Bürgerversammlung in Vohenstrauß
Schwerwiegendes Problem

Fahrzeuge über 7,5 Tonnen und landwirtschaftliche Giganten wollen die Anwohner aus der Stadt und ihren Nebenstraßen verbannen. Dafür sei die Umgehungsstraße da, hieß es in der Bürgerversammlung. Bild: dob
Politik
Vohenstrauß
11.10.2016
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Die letzte Bürgerversammlung in diesem Jahr am Montagabend im Rathaussaal war zugleich die am besten besuchte. Dort brachte Wolfgang Pröls ein Thema zu Sprache, das einige Bürger schwer beschäftigt.

Den Stadtumbau West mit der Bahnhofstraße lobte Pröls. "Allerdings fahren nach wie vor Riesenfuhrwerke und Lastwagen durch diesen Bereich", monierte er die unerträgliche Situation für die Anwohner.

"Wie lange werden die neue Straße und vor allem die Bordsteine halten?" Zur Dokumentation seiner Ausführungen brachte er eine Fotografie mit, die das Ausmaß deutlich zeigte. "Damit du siehst, was da täglich abgeht", legte er Bürgermeister Andreas Wutzlhofer ein Bild auf den Tisch. Es zeigte ein riesiges landwirtschaftliches Fahrzeuggespann, das von der Bahnhofstraße in den Fluderweg einbiegt.

Schäden befürchtet


Ramponierte Bordsteine würden nicht lange warten lassen, befürchtete Pröls. Diese großen Fahrzeuge müssten durch die Neugestaltung einen größeren Radius fahren und stärker einschlagen. In vielen Fällen "reibt aus diesem Grund der Anhänger nur so um die Kanten herum".

Die gewerbetreibenden Landwirte würden unentwegt bis spät Samstagnacht durch die Gegend fahren. Sonntagfrüh gehe es dann munter weiter. "Es leidet die Lebensqualität der innerstädtischen Bewohner", kritisierte der Redner. "Warum kann man die Straße nicht für schwere Lastwagen und Fuhrwerke sperren?" Der Rathauschef entgegnete, dass dies nicht ganz einfach sei, denn die Sperrung müsste weiträumig angekündigt werden.

Laut Pröls würden die gewaltigen Gespanne teilweise rücksichtslos mit ungesicherter Ladung und seiner Meinung nach viel zu schnell durch die Straßen preschen. Sie hinterließen zudem viel Dreck, der von den Anwohnern wieder beseitigt werden müsse. In anderen Ortschaften würden derartige Fahrzeuge auch aus den Innenstädten ausgesperrt, begründete Pröls. "Dafür haben wir zudem eine offizielle Umgehungsstraße."

Er habe persönlich nichts gegen die Leute. Allerdings müsse sich die Kommune überlegen, ob sie auch in Zukunft diesen Durchgangsverkehr in der Stadt und in den Nebenstraßen wolle. Erst kürzlich hatte ein Gaststättenbetreiber dieses Thema im Verkehrsausschuss angesprochen.

Rat von Polizei und Kreis


Wutzlhofer versprach, sich von fachlichen Behörden wie dem Staatlichen Straßenbauamt und den Verkehrsbehörden des Landkreises und der Polizei beraten zu lassen. Ihm sei auch nicht recht, dass die großen Fahrzeuge "so durchbrettern".
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