Familie gingen an die Katholische Kirchenstiftung für den Bau des Pfarrheims, die Dekan Alexander Hösl und Kirchenpfleger Günter Hassmann in Empfang nahmen. "Wir wissen nicht, ob es unser guter Bratapfel-Glühwein und unsere Tornado-Kartoffeln sind, die den Adventsmarktverkauf so erfolgreich werden lassen, oder ob es die Tatsache ist, dass wir den gesamten Erlös für karitative Zwecke spenden", rätselte CSU-Vorsitzender Willi Woldrich angesichts des riesigen Erfolgs. "Wir haben uns das auf die Fahne geschrieben, dieses Geld zu spenden", ergänzte Wutzlhofer. Dank gebührte seinen Mitstreitern der CSU, die sich an den zwei Tagen stundenlang in der Kälte den Frittierfettduft um die Nase wehen lassen. Lob verteilte der stellvertretende OWV-Vorsitzende im gleichen Atemzug an die fleißigen Helfer im OWV-Verkaufswagen. Heuer waren Uwe Pfaff, Ilka Lang-Seifert, Lore Gollwitzer, Felix und Carola Forster sowie Roswitha Wild aktiv dabei. Ihnen sei die Spende in erster Linie zu verdanken.

Nachdem auch einige Firmen Geld für die Unterstützung der Menschen, die nicht auf der Sonnenseite leben, beim Sozialamt vorbeibrachten, konnte Scheinkönig alles in allem 2550 Euro an Bedürftige weiterreichen. Daneben verteilte sie 11 Lebensmittelpakete, die der Deutsch-Amerikanische Gemeinsame Ausschuss (DAGA) in Grafenwöhr stiftete.
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