Autorennen auf dem Festplatz

Willi Woldrich (Zweiter von rechts) sprach sich für einen Verkehrsspiegel an der Lämersdorfer Einmündung in die vorfahrtsberechtigte Kreisstraße aus, um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer zu erhöhen. Dem Antrag stimmten alle Mitglieder des Wirtschafts- und Verkehrsausschusses zu. Allerdings sei hier kein Unfallschwerpunkt, sagte Polizeihauptkommissar Bernhard Dobmayer (Vierter von rechts). Bild: dob
Politik
Vohenstrauß
11.12.2015
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Anwohner im Bereich Neuwirtshauser Weg und Pfalzgrafenstraße fühlen sich seit Monaten immer mehr belästigt. Jüngere Verkehrsteilnehmer veranstalten auf dem Park- und Festplatz bei der Stadthalle Rennen und verursachen Lärm durch Hupen, wummernde Bässe, quietschende Reifen und heulende Motoren.

Deswegen überlegten Bürgermeister Andreas Wutzlhofer sowie der Wirtschafts- und Verkehrsausschuss eine Benutzungsordnung für diesen Bereich zu erlassen, die eine Überwachung und Vollzug der Zwangsmittel zulassen würden. Obwohl im Juni 2014 durch die Anordnung eines Tempo-30-Schilds im Neuwirtshauser Weg bereits versucht wurde, das Problem zu reduzieren, scheiterte dies. "Dann nehmen wir das Schild auch sofort wieder ab", forderte Willi Woldrich und brach eine Lanze für die Jugendlichen, die irgendwo einen Platz zum Aufenthalt bräuchten.

Satzung ergänzt


Heinrich Rewitzer meinte, dass es bei bestimmt über 80 Prozent der Jugendlichen nichts zu beanstanden gebe, weil sie sich an Recht und Gesetz halten. Die anderen 20 Prozent würden halt massiv auffallen. Martha Bauer glaubte, dass Sanktionen durchaus dann gefragt sind, wenn guter Wille nichts zähle. Polizeihauptkommissar Bernhard Dobmayer regte an, die städtische Satzung, die sowieso alle öffentlichen Plätze einbeziehe, zu ergänzen. Einstimmig sprachen sich das Gremium dafür aus, den Vorschlag dem Stadtrat vorzulesen. In Lämersdorf und in der Ortsmitte von Roggenstein werden Verkehrsspiegel zur Verbesserung der Einmündung in den Kreuzungsbereich auf Kosten der Stadt angebracht. Woldrich regte einen Verkehrsspiegel direkt an der Einmündung von der Ortsmitte von Lämersdorf her in die Kreisstraße NEW 23 an. Durch den Neubau einer Trockenhalle verschlechterte sich die Sicht in Richtung Waldau enorm. Laut Dobmayer handle es sich im Kreuzungsbereich aber um keinen Unfallschwerpunkt. In den vergangen fünf Jahren kam es lediglich zu einer Vorfahrtsverletzung mit einer leicht verletzten Person.

Auch für die Pfarrer-Kreuzer-Straße in Roggenstein hatte Bernhard Schnupfhagn in der Bürgerversammlung einen Spiegel angeregt. Die Einsicht in die Muglhofer Straße in Richtung Lämersdorf werde auf Höhe der Pfarrkirche St. Erhard durch die vorhandene Kirchenmauer in die vorfahrtsberechtigte Straße erschwert.

In der Wittschauer Straße bekommt die Stadt eine weitere Tempo-30-Zone. Bedingt durch die Schulen, die katholische Stadtpfarrkirche und das Prälat-Walter-Siegert-Caritasheim seien in diesem Straßenzug ein überdurchschnittlich viele Fußgänger unterwegs. Seit Fertigstellung des Verbindungswegs Pfarrgasse und Krapfenbauer-Parkplatz auf der Rückseite des Rathauses zwischen Sophienstraße und Heimatmuseum und Wittschauer Straße nutzten viel mehr Schüler diese Abkürzung zum Busparkplatz am Marktplatz benutzen. Außerdem führt der gesamte Schulbusverkehr über die Wittschauer Straße. Schon allein wegen der Schulwegsicherheit stimmten die Räte einstimmig zu.

Dobmayer bat, die Verbreiterung des Gehwegs im Bereich unterhalb des Heimatmuseums auf der linken Seite hin zur Kirche nicht zu vergessen und zu verändern. Künftig wird im Bereich ab der "Boderlounge" bis zum Gasthof "Zur Post" und auf der anderen Seite des Marktplatzes von der Poststelle bis zum Behringer die Parkscheibenregelung von einer auf zwei Stunden angehoben. Ansonsten wird die bisherige zeitliche Beschränkung der Parkplätze im Innenstadtbereich nicht angetastet.

174 Parkplätze


In der Innenstadt gibt es 174 Parkplätze vor. Davon sind 15 ohne und 159 mit zeitlicher Begrenzung. Dr. Volker Wappmann sagte, dass er es sehr schätze, wenn Autos im Innenstadtbereich in Bewegung bleiben und nicht stundenlang an einem Ort parken. Einem Haltverbot in der Türkeigasse bei der Einfahrt zum Haus Nummer 23 erteilten die Mitglieder eine Absage, da wegen der fehlenden Durchfahrtsbreite dort sowieso kein Fahrzeug stehen bleiben dürfe.
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