Zum Schwimmunterricht nach Moosbach: Stadtrat lehnt Wunsch der Nachbargemeinde ab
"Absoluter Unfug"

Lokales
Vohenstrauß
01.08.2015
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Im kommenden Schuljahr zählt der bisherige Einzugsbereich der Trautwein-Mittelschule Moosbach zum Bereich der Pfalzgraf-Friedrich-Mittelschule Vohenstrauß.

Ein öffentlich-rechtlicher Vertrag zwischen den beteiligten Gemeinden soll Details regeln. In diesem Zusammenhang hatte der Moosbacher Bürgermeister Hermann Ach ein Anliegen, das bei den Vohenstraußer Stadträten am Donnerstag nicht sehr gut ankam.

Ach schlug vor, im Vertrag festzuschreiben, dass die Schüler, die künftig allesamt in Vohenstrauß die Mittelschule besuchen, einmal wöchentlich für den Schwimmunterricht das Moosbacher Ozon-Hallenbad nutzen. Sofort waren im Stadtrat Unmutsäußerungen wie "absoluter Unfug" zu hören.

CSU-Stadtrat und Mittelschul-Rektor Alfons Raab nahm dazu ausführlich Stellung. Für letztendlich 35 Minuten, die nach der Busfahrt und dem Umziehen für den Schwimmunterricht noch übrig blieben, würden sich Aufwand und Fahrkosten nicht rentieren.

Außerdem seien die Schüler ab der siebten Klasse kaum mehr für den Schwimmunterricht zu motivieren. "Das Interesse geht da sehr zurück", erklärte Raab. Es bliebe nur mehr ein "kleines Häuflein" an Schwimmern übrig. Er könne keinen Vorteil darin sehen, die Schüler zum Schwimmen nach Moosbach zu schicken. Die CSU-Stadtratsfraktion stimme demnach dagegen.

Dr. Heinrich Gref (SPD) betonte zwar die Wichtigkeit des Schwimmunterrichts, das Ansinnen der Moosbacher sei jedoch "absoluter Unfug". Vielmehr sollte man versuchen, die Krankenkassen ins Boot zu holen, da sich das Moosbacher Ozon-Hallenbad hervorragend für Patienten mit Wirbelsäulen-Erkrankungen eignen würde.

Der Stadtrat votierte anschließend einstimmig dagegen, den gewünschten Passus der Gemeinde Moosbach in den Vertrag aufzunehmen.
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