Zurück in vertrauten Gefilden

Rektorin Margit Walter bekam zu ihrer Amtseinführung eine Schultüte voller Geschenke. Außerdem freute sie sich über die Darbietungen ihrer Grundschüler. Bild: dob
Lokales
Vohenstrauß
30.10.2015
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Die Aufgaben einer Schulleiterin sind bunt wie die Farben der Farbpalette eines Malers. Genauso bunt war die Feier zur Amtseinführung von Margit Walter als Rektorin an den Grundschulen in Vohenstrauß und Leuchtenberg.

"Alle wissen es in Stadt und Land, bei ihr sind wir in guter Hand", versicherten die Grundschüler und meinten damit ihre beliebte Rektorin Margit Walter, die an ihre frühere Wirkungsstätte zurückgekehrt ist, in der sie von 2007 bis 2010 schon stellvertretende Schulleiterin war. Die riesige Freude darüber war nicht nur bei den Kindern während der 90-minütigen Amtseinführungsfeier im Foyer der Schule zu spüren.

Gute Laune

Es war fast, wie wenn das Christkind vor der Tür stünde, meinte Konrektorin Dorit Schmid vor Beginn, denn die Kinder litten unter Nervosität und Spannung. Immerhin schnürten sie mit ihren Lehrern einen Sack voller Überraschungen und musikalischer Geschenke für die Rektorin, die in Begleitung ihres Ehemanns Bernhard die gute Laune der Schulfamilie über sich ergehen ließ.

Im Geschenke-Sammelsurium der Buben und Mädchen befanden sich unter anderem ein Radiergummi ("Eine Rektorin am Anfang auch Fehler macht") und ein Kissen ("Für den Büroschlaf, weil der der gesündeste sein soll"), ein Rotstift, ein Ordner, ein Kompass und der Wunsch um eine glückliche Hand. "Du gehörst jetzt zu uns", sang der Schulchor. Flötengruppe und Lehrerensemble spielten auf. Schulrat Hans Hilburger lenkte den Blick auf die vielen schulischen Schwerpunkte von Walter. Von ihrem Handeln hänge es entscheidend ab, wie sich die Grundschulen Vohenstrauß und Leuchtenberg weiterentwickeln.

Walter sei in der glücklichen Lage, ein fachlich kompetentes, motiviertes Kollegium an der Schule zu haben, das hohe Einsatzbereitschaft zeige und sich den gewiss anspruchsvollen Herausforderungen des schulischen Alltags täglich erfolgreich stelle. Die Aufgabe, die gesunden teilautonomen Schulen weiterzuführen, erfordere großes Können im Rahmen von Personal-, Organisations- und Unterrichtsentwicklung.

Sie verlange ein hohes Maß an Fachlichkeit und ständiger Fortbildungsbereitschaft, Mut zur Klarheit und Positionierung sowie analytische Kompetenz. Zudem sei die Stärke zur Reflexion und Evaluation der eigenen Arbeit sowie des Kollegiums, Entscheidungsvermögen, ein geschärfter Blick für das Machbare und viel Fingerspitzengefühl und Loyalität dem Dienstherren gegenüber gefragt.

Walter besitze die Charaktereigenschaften, die für eine Führungsperson unabdingbar sind: Empathiefähigkeit, Fachkompetenz, Bodenhaftung, Menschlichkeit und Kollegialität. Für den nahtlosen Übergang des Rektorenwechsels dankten die Bürgermeister Andreas Wutzlhofer und Anton Kappl der neuen Rektorin.

Durch Walter nähmen die Religions- und Werterziehung an der Grundschule einen guten Platz ein, freute sich Dekan Alexander Hösl mit seinem evangelischen Amtsbruder Peter Peischl und dem Leuchtenberger Kollegen Moses Gudapati. Die Elternbeiratsvorsitzenden beider Schulen, Evelyn Schopper und Sabine Wittmann, wünschten der Rektorin Kraft, Liebe, Freude und viel Geduld für die Arbeit mit Kindern.

Mosaik aus 1024 Fotos

Schmid hatte Walters Porträt aus 1024 Grundschulbildern zu einem Foto-Mosaik zusammengesetzt, das die Feier krönte. Das Schiff, das sie vor fünf Jahren zum Abschied von der Grundschule für eine musikalische Weltreise erhielt und das fünf Jahre in Luher Gewässern schipperte, kehre nun wieder in vertraute Gefilde zurück, beschrieb Walter ihre neue Lebensaufgabe. Die Reiseunterlagen wurden dafür perfekt von Sekretärin Monika Wittmann vorbereitet.
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