Trio in Erfolgsspur

Franz Wolf (vorne), deutscher Meister im Rollskifahren, und die Vizemeister Georg Breu (links) und Stefan Ritzka (rechts) durften sich ins goldene Buch der Stadt eintragen. Bürgermeister Andreas Wutzlhofer (Zweiter von links) und TV-Vorsitzender Klaus Nigg (Zweiter von rechts) würdigten die Sportler im kleinen Rathaussaal. Bild: dob
Lokales
Vohenstrauß
15.11.2014
1
0

Mit großer Geschwindigkeit auf vier Rollen haben es drei Spitzensportler des Turnvereins ins goldene Buch der Stadt geschafft. Kein Wunder: Sie sind ja auch deutsche Meister und Vizemeister geworden.

Franz Wolf, Georg Breu und Stefan Ritzka sind jeweils in ihrer Altersklasse deutscher Meister (Wolf) und Vizemeister (Breu und Ritzka) im Rollskifahren. In einer kleinen Feierstunde im Rathaus wurden sie nun geehrt. Vor ihren Familien, der TV-Führungsspitze und den Fraktionssprechern von SPD und FDP/UW, Heinrich Rewitzer und Johann Gösl, sprach Stadtoberhaupt Andreas Wutzlhofer von einem ganz besonderen Moment.

Dieser Erfolg hab einen Vater - Breu. Der gebürtige Seugenhofer brachte die Sportart mit seinem Wohnortwechsel und großen Engagement nach Vohenstrauß. Das liege mittlerweile schon zwölf Jahre zurück.

Mit Wolf und Ritzka begeisterte Breu zwei Ausdauersportler, die bereits als ausgezeichnete Langläufer in der Region auf sich aufmerksam machten und Bestzeiten vorwiesen. Dass der Sport seinen Tribut fordert, machten Verletzungen und längere Sportpausen deutlich, sagte der Rathauschef. Der deutsche Meister Franz Wolf kam sogar zur Ehrung mit einem Verband am Daumen. Als Sommertraining zur Überbrückung der Skilanglauf-Pause sind Ski-Roller ideal.

Die zündende Idee war die Geburtsstunde einer Erfolgsgeschichte, auch wenn Stürze nicht ausblieben. Unzählige Kilometer auf Rollskiern meist zwischen Vohenstrauß und Floß oder hinauf zum Fahrenberggipfel absolvierten die Männer, um letztendlich in Seiffen im Erzgebirge das erste Rollski-Rennen anzugehen. Doch damit nicht genug. "Der Deutschland-Pokal musste her." Titelgewinne seien keine Zufallstreffer, sondern das Ergebnis harten Trainings und einer außerordentlichen Disziplin, verbunden mit Spaß am Sport, unterstrich der Bürgermeister. Natürlich sei auch Talent notwendig. Die Sportler steckten Momente der Enttäuschung weg und gaben nicht auf, wenn das Quäntchen Glück zum Sieg fehlte. Alle drei vertrauten darauf, dass sich Durchhaltevermögen, Ehrgeiz und Energie eines Tages lohnen werden. Wutzlhofer äußerte sich auch zur Stellung des Turnvereins in der Gesellschaft. Er sei überzeugt, dass es kein geeigneteres Mittel als Sport zur gesellschaftlichen Integration aller Schichten gebe. Der Rathauschef sieht das Trio als Botschafter des Sports und damit als Vertreter der Stadt und Großgemeinde.

Sportstätten der Extraklasse

Seinen Stolz über den Erfolg der Sportler im Jubiläumsjahr des Turnvereins drückte Vorsitzender Klaus Nigg aus. In den verschiedensten Sportarten vertreten Wolf, Breu und Ritzka die Farben des TV und der Stadt, ob bei Volleyball, Tennis, Triathlon, Marathon, Radsport, Skilanglauf und in den Laufdisziplinen. Den Lohn dafür gab es bei den nationalen Rollski-Meisterschaften in Stadthagen bei Hannover. Dank sagte Nigg der Stadt für die ausgezeichneten Sportanlagen. Einmalig nannte er die Vereinsförderung durch die Kommune. Wutzlhofer überreichte den Siegern Gutscheine.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2014 (8193)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.