Zirkus im Altenheim

Viel zu lachen gab es mit dem Zirkus "Kimazi" und Jongleur Sohn Gino im Walter-Siegert-Caritasheim im blauen Saal, der an diesem Tag zu einer Manege umgestaltet war. Bild: dob
Lokales
Vohenstrauß
28.09.2015
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Weil die Senioren nicht mehr in den Zirkus gehen können, holten sie sich die Manege einfach ins Haus. "Manege frei" für den Zirkus "Kimazi" hieß es im blauen Saal des Walter-Siegert-Caritasheims.

(dob) "Ich begrüße Sie alle im großen Zirkuszelt", sagte stellvertretende Heimleiterin Karin Witt zur großen Besucherschar. Neben den Bewohnern waren auch die Patienten der ambulanten Caritas-Sozialstation gekommen. Sogar die Enkelkinder der Bewohner oder Mitarbeiter durften dabei sein.

Viel Beifall

"In einen echten Zirkus können die Senioren nicht mehr gehen. So entstand die Idee, den Zirkus ins Haus zu holen", berichtete Witt. Für die Senioren war das kurzweilige Programm mit Nervenkitzel und Spannung eine willkommene Abwechslung. Tanja (44), Rudolf (43) und Sohn Gino (21) Hein bilden den familiär geführten Zirkus mit Hunden, tanzenden Tellern, Jonglage und vielen Tricks, aber auch Clownerie. Mit einer Tüte Popcorn ausgestattet, machten es sich die Besucher bequem.

"In der Manege, die für uns die Welt bedeutet", begrüßte Tanja Hein im Kostüm der Zirkusdirektorin die gespannt wartenden Gäste. "Ihnen schmeckt die Suppe nicht ohne Salz und uns der Auftritt nicht ohne Applaus", animierte sie das Publikum, die Szenen fleißig zu bejubeln. Das erübrigte sich aber, denn Senioren und Kinder waren von Beginn an hellauf begeistert und klatschten begeistert in die Hände. "Das wird der schönste Donnerstag in dieser Woche", freute sich Clown Beppo von der traditionsreichen altdeutschen Zirkusfamilie. Nachdem er acht Jahre in der gleichen Klasse gewesen sei, sei er Vorarbeiter bei den Arbeitslosen. Deshalb haperte es auch mit einfachen Rechenaufgaben.

Loch in der Tasche

"Wenn du 50 Cent in deiner Tasche hast, und du verlierst die Hälfte, wie viel hast du dann noch?", wollte die Zirkusdirektorin wissen. "Dann hab ich ein Loch in der Tasche", ulkte der Clown, bevor er als großer Zauberer Rudolfo Rubini Flaschen und Gläser verschwinden ließ oder aus einer Flasche Cola eine Dose zauberte. Danach eroberte Sohn Gino mit den Hunden Jack und Gina die Herzen der Zuschauer. Manchmal brauchte man bei den Tricks nur mit dem Finger zu schnippen und einfach an das Gelingen zu glauben.
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