Bürgerversammlungen Vohenstrauß
Straßenbau großes Thema

Die Zufahrt von der Umgehungsstraße in Richtung Breite Wiesen auf Höhe des Bocklwegs gehört sich nach Ansicht einiger Bürger verbreitert. Fahrzeuge müssen im Begegnungsverkehr auf das Bankett ausweichen, das am Donnerstag schon ausgebessert wurde. Bild: dob
Politik
Vohenstrauß
13.10.2016
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Die Straßen und der Verkehr beschäftigen viele Vohenstraußer. Dies zeigte sich in der Bürgerversammlung. Die Teilnehmer sprachen unter anderem den Braunetsriether Weg an.

Bürgermeister Andreas Wutzlhofer verwies auf den Ausbau des Hütbrunnenwegs. Dieser habe wegen des Gewerbegebiets "zunehmende verkehrliche Bedeutung mit relativ hohem Verkehrsaufkommen". In diesem Zusammenhang sah sich Andreas Artinger gezwungen, erneut den Ausbau der Zufahrtsstrecke neben der Straße Am Bahndamm von der Umgehungsstraße in Richtung Baugebiet "Breite Wiesen" und zum Dr.-Loew-Pflegeheim anzusprechen.

Schon mehrmals hatte Artinger auf diese enge Zuwegung mit inzwischen wieder abgesenktem Bankett hingewiesen. Diese Strecke nutzten sehr viele Bewohner aus dem westlichen Teil Vohenstrauß. "Die Verbreiterung der Straße ist längst überfällig." Wegen des gleichlaufenden Bocklwegs sei eine Verbreiterung nicht ganz einfach, erklärte Wutzlhofer. Mittelfristig werde man sich "aber trotzdem eine Lösung überlegen müssen".

Nicht alles auf einmal


Josef Dobmayer wollte wissen, wann im Braunetsriether Weg die Fertigstellung des noch offenen Abschnitts der bisherigen Teilsanierung geplant sei. Im Osten der Stadt wolle man nach und nach alle Straßen in Ordnung und zu einem Abschluss bringen, erklärte der Rathauschef. Allerdings ließen sich 127 Kilometer Ortsverbindungsstraßen nicht alle auf einmal abarbeiten. Würden nur jährlich 2 Kilometer erneuert - was eine ganze Menge sei - dann könne sich jeder Bürger ausrechnen, wie lange es dauere, bis alle Straßen auf Vordermann gebracht seien.

Extra Parkplatz


Thomas Beierl wollte die Parkplätze an der Asylstraße wieder zeitlich beschränken, da viele Eltern ihr Fahrzeug in diesem Bereich abstellten. Dies sei nicht angedacht, sagte Wutzlhofer. Für die evangelische Einrichtung "Haus für Kinder Gottfried Sperl" habe der Hilfsverein mit der Stadt eigens einen geschotterten Parkplatz mit Zugang in der Schreinergasse angelegt. Den sollten die Eltern auch nutzen, denn hier könnten sie ihre Kinder "gefahrlos" in die Einrichtung bringen, und an der Asylstraße blieben genügend Parkplätze für andere.

Reinhard Hartwig wollte die Gründe für abgesenkte Bordsteine in ganzen Straßenzügen erfahren, auf denen Fahrzeuge parkten. Außendienstleiter Karl Frey begründete diese Bauweise in Fällen, wenn die geforderte Straßenbreite nicht gegeben sei. Zukünftig sollte die Stadt lieber Hochborde in ihren Planungen berücksichtigen, riet Hartwig.

Wolfgang Pröls fragte nach, ob sich die Kommune schon einmal mit dem Gedanken befasst habe, eine öffentliche Stromzapfstelle aufzustellen. "Du musst doch heute an meiner Tür gelauscht haben", scherzte Wutzlhofer. Er stehe derzeit bereits aus diesem Grund mit dem Bayernwerk in Verhandlungen. Abgerechnet werde über eine App, und es soll eine Ladezeitregelung geben, informierte der Stadtchef. Mehr Details könne er aber vorerst noch nicht nennen. Diese Meldung war sogar für die Stadträte neu, die an der Bürgerversammlung teilnahmen.

Peter Dobner vom gleichnamigen Autohaus regte an, bei seiner Tankstelle den Geh- und Radweg zu markieren, damit Autofahrer verschärft auf den dort kreuzenden Rad- und Fußgängerverkehr aufmerksam gemacht werden und keiner zu Schaden komme. Roswitha Wild teilte mit, dass bei einem Privatgrundstück gegenüber der Pfalzgraf-Friedrich-Mittelschule die Äste so weit über den Gehweg hängen, dass Fußgänger nur mehr eine geringe Teilbreite nützen könnten. Exakt an diesem Tag sei der Besitzer in Hannover mit einem Schreiben konfrontiert worden, in dem er aufgefordert wird, die Äste zu entfernen, berichtete der Rathauschef.

Wild forderte die Stadt auf, die Bürger verschärft auf überhängende Büsche und Sträucher auf ihren Grundstücken hinzuweisen. Daraufhin meldete sich Thomas Beierl zu Wort und rügte die Kommune, die auf einem Parkplatz an der Haunoldstraße gegenüber des Bolzplatzes längst Hand oder Säge an einem Baum mit herabhängenden Ästen anlegen dürfte. "Da hast uns jetzt ganz schön erwischt", entgegnete Wutzlhofer.
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