CSU Vohenstrauß
Rückenwind aus der Heimat

Die CSU ehrte treue Mitglieder. Alfons Sier (vorne, Zweiter von links) gehört seit 30 Jahren dem Ortsverband an. Dass er als Sohn eines Arbeiters CSU-Parteimitglied wurde, nahmen ihm damals die SPD-Altstadträte krumm, wusste Vorsitzender Alexander Sollfrank (hinten, Zweiter von rechts). Bild: dob
Politik
Vohenstrauß
20.04.2016
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In der Jahreshauptversammlung der Vohenstraußer CSU sprachen sich Landrat Andreas Meier und der Ortsverband für den gebürtigen Albersriether Albert Rupprecht als Direktkandidaten für den Bundestag aus. "Die CSU war immer stark, wenn sie geschlossen auftrat", meinte Meier.

Im Übrigen gebe es keinen Grund "die Pferde zu wechseln", fand der Landkreischef. Vorsitzender Alexander Sollfrank informierte, dass dem Ortsverband 123 Mitglieder angehören. Davon sind 76 Prozent (93 Personen) männlich und 24 Prozent (30 Personen) weiblich. Der Altersdurchschnitt liege bei 54,1 Jahren.

Außerdem freute sich Sollfrank über sieben Neuzugänge. Ein Mitglied trat aus und ein Verstorbener war zu verzeichnen. Erstmals feierte die CSU das Kartoffelfest bei der Familie Weig "Scheidlerwonger", das trotz des kalten Wetters ein voller Erfolg wurde. Am 7. August soll es eine Neuauflage geben. Im Dezember feierte der Ortsverband in "Burgers Brotzeitstüberl" 70-jähriges Bestehen. Sollfrank strebt mit seinem Team eine verstärkte Zusammenarbeit aller Ortsverbände in der Großgemeinde an. Weiter sind eine Podiumsdiskussion und ein Bürgergespräch geplant.

Großes Vertrauen


Die Kassengeschäfte erläuterte Schatzmeister Franz Keim. Christine Wiedermann, die mit Harald Bäumler die Buchführung prüfte, stellte keine Fehler fest. "Unsere Arbeit trägt Früchte", freute sich Bürgermeister Andreas Wutzlhofer. Außerdem lobte er die Arbeit der Gastredner, in die die Bevölkerung großes Vertrauen habe: "Einen besseren Bundestagabgeordneten und Landrat können wir uns nicht wünschen." Im Stadtrat werde parteiübergreifend zum Nutzen der Stadt gearbeitet.

Anschließend nahmen Meier und der Bundestagsabgeordnete Stellung zu Landkreis- und Bundesthemen. Das Vohenstraußer Krankenhaus ist zu erhalten, denn es sei ein wichtiger Teil im Gefüge der Kliniken Nordoberpfalz AG, sagte der Landrat. Hervorragende Arbeit werde vor Ort mit den Flüchtlingen geleistet. Meier dankte zweitem Bürgermeister Uli Münchmeier, der sich beispielhaft um die Organisation kümmere.

Qualifizierung und Ausbildung waren Rupprechts Schlüsselworte. Die Ostbayerische Technische Hochschule (OTH) in Weiden soll eine Forschungseinrichtung des Fraunhofer Instituts bekommen. Möglichst viele qualifizierte Leute müssten in der Region gehalten werden. Deshalb fordere er seit langem, die berufliche Bildung zu stärken. Allerdings verfolge er einen "zunehmenden Akademisierungswahn" mancher Eltern. "In den Übertrittsklassen brechen Schüler bei einer 3 in Musik gleich in Tränen aus."

Kritisches Thema


Vielleicht habe die große Arbeitslosigkeit in den zurückliegenden Jahren zu der Annahme geführt, Kindern durch das Abitur ein vermeintlich besseres Leben zu ermöglichen. Dass der Strukturwandel (Schließung der Industrie) in Vohenstrauß geschafft wurde, sei ein Riesenverdienst der Bevölkerung und der Firmen, die ehrlich und solide arbeiten. "Unsere Handwerksbetriebe liefern in die Welt hinaus, ohne viele Hochglanzbroschüren." Ein kritisches Thema werde die erhebliche Strukturveränderung in der Ärztelandschaft bleiben. "Wir brauchen Ärzte, die sich mit der Region identifizieren", forderte Rupprecht.

Treue MitgliederCSU-Vorsitzender Alexander Sollfrank ehrte in der Jahreshauptversammlung treue Mitglieder. Sie erhielten hölzerne CSU-Weißbier-Tragerl. Seit 30 Jahren gehört Alfons Sier zum Ortsverband. Er hatte in seiner Zeit im Vorstand unter anderem eine gebundene Chronik angefertigt, lobte der CSU-Chef. 15 Jahre : Wolfgang Reichl, Thomas Luft und Max Paulus. 10 Jahre sind es bei Gerhard Kammerer. Willi Bayerl (30 Jahre), Hans Woppmann (25), Harald Bäumler und Hans Meller (15 Jahre) waren nicht anwesend. Ihnen wird die Ehrung nachgereicht. (dob)
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