Unsitte beschäftigt Bauhof

Lokales
Vohenstrauß
09.12.2014
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Im Oktober brachten die Bürger in einer Versammlung ihre Wünsche, Empfehlungen und Anträge vor. Nun befasste sich der Stadtrat mit diesen Anliegen. Unter anderem ging es um die Sperrmüllsammlungen in der ehemaligen Kreisstadt.

Peter Hegenbarth hatte im Oktober in der Bürgerversammlung moniert, dass viele Vohenstraußer die Sperrmüllsammlungen dazu nutzen, sich ihres Hausmülls zu entledigen. All dieser Unrat, der nicht als Sperrmüll gilt und damit auch nicht eingesammelt wird, verschandele das Stadtbild und verursache der Stadt erhebliche Kosten, weil letzten Endes der Bauhoftrupp die Beseitigung übernehmen müsse. Bürgermeister Andreas Wutzlhofer und die Mehrheit des Stadtrats will trotzdem an dem Abhol-System festhalten, da es erstens für die Bürger sehr bequem sei und wie es Dr. Heinrich Gref ausdrückte "die Menge an Sperrmüll schon vorher durch ausländische Europäer enorm reduziert wird". In diesem Zusammenhang erklärte Gref, dass es eine Schande sei, was so alles als Sperrmüll auf der Straße lande. Wutzlhofer erwähnte, dass auch die öffentlichen Abfallbehälter im Stadtgebiet immer häufiger für die Entsorgung von Hausmüll zweckentfremdet werden. Wenn der Personenkreis bekannt oder eine Zuordnung möglich ist, werde Anzeige erstattet.

Antrag abgelehnt

Ohne große Wortmeldungen lehnten die Räte einstimmig den Antrag von Franz Seidl ab. Der Altenstädter kämpft seit dem Einzug in sein Wohnhaus im Jahr 1975 für den Bau eines Ortskanals in der Bischof-Otto-Straße. Nun beantrage er, dass künftig sämtliche Mehrkosten, die ihm durch seine Hauskleinkläranlage in der Bischof-Otto-Straße entstehen und über einen normalen Kanalanschluss hinausgehen, von der Stadt übernommen beziehungsweise erstattet werden.

Keine Chance hatte auch der Antrag von Daniel Marx. Der junge Vohenstraußer vermisst auf den Abschnitten des Bocklwegs jeweils von den Baugebieten "Breite Wiesen" und "In der Leiten" bis zur Bahnhofstraße eine Beleuchtung. Bürgermeister Andreas Wutzlhofer bezifferte die Kosten für 20 Lampen auf rund 50 000 Euro und meinte: "So schön es wäre, das können wir nicht befürworten." Die Räte lehnten einstimmig ab.

Mehrere Bürger hatten in der Bürgerversammlung das Kanalisationsproblem in Altenstadt angesprochen. Der Bürgermeister erklärte dazu, dass die Stadt die hydraulische Situation prüfen lasse. Es werde schwierig sein, eine zufriedenstellende Lösung zu finden, nachdem sich die Schwierigkeiten mit den Altkanälen quer durch Altenstadt bis hin über den "Seltmann-Park" in Richtung Unterlind hinziehen. Man werde prüfen, was eine Auswechslung beziehungsweise die Errichtung eines Ersatzkanals kosten würde.

Hans Schick wollte wissen, ob es zulässig sei, im Alstadtbereich im Hofraum eines Anwesens Photovoltaikanlagen zu errichten. Wutzlhofer antwortete, dass derzeit die Gestaltungssatzung der Stadt überarbeitet werde. Die Anfrage werde man an das beauftragte Ingenieurbüro weiterleiten.

Funkmast in Kaimling

Ortssprecher Heimo Bauer fragte nach, wann nun der Funkmast in Kaimling aufgestellt wird. Wutzlhofer erklärte die Verzögerung: "Da hat der Naturschutz dazwischen gefunkt." Es seien an dem Standort Birken beseitigt worden. Daraufhin habe das Landratsamt die Baugenehmigung "momentan verweigert". Allerdings habe man nun dort eine Windschutzhecke gepflanzt, in der das Niederwild Unterschlupf finden kann. Nun warte die Stadt auf die Baugenehmigung.
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