Bürgerversammlung in Kamling
Endlich neues Umfeld für Kirche

Politik
Vohenstrauß
30.09.2016
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Es waren kleine und bescheidene Sorgen, die die Kaimlinger in der Bürgerversammlung im Gasthaus "Zum Förster" vorgetragen hatten. Unter anderem wurde der Wunsch nach einem Brückenheiligen, einem Abfalleimer bei den Steinbänken an der Brücke oder einer neuen Ruhebank beim Badeweiher laut.

Kaimling. Bevor sich Bürgermeister Andreas Wutzlhofer diesen Anliegen widmete, ging er auf die Ortsthemen ein. Ein Dauerbrenner sei der seit Jahren von Vodafone versprochene Funkmast. Nachdem die Kaimlinger bereits Mitte 2009 eine Unterschriftenliste vorgelegt hatten und Wutzlhofer daraufhin mit dem Anbieter Kontakt aufnahm, kam es Ende 2011 zur Vertragsunterzeichnung.

Immer Ausreden


Danach herrschte Funkstille. Auf mehrere Anfragen gab es stets dieselben Ausreden: Finanzierungslücken, baurechtliche Probleme, vor allem mit der Naturschutzbehörde wegen gefällter Birken und eine fehlende Standortbescheinigung verzögerten den Bau des Funkmastens. Obwohl Vodafone im April 2015 die Baugenehmigung erhalten hatte, wurde das Vorhaben auf heuer verschoben. Auf die jüngste Anfrage kam die Rückmeldung, dass im laufenden Geschäftsjahr eine Umsetzung nicht mehr geplant sei.

Eine gründliche Säuberung erfuhr der Badeweiher. Die stark angefaulten Birken und Erlen wurden beseitigt, der Weiher entschlammt und die Betonfläche von der Feuerwehr gereinigt. Die Fassade des alten Schulhauses im Bereich der Wohnungen wurde erneuert. Die Wehr erhielt eine neue Tauchpumpe und Einstiegsleiter. Das Umfeld um die Kirche kann nun endlich neu gestaltet werden, worüber sich vor allem die Kirchenverwaltung freut. Möglich wird dies durch den Erwerb des ehemaligen Rom-Anwesens und den Abriss der baufälligen Gebäude.

Auf dem nun freigelegten Gelände sollen neben einigen Bauplätzen auch Parkplätze für die Gottesdienstbesucher geschaffen werden. Nach den Plänen des Architekten Rudolf Meißner aus Waldthurn werden voraussichtlich zehn Stellplätze untergebracht werden können. Damit dürfte ein nicht nur von Pfarrer Gerhard Schmidt langgehegter Wunsch in Erfüllung gehen. Der Geistliche dankte dem Rathauschef für das Entgegenkommen und die Unterstützung.

Ausführlich ging Bauamtsleiter Johann Balk auf den Störfall bei der Trinkwasserversorgung ein. Am 7. September wurden bei einer Routineuntersuchung im Feuerwehrhaus zwei coliforme Keime festgestellt. Bei weiteren Kontrollen kam in einem privaten Gartenwasseranschluss eine Enterokokke zum Vorschein - für das Landratsamt Grund genug, eine Abkochanordnung zu erlassen.

Alte Installationen Ursache


Bei sechs weiteren Tests wurde in einem Privathaus im Ellerweg ein coliformer Keim gefunden. Eine Woche später waren alle Proben sauber, und die Abkochanordnung wurde am 21. September aufgehoben. Balk versicherte, dass Belastungen aus der Wassergewinnung und -aufbereitung ausgeschlossen werden können. Vielmehr dürfte die Ursache in den veralteten, überdimensionierten und teilweise zu wenig gewarteten Hausinstallationen zu finden sein.

Auf den von Ulrich Thomas geäußerten Wunsch nach einem Brückenheiligen kamen aus der Versammlung einige nicht ganz ernst gemeinte Vorschläge, welche Heilige wohl am besten zu Kaimling passen. Am Ende sprach sich die Mehrheit für Nepomuk aus. Die Anregung von Bernd Steger, einige Steinbänke an der Brücke mit Holfauflagen zu versehen, wird das Stadtoberhaupt aufgreifen. Max Grünauer wies auf Verdrückungen auf dem öffentlichen Feldweg mit der Flurnummer 519 hin, verursacht durch eine Baufirma.

Gerhard Voith bat darum, die Kreuzungsbereiche großflächiger auszumähen, damit es nicht zu Sichtbehinderungen kommt. Trotz ausführlicher Diskussion wusste kein Teilnehmer, wie dem wuchernden Springkraut an den Uferbereichen des schön gestalteten Bachlaufs der Luhe beizukommen wäre.
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