Viele freie Lehrstellen

Die Auflistung von 120 freien Lehrstellen - darunter noch etwa 30 für dieses Jahr - überreichten die JU-Vertreter Maximilian Kallmeier (links) und Christian Stöcker (rechts) an SFZ-Konrektor Michael Raab, Mittelschul-Rektor Alfons Raab und Realschul-Direktor Dr. Andreas Meier (von links). Bild: dob
Lokales
Vohenstrauß
29.06.2015
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In zahlreichen Ausbildungsbetrieben in der Region werden noch für Herbst händeringend Auszubildende gesucht. Die Zeit drängt.

Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass nicht alle freien Stellen besetzt werden. Die Junge Union (JU) mit den Vorsitzenden Maximilian Kallmeier und Christian Stöcker haben den Schulen der Stadt am Freitag in der Realschule erneut eine Lehrstellen-Liste ausbildungswilliger Firmen präsentiert. Insgesamt 120 freie Lehrstellen - darunter noch etwa 30 für dieses Jahr - haben die JU-Vertreter aufgelistet.

37 verschiedene Berufe

Während die Unternehmen in der Region konstant viele Lehrstellen anbieten, gehen die Zahlen der Schulabgänger zurück. Aus 27 Betrieben und 37 Berufen können die Jugendlichen auswählen, berichtete Kallmeier. Die meisten Ausbildungsstellen bietet die Firma BHS Corrugated aus Weiherhammer mit 27 Angeboten und die Firma Seltmann aus Weiden mit 28 an. Außerdem sind auf den Listen 49 Praktikumsplätze enthalten.

Dramatisch werde der Azubi-Mangel mittlerweile in Bäckereien und Metzgereien. Diese Berufszweige seien erfahrungsgemäß für Jugendliche meist zu unattraktiv. Deswegen appellierte Realschuldirektor Dr. Andreas Meier an diese Betriebe, ihre Berufsbilder bekannter zu machen. Dieser Meinung war auch Konrektor Michael Raab vom Sonderpädagogischen Förderzentrum (SFZ). Gerade einmal ein Schulabgänger zeige heuer Interesse am Metzgerberuf.

Händeringend sei ebenfalls der Maschinenbaubetrieb Hermann aus Erpetshof noch auf der Lehrlingssuche, ergänzte Stöcker. Der Unternehmer würde im Herbst gerne drei Feinwerkmechaniker ausbilden und für kommendes Jahr sind fünf Stellen vorgesehen.

Jobs vor Ort

Hinter der JU-Aktion sieht der Realschulleiter "eine schöne Tradition für die Schüler, um in der Region einen Ausbildungsplatz zu finden". Ein Drittel seiner Absolventen wechsle auf die Fachoberschule und zwei Drittel bleibe in Berufen vor Ort. Daran sehe man, dass man hier nicht überakademiert sei. Rektor Alfons Raab von der Pfalzgraf-Friedrich-Mittelschule unterstellte den JU-Vertretern eine gewisse Hartnäckigkeit mit der sie die Lehrstellenaktion alljährlich bewerkstelligen. Seiner Meinung nach seien Schüler zunehmend wählerisch. "Wenn Jugendliche der Ausbildungsstätte vermitteln, dass sie den Beruf unbedingt erlernen wollen, hoch motiviert sind und am Betrieb interessiert sind, dann haben sie bereits die halbe Miete", waren sich die Schulleiter sicher.
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