Waldbesitzern gründliche Durchforstung empfohlen - Harvester im Einsatz
Nur die Guten bleiben

Lokales
Vohenstrauß
04.12.2014
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"Mit einer Durchforstung geht es den Bäumen besser." Einer, der diese Meinung vehement vertritt, ist Forstamtmann Stefan Stangl, und er muss es wissen. Zu dicht stehende Stämme verhindern, dass sich lebensfähige gesunde Bäume für einen intakten Wald bilden können. Bei einem Treffen von Waldbauern mit dem Förster und WBV-Geschäftsführer Josef Maier im Gebiet "Seilau" zwischen Straßenhäuser und der alten Linglmühle klärte Stangl als zuständiger Revierförster die Teilnehmer auf, damit sie während der Wintermonate an einer gemeinsamen Sammeldurchforstung teilnehmen.

Durch den voranschreitenden Klimawandel verstärkten sich die Probleme durch Stürme, Borkenkäfer und Schneebruch ganz massiv. Oft müssten die Waldbesitzer in derartigen Fällen dann ihr entwertetes Holz zu schlechteren Preisen vermarkten. "Die beste und sinnvollste Vorsorgemaßnahme dagegen ist die Durchforstung, besondere von jungen und viel zu dicht stehenden Nadelholzbeständen." Bei der Entnahme von krummen, astigen und hiebreifen Bäumen werden stabile sowie wertvolle und seltene Arten begünstigt. Infolge des stärkeren Lichteinfalls könne so eine neue Waldgeneration heranwachsen, sagte Stangl. Reinhard Gürtler aus Kühried führte mit seinem Harvester die maschinelle Verjüngungskur vor. Außerdem rechne sich eine derartige Durchforstung, erklärte Stangl. Bei jüngeren Waldbeständen bis zu einem Alter von 30 Jahren könne zusätzlich eine staatliche Förderung beansprucht werden.
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