Offen statt anonym auftreten
Bürgerversammlung in Waldau

Nur der Hinweis auf den Bocklweg ist noch da. Die großformatige Infotafel darunter ist spurlos verschwunden, ebenso wie der Tisch und eine Sitzbank. Bürgermeister Andreas Wutzlhofer sicherte bei der Ortsteilversammlung in Waldau zu, den Ruheplatz wieder herzurichten. Bild: fjo
Politik
Vohenstrauß
04.10.2016
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Das Hauptthema der Ortsteilversammlung Waldau kristallisierte sich schnell heraus: die Sperrung der Bahnhofstraße. Sie soll bis Donnerstag dauern.

Hintergrund der Maßnahme ist die Asphaltierung inklusive der seitlich abzweigenden Straßenbereiche, informierte Bürgermeister Andreas Wutzlhofer

Daneben ging er auf einen anonymen Brief "besorgter Waldauer Bürger" ein. "Vielleicht ist der Verfasser ja unter uns." In dem Schreiben gehe es um ein Anwesen in der Roggensteiner Straße, den Umbau der Scheune und den Bau eines Gartenzauns. Im Brief würden etliche Fragen aufgeworfen, welche "mehrere Waldauer Bürger" beschäftigten: So etwa, ob hier bewusst eine weitere Engstelle geschaffen werden sollte.

Hydrant kein Problem


Die in Frage gestellte Maßnahme sei mit Außendienstleiter Karl Frey und ihm abgesprochen gewesen, sagte der Rathauschef. In diesem Fall sei alles rechtens. Der Zaun befinde sich auf der Grundstücksgrenze: "Innerorts darf jeder auf seinem Grund eine Einfriedung machen." Es seien auch mindestens 5,50 Meter Straßenbreite vorhanden. Zu dem im Grundstück liegenden Oberflurhydranten sah das Stadtoberhaupt im Ernstfall kein Zugangsproblem. Ein Nutzungsvertrag mit dem Eigentümer erfolge noch.

Würde der Eigentümer auf eine Verlegung des Hydranten drängen, wäre dies wohl mit hohen Kosten für die Kommune verbunden. "Der Gartenzaun ist für uns kein Problem", erklärte Feuerwehr-Kommandant Benjamin Janker ergänzend: "Freilich wäre ein Platz an der Grundstücksgrenze komfortabler. Aber damit können wir leben."

Damit beendete Wutzlhofer seine Stellungnahme zu dem anonymen Schreiben. Er bat jedoch inständig um eine persönliche Ansprache bei Problemen: "Kommt's halt, und dann reden wir drüber." Weiter ging es mit der Straße durch das Luhetal. Auf Bitten der Verantwortlichen des Sportvereins habe die Stadtverwaltung einen Antrag auf eine Verlängerung der Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80 Stundenkilometer bis zur ersten Einfahrt in das Sportplatzareal bei den Behörden eingereicht.

Das Landratsamt habe in der Antwort auf die Ablehnung aus dem Jahr 2009/2010 verwiesen. Trotzdem habe das Landratsamt neue Stellungnahmen vom Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach und der Verkehrspolizei eingeholt. Unter Hinweis auf eine gemessene Frequenz von durchschnittlich 1180 Fahrzeugen pro 24 Stunden und der Berücksichtigung des bisherigen Unfallgeschehens sei der Streckenabschnitt jedoch "nicht auffällig". Ergänzend informierte Wutzlhofer zu der vom SV beabsichtigten Einrichtung einer Sportplatzbewässerung: "Das finde ich klasse. Alles was zur Trinkwasserschonung beiträgt, macht Sinn. Wir werden uns da in irgendeiner Form einbringen, um dieses Vorhaben zu unterstützen."

Baulücken schließen


Jürgen Schwägerl plädierte für mehr eigene Zisternen und bat um Informationen zu möglichen Förderungen. Das will der Bürgermeister dem Stadtrat zur Diskussion stellen. Benjamin Janker bat bei einer eventuellen weiteren Ausweisung von Lagergebieten um Berücksichtigung Gewerbetreibender. Bestätigt wurde Helmut Jankers Anfrage auf eine in absehbarer Zeit zu erwartende Entfernung der bei seinem Wohnhaus verlaufenden Überlandleitung. Darüber hinaus riet er zu einer weiteren Erschließung von Bauplätzen oder Gewerbeflächen.

Heinz Zetzl wollte wissen, ob die Stadt von einem Verkaufswunsch des Paulus-Anwesens wisse. Der Bürgermeister antwortete ihm, dass alle Besitzer von Baulücken vor Jahren angeschrieben wurden. "Das waren rund 120 Schreiben", ergänzte Geschäftsleiter Alfons Sier. Die Stadt sei jederzeit gerne bereit, Baulücken für den Weiterverkauf zu erwerben. (Im Blickpunkt)
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