Frauen-Union Vohenstrauß
Mehr Sicherheit für Frauen

Seit 36 Jahren gibt es in Vohenstrauß die Frauen-Union. Seit 20 Jahren ist Roswitha Sier (vorne, Zweite von rechts) Vorsitzende. Stellvertreterin Julia Braun (vorne, rechts) und stellvertretende Kreisvorsitzende Annett Kamm (links) ehrten sie für 25 Jahre Mitgliedschaft. 35 Jahre gehört Angela Puff (hinten, links) zur Gemeinschaft. Bild: dob
Politik
Vohenstrauß
11.04.2016
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Nach 18 Konzerten in eineinhalb Jahren hat die Reggae-Nachwuchsband "Stolen Josie" bereits ausreichend Bühnenerfahrung gesammelt. Nun sind die Musiker ins Studio gegangen, um eine CD zu produzieren. Am Samstag, 22. April, präsentieren sie die Scheibe im Weidener Jugendzentrum.

"Frei und selbstbestimmend leben - das ist ein Grundrecht für jeden, der hier lebt. Für Frauen und Männer, dennoch werden Frauen tagtäglich in Deutschland Opfer von sexuellen Übergriffen", sagte die Vorsitzende der Frauen-Union (FU), Roswitha Sier, in der Jahreshauptversammlung im Gasthof "Zur Post".

Dazu haben die Frauen bayernweit eine Kampagne unter dem Motto "Selbstverständlich kann ich hier frei und selbstbestimmend leben" erstellt. Egal, ob ein Täter aus Deutschland stammt, oder anderer Nationalität ist: "Unsere Gesetze und Werte gelten für jeden und sind nicht verhandelbar", betonte Sier. Die FU unterstütze die von der Bundesregierung beschlossene Verschärfung des Sexualstrafrechts und fordert, bestehende Strafbarkeitslücken zu schließen.

Respekt vor Werten


Genauso wollen die Frauen mehr Sicherheit in öffentlichen Räumen, auf Plätzen und Bahnhöfen durch verstärkte Polizeipräsenz und Videoüberwachung erreichen. "Unsere gesellschaftlichen Grundregeln müssen in der Familie, Schule, in Ausbildung und Beruf und auch in Integrationsarbeit vermittelt und in der Praxis eingeübt werden." Die FU fordere Respekt vor unseren gesellschaftlichen Werten, den alltäglichen Umgangsformen und für den selbstbestimmten Lebensstil von Frauen und Männern, bekräftigte die Vorsitzende. Sier war froh, dass der Eiserne Schutzmann bei der Polizeiinspektion Vohenstrauß nun vorerst vom Tisch sei und die innerstädtische Polizeipräsenz erhöht werde.

Die FU-Chefin erinnerte im Rückblick an die Aktionen und Unternehmungen. Bestens vertreten wurde die Vorsitzende in der Ausfallzeit von ihren Stellvertreterinnen Julia Braun und Luise Schmidt-Huber. Besonders freute sich Sier, dass das Kartoffelfest nun in Zusammenarbeit mit der gesamten CSU-Familie durchgeführt werde. Am Sonntag, 7. August, steigt die Veranstaltung erneut im "Scheidler-Wonger-Hof".

Eventuell will der Ortsverband den Tag der Begegnung mit dem Heilpädagogischen Zentrum Irchenrieth im Fasching in der Stadthalle abhalten, stellte die Vorsitzende in Aussicht. Schatzmeisterin Michaela Wolfinger erhielt von den Prüferinnen Christa Süß und Theresia Wolfinger ein ausgezeichnetes Zeugnis. Das Durchschnittsalter in der Frauengemeinschaft berechnete die Vorsitzende mit 64,3 Jahren und die Dauer der Mitgliedschaft beträgt durchschnittlich 25,9 Jahre.

In der Großgemeinde bringen sich die Damen seit 36 Jahren ideenreich in der FU ein und sind mit viel Begeisterung und Engagement bei der Sache, würdigte Sier, die seit 20 Jahren an der Spitze steht. "Du bist unser Zugpferd", lobte dann Julia Braun, als sie Roswitha Sier für 25 Jahre Mitgliedschaft eine Urkunde und Blumen überreichte.

Elfriede Zitzmann aus Unterlind und Sieglinde Schärtl aus Döllnitz wären ebenfalls für 25 Jahre geehrt worden, waren aber entschuldigt. 35 Jahre: Angela Puff aus Hagendorf sowie Hildegard Helgert, Barbara Völkl, Rita Pröls-Mania und Ingrid Werner aus Vohenstrauß. Für 20 Jahre ehrte die Vorsitzende Monika Meindl aus Altenstadt und Johanna Hengstl aus Kößing. Letztere hat von Beginn im Orts- und Kreisverband Verantwortung übernommen, würdigte die Vorsitzende. Den Dank der FU gab Uli Münchmeier vom CSU-Ortsverband und der Jungen Union zurück.

Ausgleich schaffen


"Die weibliche Seite in der Politik tut gut und wir wollen einen Ausgleich zu den Männern schaffen", versicherte stellvertretende FU-Kreisvorsitzende Annett Kamm. Sie appellierte an die Frauen, "ihr Gewicht in die Waagschale bei den nächsten Wahlen zu werfen". Wenngleich sie betonte, dass sie keine Freundin der Frauenquote sei. Die Arbeit der FU dürfe keinesfalls auf Kochen, Backen und Stricken reduziert werden.
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