Wer's glaubt, wird selig

Lokales
Vohenstrauß
11.12.2014
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Wie ist mit Zweifeln an der unbefleckten Empfängnis der Gottesmutter Maria umzugehen? Dekan Alexander Hösl versuchte, in seiner Patroziniums-Predigt eine Antwort darauf zu geben.

Das Patrozinium der Stadtpfarrkirche ist für viele Gläubige ein Tag, der bewusst mitgefeiert wird. In der Adventszeit rückt dabei Maria in den Mittelpunkt.

Auf dem imposanten Altarbild thront die Gottesmutter auf der Weltkugel, die von der Schlange umwunden ist. "Mariä Unbefleckte Empfängnis" oder "Maria Immaculata" wird der Festtag offiziell genannt. "Wer's glaubt, wird selig", eine oftmals getroffene Aussage, die Zweifel und Misstrauen zum Ausdruck bringt, führte Dekan Alexander Hösl in seiner Predigt aus. Er zelebrierte die Messe im Beisein der Pfarrer Alois Scherm und Gerhard Dirscherl, dem neuen Ruhestandsgeistlichen Karl Maria Ferges und mit Kaplan Sebastian Scherr.

Wie ein Dieb in der Nacht

Maria wurde beim Besuch ihrer Base Elisabeth selig gepriesen, denn diese ließ keine Zweifel aufkommen, dass es sich mit ihrer Cousine so verhält, wie es der Herr durch einen Engel verkünden ließ: "Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären." Für Gott war eben nichts unmöglich. Ohne großes Wenn und Aber stimmte Maria dem Plan zu. "Glauben auch wir, dass unser Leben geborgen ist in Gottes Hand?", fragte der Geistliche. "Wer glaubt, dass er sich alle Zeit in Gottes Hand aufgehoben und geborgen wissen darf, den wird nicht die Einsamkeit überfallen wie ein Dieb in der Nacht. Selbst dann, wenn er von jedem anderen im Stich gelassen wurde - Gott lässt ihn nicht im Stich. Er bleibt selbst dann an unserer Seite, wenn wir ihn schon längst abhanden gekommen glauben", versicherte der Stadtpfarrer.

Als Lektorinnen brachten sich Erika Sollfrank und Gemeindereferentin Christine Hecht ein. Der Friede sei ein zerbrechliches Gut, und deswegen dürften wir ihn als Geschenk annehmen und müssten Gott immer wieder neu darum bitten, erklärte Hösl.

"Maria durch den Dornwald ging", "Es naht die wunderbare Zeit" und "Seht, es kommt die heilige Zeit", stimmte der Kirchenchor an.
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