Wunsch geht in Erfüllung

1,2 Millionen Euro investiert die Pfarrei Vohenstrauß für den Neubau des Pfarr- und Jugendheims, das neben der Kirche zum Herzstück der Pfarrei wird. Der Eingang wird zukünftig über die Don-Bosco-Straße erfolgen. Mit dieser Ansicht präsentiert sich das Gebäude von der Kirche aus. Plan: Schönberger
Lokales
Vohenstrauß
18.10.2014
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Die Tage des 50 Jahre alten Pfarrheims an der Pestalozzistraße sind gezählt. Die katholische Gemeinde plant, das alte Gebäude abzureißen und an gleicher Stelle ein neues zu errichten.

Vorgesehen ist eine Einweihung des neuen Pfarrheims im Frühjahr 2016, informierten Dekan Alexander Hösl und Architekt Josef Schönberger aus Tännesberg, der schon bei der Errichtung der Kinderkrippe Don Bosco Sachkenntnis und Einfühlungsvermögen bewiesen hatte.

Für 1,2 Millionen Euro

Erneut bekam der renommierte Architekt nun den Zuschlag der Kirchenverwaltung für dieses Projekt. Insgesamt 1,2 Millionen Euro investiert die Kirchenstiftung mit der Diözese Regensburg in den Neubau. Aus Kirchensteuergeldern schießt die Diözese 45 Prozent der Bausumme zu, den Rest muss die Pfarrei alleine schultern. Mit dem Neubau geht ein langgehegter Wunsch in Erfüllung. Bis der Plan auf den Weg gebracht werden konnte, waren viele Gespräche mit dem Baureferat der Diözese und Kreisbaumeister Werner Kraus vom Landratsamt nötig. Am Freitagabend wurden nun die Gläubigen informiert, die Pläne vorgelegt und der Zeitplan erörtert. Maßstab für die Planung ist die Umsetzung des Raumprogramms des Baureferats für Pfarreien mit mehr als 4000 Kirchenmitgliedern.

Selbstbewusste Form

Das Gebäude wird in selbstbewusster Form als kompakter Baukörper mit Satteldach errichtet. Es behauptet sich eigenständig zum Ensemble der Stadtpfarrkirche und dem angrenzenden Caritas-Seniorenheim, stellte Schönberger fest. Aufgrund des Geländegefälles gibt es Unter- und Erdgeschoss sowie ein teilausgebautes Dachgeschoss.

Behindertengerecht

Die Hauptgeschosse sind jeweils ebenerdig erschlossen und behindertengerecht mit separatem Behinderten-WCs ausgestattet. Zentraler Raum ist nach dem Eingang mit abgeschlossenem Treppenhaus das Foyer mit Garderobe und direkter Belichtung, führte der Architekt aus. Von hier aus erreichen die Besucher den Pfarrsaal mit einer Größe von 135 Quadratmetern.

Große, bodentiefe Elemente mit Sicherheitsverglasung ergeben helle, lichtdurchflutete Räume, ergänzte Schönberger. "Eckfensterelemente ermöglichen den Nutzern einen direkten Sichtbezug zur Stadtpfarrkirche und zur Altstadtsilhouette." Nebenräume mit Küche, Vorraum, Abstellraum sowie Toiletten ergänzen das Erdgeschoss.

Unter dem Dach sollen ein Gruppenraum mit etwa 25 Plätzen, ein WC und Lager- und Abstellräume untergebracht werden. Die Dachkonstruktion ist als freitragendes Satteldach mit naturroter Biberdeckung - passend zur Stadtpfarrkirche - geplant. Im Untergeschoss sollen die Gruppenräume für Jugend, Mutter-Kind sowie Chorgemeinschaft entstehen, jeweils mit direktem Zugang zum Freibereich.

Die Erschließung erfolgt ebenerdig über einen Nebeneingang von außen oder über das Treppenhaus vom Haupteingang. Ferner finden in diesem Bereich eine Garderobe, eine Kleinküche, Toiletten auch für Behinderte sowie ein Abstellraum für Kirche und für Geräte zur Grundstückspflege Platz.

Warmer Grauton

Die Fassade wird laut Schönberger in Anlehnung an die Fenster- und Türen beziehungsweise Farben der Pfarrkirche in einem warmen Grauton gehalten. Das Haus wird mit einem umbauten Raum von 2165 Quadratmetern um ein gutes Drittel kleiner als das bestehende Gebäude. Ein ähnliches Verhältnis ergebe sich auch bei der Geschossfläche. Der bisher umbaute Raum umfasste 3390 Quadratmeter und entsprach in keiner Weise mehr den energetischen noch den heutigen nutzungsspezifischen Anforderungen.

Schönberger rechnete vor, dass eine Generalsanierung rund 20 Prozent an Mehrkosten verursacht hätte, darum habe sich die Kirchenverwaltung für einen maßstabsgerechten Neubau ausgesprochen. Ein großes Augenmerk legte der Planer auf die Wirtschaftlichkeit und den späteren Unterhalt. Im Frühjahr soll der Altbau abgerissen werden und der Neubau erfolgen.
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