Daniel Marx neuer Vorsitzender des Ortsvereins Vohenstrauß
Marx neuer SPD-Vorsitzender

Der 28-jährige Daniel Marx (Mitte) führt nun den SPD-Ortsverein. Heinrich Rewitzer (rechts) ist nun stellvertretender Vorsitzender. Bundestagsabgeordneter Uli Grötsch dankte Rewitzer und freute sich gleichzeitig auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Chef. Bild: dob
Politik
Vohenstrauß
26.05.2015
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Die Vohenstraußer SPD leidet noch immer an den Folgen der miserablen Kommunalwahl. Ein neuer Mann an der Spitze will den Umschwung einleiten.

Der 28-jährige Daniel Marx führt ab sofort den Ortsverein. Der bisherige Vorsitzende Heinrich Rewitzer tritt aus gesundheitlichen Gründen in die zweite Reihe zurück. Erst im vergangenen Jahr war er erneut zum Chef gewählt worden. Wegen des Rücktritts war im Gasthof "Zur Post" eine Neuwahl nötig. Allerdings wurde nur der Wechsel an der Spitze vollzogen, alle anderen Posten blieben unberührt.

Viel Aufbruchstimmung

"Die letzte Kommunalwahl und das dabei erzielte katastrophale Ergebnis steckt uns noch allen in den Knochen", gab Marx unumwunden zu. Gleichzeitig verbreitete er in seiner Antrittsrede viel Aufbruchsstimmung. Besonders mit dem Verlust von drei Sitzen habe niemand gerechnet. Jetzt stehe der Ortsverein vor gewaltigen Herausforderungen und Aufgaben, die es zu meistern gelte. Es stehe außer Frage: "Der SPD-Ortsverein muss sich neu aufstellen."

Darum müssten in den kommenden Jahren neue Kandidaten für den Stadtrat aufgebaut, geformt und in der Bevölkerung bekannt gemacht werden. "Kommunalwahlen sind immer Persönlichkeitswahlen." Leider brachen langjährige Zugpferde weg. Letztlich sei dies der Genickbruch gewesen, denn man habe versäumt, rechtzeitig auf neue Leute zu setzen.

Weiter soll auch an der Altersstruktur gefeilt werden, sagte Marx. Keineswegs wolle man aber die älteren Mitglieder aufs Abstellgleis schicken. Im Gegenteil: Deren Kompetenz, Weisheit, Erfahrung und Wissen würden nach wie vor gebraucht. Junge Leute mit neuen Ideen sollen frischen Wind bringen, forderte Marx. Jugend sei zwar kein Garant für Innovation und Fortschritt, aber ohne Nachwuchs werde der Ortsverein aussterben.

Die Vohenstraußer müssten erfahren welche Ziele die SPD verfolge, wofür sie stehe, was sie erreichen wolle und ob die Menschen ihnen vertrauen könnten. Auf diese Fragen gelte es, Antworten zu geben. Marx versprach, sich mit aller Kraft dafür einsetzen zu wollen, dass der Ortsverein wieder aus dem Dornröschenschlaf erwache und zu neuer Stärke wiederfindet.

Kassier Sigurd Passow legte die finanzielle Situation offen. Die Kommunalwahl hatte ein tiefes Loch in die Kasse gerissen. Schriftführer Roberto Troll erinnerte an die Aktivitäten. Nachdem die Ehefrauen der Funktionäre während des Jahres zu kurz kommen und oft auf ihre Partner verzichten müssten, verteilte er Geschenke.

In seiner Abschiedsrede als Vorsitzender sprach Rewitzer von einem Ritt durch den Wilden Westen, den er nun Jüngeren überlassen wolle. Er dankte für den Ehrgeiz, den Einsatz, die vielen Impulse, für die Loyalität und den Langmut, den ihm die Mitglieder während seiner Amtszeit entgegenbrachten. Am Ende seiner Rede überreichte er an Troll eine Auszeichnung mit Geschenk für die fleißige Mitgliederwerbung. Immerhin zog er fünf Neuzugänge an Land.

Positive Signale

"Die positiven und tollen Signale", die der neue Vorsitzende aussendete, nahm auch Bundestagsabgeordneter Uli Grötsch auf. "Wir sind an deiner Seite", versprach er auch im Namen der Landtagsabgeordneten Annette Karl. Marx müsse die Balance zwischen politischem Handeln und Gesellschaftlichem finden. SPD-Potenzial gebe es genug in Vohenstrauß, war der Waidhauser überzeugt. Grötsch dankte auch Rewitzer, der einen der zuverlässigsten Ortsvereine des Unterbezirks geführt hatte.
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