Vom Ziegelzerstörer zur Säule

Josef Pflaum, Sensei Manfred Horn und Anneliese Horn (vorne, von rechts) bekamen zur Auszeichnung des Vereins zusätzlich die Ehrenurkunde des Bayerischen Karatebunds und die Ehrennadel in Silber. TV-Vorsitzender Klaus Nigg und der Präsident des Deutschen Karateverbands, Wolfgang Weigert (von links) sowie Prüfreferent Helmut Körber (hinten, Dritter von rechts) und Bürgermeister Andreas Wutzlhofer (hinten, rechts) gratulierten zum 25-jährigen Bestehen. Bild: dob
Lokales
Vohenstrauß
21.07.2015
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Die TV-Abteilung Karate feierte am Samstag ihr 25-jähriges Bestehen. Dabei gab es vor allem für ein Ehepaar viel Lob.

Der Präsident des Deutschen Karateverbands und des Bayerischen Karatebunds, Wolfgang Weigert, hatte als Geburtstagsgeschenk die silberne Ehrenplakette und eine Urkunde des Bayerischen Karatebunds als höchste Auszeichnung Tag mitgebracht. "Net gschimpft is globt gnua", leitete der prominente Gast seine Laudatio ein, die auch kritische Anmerkungen enthielt.

Ende der Vereinswelt

In den Vereinen sollen immer weniger Leute immer mehr leisten. Weigert befürchtete daher irgendwann das Ende der Vereinswelt. Umso mehr dankte er den Mitgliedern im Vohenstraußer Karate-Dojo für deren vorbildliches Engagement. Immerhin wurde in der Stadt vor vier Jahren schon die größte Prüfung des Verbands in der Oberpfalz abgehalten. Auch Sensei Manfred Horn begrüßte die 100 Gäste in der Sportzentrumshalle.

In der Eglseeturnhalle gründete Georg Lindner die Abteilung, die damals zu den Exoten zählte. Viele bezeichneten die Gruppe früher unter anderem als "Dachziegelzerstörer". Oberstes Anliegen sei es deswegen gewesen, den Sport aus dem Nischendasein in der Mitte der Gesellschaft zu etablieren, sagte Horn. Heute zählen Studenten, Doktoranden, Schüler, Hausfrauen bis hin zu Polizisten zur Sparte, die sich bestens im TV integriere und zu einer der Vorzeigeabteilungen gehöre.

Bürgermeister Andreas Wutzlhofer überschüttete die Karateka mit Lob. "Ihr seid in Vohenstrauß angekommen und seid eine tolle Truppe." Das Dojo sei vor allem mit dem Namen Horn verbunden. Wenn solche Leute nicht an der Basis wären, hätte sich der Verband nicht so gut entwickeln können, stellte der Rathauschef fest.

Weigert zeichnete anschließend Horn mit der Ehrenurkunde des Bayerischen Karatebunds und der Ehrennadel in Silber aus, genauso wie dessen Ehefrau Anneliese Horn und Josef Pflaum, der "wahnsinnig viel im Hintergrund arbeitet".

Erfolg des Trainer-Paars

"Nach der Feier ist vor der Feier", spielte TV-Vorsitzender Klaus Nigg auf die zurückliegende 150-Jahr-Feier an. War die Abteilung damals Bauelement im Verein, so entwickelte sich Karate zu einer tragenden Säule des Turnvereins. Den Erfolg des Trainer-Paars Horn grenzte er in kompetentes Fachwissen, sportliches Können, Leistungsbereitschaft und Zielstrebigkeit ein. Diese Tugenden geben sie an ihre Sportler weiter. Mit Überzeugungskraft schafften es Manfred und Anneliese Horn, sechs Sportler zum Erwerb des C-Übungsscheines im Fach Karate zu bringen, zu denen neben Anneliese Horn, Reinhard Spitzner, Alexander Plank und Peter Riedl auch Josef und Johannes Pflaum zählen. Den Gruppenhelfer-Trainingsassistenten haben Patrick Frischholz und Petra Winklmann erworben, lobte Nigg. Damit sei die Karate-Abteilung top aufgestellt. Bei einer Party mit Spanferkelessen, bei der "Die zwoa Schneidig'n" aufspielten, wurde das Jubiläum ausgiebig bis in den frühen Morgen gefeiert.
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