Wutzlhofer gibt Versprechen

Lokales
Vohenstrauß
06.07.2015
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Finanziell steht die Großgemeinde Vohenstrauß gut da. Doch Bürgermeister Andreas Wutzlhofer mahnt: Die Stadt hat genügend Hausaufgaben zu machen, die viel Geld verschlingen. Auf einige geht er derzeit in den Bürgerversammlungen ein.

In seinem Bericht erwähnt Wutzlhofer die glänzende Pro-Kopf-Verschuldung von gerade einmal 187 Euro. Zum kontinuierlichen Schuldenabbau wurden die satten Rücklagen mit einer halben Million Euro auf 3,55 Millionen Euro aufgestockt. Doch der Bürgermeister lässt sich trotz der komfortablen Lage nicht dazu verleiten, das Geld mit vollen Händen auszugeben.

Trotz aller Euphorie gibt es auch weniger Erfreuliches zu berichten. Dazu gehört in erster Linie, die Verlegung des Rettungswagenstandorts nach Lohma. Über viele Monate hinweg wurde leidenschaftlich entgegengesteuert und heftig diskutiert, schlussendlich ohne Erfolg. 350 000 Euro kostet der Neubau voraussichtlich mit Containerlösung in Lohma. Die Aussage "Es wird für Vohenstrauß keine Verschlechterung geben" werde das Stadtoberhaupt sehr genau beobachten.

Wutzlhofer gab das Versprechen ab: "Ich werde sehr aufmerksam die Entwicklung der Einsatzzeiten verfolgen und den Finger in die Wunde legen, wenn sich die Einsatzfahrzeiten - die Ortschaften Tännesberg, Leuchtenberg, Waldthurn und Vohenstrauß betreffend - über 12 Minuten verschlechtern."

Die neuen Zahlen der Kriminalstatistik, die eine Steigerung des Straftatbestands um knapp 38 Prozent von 2013 auf 2014 dokumentieren, geben berechtigten Anlass zur Hoffnung für die Polizeidienststelle, die durch den Abbau von Stellen in die Schlagzeilen geraten war und viel Unterstützung aus der Bevölkerung erfuhr.

Im ehemaligen Amtsgericht auf dem Schlossareal könnte die "Zentrale Reiseservicestelle Bayern" einquartiert werden. "So nahe an einer sinnvollen Nutzung unseres Schlossgebäudes waren wir noch nie seit der Gebietsreform 1972", stellte Wutzlhofer heraus.

Weitere Themen waren die Umrüstung der Feuerwehren auf den Digitalfunk, der Betriebsstart der Mensa an der Pfalzgraf-Friedrich-Mittelschule, die Ausstattung der Grundschule mit einem neuen Computerraum und die derzeit laufende Sanierung des Sportzentrums oder die Verschönerungsmaßnahmen im städtischen Freibad. In all diesen Bereichen wurde kräftig investiert. Für den Restausbau der Bahnhofstraße sind 785 000 Euro veranschlagt.

Investitionen ins Abwasser

Gerne würde die Stadt das Gebiet vom Beckenkeller zum Tachetsbergweg an der Waidhauser Straße zu einem Neubaugebiet ausweisen, doch die Nähe zur Autobahn und den angrenzenden Gewerbebetrieben lassen möglicherweise Einschränkungen erwarten, dämpfte Wutzlhofer die Freude. Eine Mammutaufgabe kommt auf die Stadt mit dem Thema Abwasserbeseitigung zu. Als Grund nannte der Bürgermeister die Beendigung der wasserrechtlichen Erlaubnis für die Kläranlage im übernächsten Jahr. Der Kanalbau im Altenstadt werde viel Geld kosten.

Platz für Firmen

Spätestens im Sommer 2016 ist Vohenstrauß mit dem Breitbandausbau fertig. Lediglich die Förderzusage stehe noch aus. Der Stadt gehen die Gewerbeflächen aus, darum werden die ersten Schritte zur Gewerbegebietserweiterung eingeleitet. Bis zum nächsten Jahr rechnet das Stadtoberhaupt mit der Erschließungsplanung. Das neue, rund 60 000 Quadratmeter große Areal soll sich an das bestehende Gewerbegebiet in Richtung Braunetsrieth anschließen.
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