"Wir sind Kinder einer Erde"

Lokales
Vohenstrauß
14.10.2014
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Ein Benefizkonzert für Waisen und Behinderte ist eine gute Sache. Wenn dann auch die musikalische Qualität über jeden Zweifel erhaben ist, stellt sich doppelter Erfolg ein - wie am Sonntag in Vohenstrauß.

Der Zauber dieses Konzerts lag in der Einfachheit der Sprache, gesungen von Kindern und Jugendlichen, dem Instrumentalklang junger Künstler und einer Musik, die Menschen für einen guten Zweck zusammenbringt und deren Herzen weit öffnete.

So viel Begeisterung wie beim Benefizkonzert für das Waisen- und Behindertenheim der Mariannhiller Missionsschwestern vom Kostbaren Blut in Südafrika in der Stadtpfarrkirche war lange nicht zu spüren. "Viele Kinder fremder Länder sind in unsrer Stadt zu Haus. Wir sind Kinder einer Erde, doch was machen wir daraus? Ihre Welt ist auch die unsre, sie ist hier und nebenan. Und wir wollen sie verändern, kommt wir fangen bei uns an." Dem vom Kinderchor der Pfarrei gesungene Lied "Wir sind Kinder einer Erde" kommt angesichts der gegenwärtigen Flüchtlingswelle eine Schlüsselrolle zu. Dekan Alexander Hösl strahlte angesichts der vielen Besucher, die "Flagge zeigten für eine gute Sache".

Spenden nach Umtata

Die Spenden würden an die Waisen und Behinderten in Umtata weitergeleitet. Dort sei Corinna Mittelmeier, die inzwischen Lehrerin z. A. ist, als Studentin mit Gemeindereferentin Christine Hecht im Februar gewesen und habe im Kinderheim Bethany Home Place of Safety gearbeitet. Durch sie bekamen diese Kinder in der Oberpfalz ein Gesicht. Dieses Konzert beweise, dass große Teile der heutigen Jugend nicht unberührt blieben von den leidenden Menschen. Heute seien die Zuhörer Zeugen eines wunderbaren Kinderchors und der Chorgemeinschaft Fidelis unter Leitung von Lena Mittelmeier und Michael Ertl, erklärte der Stadtpfarrer. "Unter Gottes Sternenmantel" erklang und beeindruckte die Besucher tief. Mit Feuereifer gingen die Kinder und jungen Erwachsenen zur Sache, etwa bei Elton Johns "Circle of Life - Der ewige Kreis" aus dem bekannten Musical "König der Löwen". Dabei bestachen die Solistinnen Stefanie Mittelmeier und Eva-Maria Schwab. Sie erweckten musikalisch die Serengeti zum Leben und spannten somit einen Bogen zu den Kindern nach Afrika.

Eva-Maria Schwab und Katharina Portner begeisterten mit "Heavens King", "Read all about it" von Emeli Sandé und "Das wünsch' ich dir von Herzen, Gott begleite deine Reise" von Martin Buchholz.

"Siyahamba" und das Licht

Lebhaft ging es beim "Ich seh dich" durch die 21 Mädchen des Kinderchors vor dem Altar zu. Durch den Zulu-Chorus und afrikanischen Folk-Song "Siyahamba" beleuchteten die kleinen Sänger den Lebens- und Glaubensweg mit der Zusage "Wir laufen in Gottes Licht". Mit Schwung verliehen die Kinder ihren Gefühlen Ausdruck bei Lena Mittelmeiers Percussions-Arrangement, bevor sich Sänger und Instrumentalisten mit der Projektvorstellung durch Mittelmeier und Hecht eine Pause verschafften. Danach trat noch einmal die Chorgemeinschaft Fidelis mit "Sister Act" und Tobi Wörners "Du tust" in Aktion. Berührend auch "Hymn" von Barclay James Harvest oder "Lean on me" zum Finale.

Als Solisten brachten sich neben Eva-Maria Schwab, Stefanie Mittelmeier und Katharina Portner auch Madleen Mitlmeier, Marie Bäumler, Magdalena Süß, Marie Gesierich, Renate Tölzer ein. Bei den Instrumentalisten wirkten mit: Michael Ertl (Klavier), Felix Kopp (Gitarre), Johannes Walbrunn (Bass), Sebastian Sauer (Schlagzeug) und Johanna Stubenrauch (Querflöte). Im Ensemble unterstützten Jenny Spitzner (Klavier) und Felix Kopp (Gitarre).

Corinna Mittelmeier dankte vor allem ihrer Schwester Lena, die Initiatorin dieses Konzerts war. Jakob und Samuel Kreisl sowie Maximilian Sollfrank malten die Bilder, Ann-Katrin und Wolfgang Eiber gestalteten das Plakat.
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