Geplante Behelfsbrücke für Böhmischbruck vom Tisch
Brücke wird teuerer

Die Brücke über die Pfreimd wird abgerissen. Eine ursprünglich angedachte Behelfsbrücke während der Bauzeit wurde von den Planern wegen der zusätzlichen hohen Kosten fallen gelassen. Die Umleitung erfolgt über die neue Brücke in Burgtreswitz. Bild: dob
Politik
Vohenstrauß
07.10.2016
85
0

Die ursprünglich geplante Behelfsbrücke in Böhmischbruck, die das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach während der Bauzeit einer neuen Pfreimdbrücke errichten wollte, ist vom Tisch. In der Bürgerversammlung erfuhren die Zuhörer zudem die neue Kostenschätzung.

Böhmischbruck. (dob) Mehrmals sei das Projekt bereits wegen hydraulischer Probleme umgeplant worden. Inzwischen sei aber eine Lösung vorhanden. Ein Raunen der Bürger begleitete die Bekanntgabe der neuesten Kostenschätzung von 2,5 Millionen Euro.

Ursprünglich ging man von 1,2 Millionen Euro für den Brückenneubau am selben Standort wie die bisherige aus. Lediglich eine Verbreiterung werde vorgenommen. Durch die voraussichtlichen Planfeststellungsverfahren wegen der Naturschutzbelange rechnet Bürgermeister Andreas Wutzlhofer jedoch mit einer Bauverzögerung. Während der Bauzeit werde der Verkehr über die neue Brücke in Burgtreswitz umgeleitet.

Kritik wegen Mäharbeiten


Bankettschäden an der Verbindungsstraße von Kößing nach Böhmischbruck prangerte Josef Scherer an. "Die gehören aufgefüllt." Derzeit seien die Schäden noch mit wenig Aufwand zu beseitigen. Heiner Porschke schlug den Einbau von Rasengittersteinen vor. Dies sei aber für ganze Straßenzüge unüblich und viel zu aufwendig, entgegnete Außendienstleiter Karl Frey.

Die Bedenken von Günther Schönberger, die Beschaffung der Oberflächen könnte nach der Breitbandverlegung der Firma Kollmer aus Kirchenthumbach in "einem unzufriedenen Zustand" hinterlassen werden, zerstreute der Bürgermeister umgehend. Die Stadt werde dies beobachten.

Das Lob, das Melanie Wallner-Frischholz zuerst an den Bauhof für die gemähten Straßenbankette innerhalb des Stadtgebiets verteilte, kehrte sich schnell in Kritik um, denn in den Außenorten ergebe sich ein völlig anderes Bild. In den Straßengräben wuchere das Gras nur so. Früher sei dort zwei Mal gemäht worden.

Diese Kritik ließ Frey nicht im Raum stehen. Schuld seien auch Landwirte, die ihre Felder bis auf den letzten Zentimeter an den Wegrand ackern. Bei Starkregen würde das Ackermaterial dann abgeschwemmt. "Dadurch wird uns die Arbeit erschwert." Das schwere Mähwerk sei heuer drei Wochen wegen Steinschäden ausgefallen, weil unvernünftige Bürger immer Steine wieder in die Gräben werfen.

Noch öfter zu mähen, könne der Bauhof personalmäßig nicht leisten. Falls sich die Anrainer mit den Mäharbeiten der Stadt nicht zufrieden zeigten, könne man auch eine Firma beauftragen und die Kosten auf die Anlieger umlegen. Die Kommune habe dies bisher abgelehnt, zeigte Frey noch eine andere Lösung auf.

Günter Schlagenhaufer stieß wie sein Vorredner ins gleiche Horn und will beobachten, dass andere Gemeinden öfter mähten. Deutlicher wurde dann Helmut Zwack: "Bestimmte Wege werden überhaupt nicht gemäht, seit sich ein Personalwechsel im Bauhof vollzogen hat."

Josef Winklmann informierte, dass an einem städtischen Mauerwerk in Altentreswitz in Richtung Anwesen Zielbauer Schäden aufgetreten sind. Nicht zufrieden sind die Altentreswitzer mit dem Reinigen der Straßenabflussschächte durch eine von der Stadt beauftragten Firma. Wutzlhofer will mit dem Dienstleister ein ernstes Wort sprechen.

Oberflurhydrant undicht


Landwirt Johannes Frischholz informierte über einen Kollegen, der den Abraum seiner Unkrautbestände aus dem Feld einfach in den Straßengraben oder in angrenzende Stauden seines Grundstücks schob. Die Gemeinde soll den Verursacher nun auffordern, den Missstand zu beseitigen. Ortssprecher Andreas Ogarek teilte mit, dass der Oberflurhydrant undicht sei. Die Stadt stelle für den Austausch umgehend einen Bagger zur Verfügung. (Im Blickpunkt)

Wundersame Bankvermehrung

Böhmischbruck. (dob) Hans Kurzka sammelt in seinem Schuppen städtische Ruhebänke, die er im Herbst abbaut und vor dem Wetter geschützt unterstellt. Bis er im Frühjahr reagiere, stehe auf dem dafür vorgesehenen Platz wieder eine neue Bank, die Bauhofmitarbeiter ins Pfreimdtal bringen und montieren, erklärte er in der Bürgerversammlung. "Jetzt weiß ich, wo meine Bänke verschwinden", lachte Außendienstleiter Karl Frey, der sich schon über den jährlichen Verlust wunderte. Seine Leute könnten nicht wissen, dass Kurzka die Bänke abbaue. Normalerweise hole die Stadt sie alle zwei Jahre zur Aufbereitung in den Bauhof und stelle sie dann wieder an Ort und Stelle auf. Wenn aber Bänke fehlten, würden sie ersetzt. Frey werde das kommunale Eigentum abholen lassen.

"Einläutfest" zum Patrozinium

Böhmischbruck. (dob) Die Kössinger Glocke ist wieder zurück aus Rückersrieth. Mit einem "Einläutfest" zum Patrozinium der Dorfkirche in Kößing am 29. Juni soll diese Heimkehr würdig gefeiert werden, stellte Bürgermeister Andreas Wutzlhofer in der Bürgerversammlung in Aussicht.

Immer wieder werde der Rathauschef auf die Sperrung des Kranbühlwegs angesprochen. Der Firma Huber wurde trotzdem kurzzeitig die Erlaubnis erteilt, die Strecke zu nutzen. Inzwischen habe das Unternehmen auch die entstandenen Risse auf der Fahrbahn wieder vergossen. Gut in der Bevölkerung kommt der neue Sonnwendfeuerplatz an. "Das neue Areal ist ein wunderbarer Kannesfeuerplatz", sagte Wutzlhofer, der Herbert Hilburger und der Pfarrpfründestiftung für die Nutzung dankte.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.