Beginn der Erschließung des Neubaugebiets in Vohenstrauß
"Sommerwiesen" runden Stadtbild ab

Zufriedene Gesichter bei zweitem Bürgermeister Uli Münchmeier, Außendienstleiter Karl Frey und Amtsleiter Alfons Sier (von links). Das Baugebiet nimmt konkrete Formen an. Im Herbst könnten vielleicht schon die ersten Häuslebauer zu Schaufel und Spaten greifen. Bild: dob
Politik
Vohenstrauß
21.04.2017
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Der Startschuss für das Baugebiet "Sommerwiesen" ist gefallen. Seit Donnerstag sind schwere Baumaschinen der Tiefbaufirma Seebauer aus Altendorf damit beschäftigt, um mit der Erschließung des ersten Bauabschnitts zu beginnen. Amtierender Bürgermeister Uli Münchmeier war höchst erfreut, dass nach langer Vorbereitungszeit und Überwindung einiger Hürden der Weg nun frei sei für das neue Baugebiet im Osten der Stadt.

Der erste Bauabschnitt umfasst rund zwei Drittel des neuen Wohngebiets mit etwa 80 Parzellen und soll voraussichtlich im Spätherbst abgeschlossen sein, informierte Außendienstleiter Karl Frey. Das Oberbodenmaterial werde, soweit nötig, auf städtischem Gelände zwischengelagert und stehe später bei Bedarf auch den Bauherren zur Verfügung.

Die Gesamtfläche des Baugebiets umfasst 9,017 Hektar, die bisher als landwirtschaftliche Flächen genutzt wurden. Von diesem Areal entfallen 7,006 Hektar auf die Baufläche mit insgesamt 98 Parzellen (in der Größe zwischen rund 500 und 1600 Quadratmeter), eine Verkehrsfläche von 1,105 Hektar und einer Grünfläche von knapp 1 Hektar. Die Stadt weise als Gegenpol zum Baugebiet eine externe Ausgleichsfläche von 2,812 Hektar aus.

Der Bebauungsplan berücksichtigt die vorhandenen Strukturen am östlichen Stadtrand von Vohenstrauß und schafft für den gestiegenen Bedarf an Wohnbauflächen ein entsprechendes Angebot, hieß es vonseiten der Stadtverantwortlichen. Damit würden arbeitsplatznahe, attraktive Wohnungen ermöglicht, um einer drohenden Abwanderung vorzubeugen. Mit dem neuen Baugebiet werde eine geordnete städtebauliche Entwicklung gewährleistet.

Lückenschluss


Die "Sommerwiesen" bilden zur bestehenden Wohnbebauung und zu der gewerblichen Bebauung im Osten einen Lückenschluss und nach Norden einen abschließenden Ortsrand hin zur offenen Landschaft. "Das Stadtbild wird dadurch beispielhaft abgerundet", meinte Münchmeier beim Ortstermin.

Die Erschließung im Baugebiet erfolgt über ein Straßensystem, das eine Kombination aus ringförmig geschlossenen Straßen mit zwei zu Wohnhöfen gruppierten Bereichen darstellen wird. Die Anbindung des Straßenverkehrs erfolgt an die Straße "Zum Beckenkeller" im Osten und südlich zum "Braunetsriether Weg". Fußwegverbindungen werden entlang der Ost-West-Grundstruktur in Form von Gehwegen im Baugebiet geführt und als eigenständige Fußwege an den "Tachetsbergweg" im Westen angebunden.

Variable Bebauung


Der Bebauungsplan lässt durch seine Baufenster eine möglichst variable Bebauung zu. Die Festsetzungen zum Maß der Bebauung (wie Grundflächenzahl, Anzahl der Vollgeschosse) und die örtlichen Bauvorschriften (Festsetzungen zu Dachformen, Stellplätzen) ordnen dabei die baulichen Strukturen. Die Bebauung mit teilweise bis zu dreigeschossigen Gebäuden für die Parzellen 31 und 32 nehme die vorhandene Gebäudehöhe in der Nachbarschaft auf und stelle zusätzlich ein verdichtetes Zentrum im Gebiet dar.

Die übrigen Bauflächen können maximal mit bis zu zwei Geschossen bebaut werden. Bestehende Grünstrukturen sollen durch die Aussparung aus dem Bebauungsplan soweit als möglich bestehen bleiben. Kein Stein im Weg dürfte damit auch den vieldiskutierten und bereits vorab beschlossenen Straßennamen Veilchenring, Narzissenstraße, Kornblumenstraße und Arnikastraße liegen. Bauwillige erhalten bei Verwaltungsleiter Alfons Sier weitere Auskünfte. Allerdings stehe der endgültige Quadratmeterpreis bisher nicht fest. Seitens der Stadt hoffe man aber, dass sich der Preis im Bereich um 70 Euro (erschlossen) einpendle. Der Bebauungsplan kann auf der Homepage der Kommune eingesehen werden.

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Weitere Informationen:

www.vohenstrauss.de
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