Schlusssitzung des Stadtrats
„Erneut ein gutes Jahr“

Isabella Roller, Jenny Spitzner, Katharina Prifling und Kathrin Völkl (von links) bereicherten die Jahresschlusssitzung des Stadtrats mit festlicher Musik. Bild: fjo
Politik
Vohenstrauß
19.12.2015
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"Mut zur Zukunft, Offenheit für Neues und die Bereitschaft zu Veränderungen" attestierte Bürgermeister Andreas Wutzlhofer seiner Heimatkommune in der Jahresschlusssitzung des Stadtrats. Zukunftsfragen würden nicht nur diskutiert, sondern zur Entscheidung vorbereitet und die Herausforderungen als Chance begriffen.

Unter diesem hohen Anspruch sah das Stadtoberhaupt die Entwicklung der Großgemeinde. In vielen Bereichen sei es "erneut ein gutes Jahr" gewesen "mit ein paar Enttäuschungen und Rückschlägen". Die seit Tagen "hell erleuchtete Altstadt" vermittle eine große Vorfreude auf das Weihnachtsfest. Dekan Alexander Hösl und Stríbros Geistlicher Jiri Hajek nahmen mit Altbürgermeister Josef Zilbauer als Gäste an der Festsitzung teil. Die vielen Zuhörer beurteilte Wutzlhofer "als ein besonderes Zeichen der Verbundenheit mit unserer Stadt und Großgemeinde".

Thema Flüchtlinge


Vor seiner Zusammenfassung baulicher Maßnahmen griff er "ein allgegenwärtiges Thema" auf, dessen dahinter stehender Terror und die Geisteshaltung vielen Menschen auch in Vohenstrauß Angst mache oder zumindest Sorgen bereite: Millionen Menschen sind auf der Flucht. Normalität sei angezeigt, um dieses gute Miteinander in Vohenstrauß zu erhalten. "Aber: Wir müssen bei alldem aufpassen, dass wir nicht zu Sklaven unserer Angst werden, indem wir unsere eigene Freiheit präventiv einschränken. Und wir dürfen auch nicht ganze Bevölkerungsgruppen unter Generalverdacht stellen."

Neues Wohngebiet


Zum Gedenken an die Feldgeschworenen Herbert Hilburger und Andreas Meier, zweiten Bürgermeister und Ortssprecher Adolf Herrmann sowie Geschäftsleiter Rudolf Gottwald erhoben sich alle von den Plätzen. Der Ausbau der Bahnhofsstraße und die rege Nachfrage nach Baugrundstücken im neu zu schaffenden Wohngebiet waren dem Bürgermeister danach ein Anliegen. Spätestens in weiteren zwölf Monaten erwarte er ein "schnelles Internet" im Stadtgebiet. Die Erweiterung des Gewerbegebiets gründe im aktuellen Bedarf, nachdem "durch eine anstehende, sehr große Betriebserweiterung kaum noch kurzfristig erschließbare gewerbliche Flächen zur Verfügung stehen". Die Verhandlungen mit Eigentümern mit Grundstücken in Größe von insgesamt rund 55 000 Quadratmetern seien erfolgreich verlaufen.

Weitere Flächenausweisungen entlang der Waidhauser Landstraße in Richtung Braunetsrieth kündigte er an. Den noch vor einem Jahr bekannten "Sanierungsstau der in die Jahre gekommenen Infrastruktur" seien Taten gefolgt. Die Maßnahmen im Sportzentrum an Laufbahn und Sportanlagen hätten nach der Ankündigung "ernster Konsequenzen für die bauausführende Firma" vor wenigen Tagen eine Teilabnahme erbracht.

Rechtzeitig im Mai sei auch das Freibad in die Saison gestartet, wozu er die Steigerungsrate von "205 Prozent bei den Badegastzahlen" ergänzte. Nach über 17 Jahren sei zudem daran angrenzend der Bebauungsplan "Hinterm Freibad" anstelle der einst vorgesehenen Kleingartenanlage umgesetzt. Ein Großteil der Bauparzellen sei verkauft. Mit der Modernisierung des Spielplatzes im Winklergarten werde "nachdrücklich" die Bereitstellung attraktiver Plätze für die Kleinsten verfolgt. Die Umgestaltung der Bahnhofstraße könne im zeitigen Frühjahr beginnen.

Offener Prozess


Auch die Planung für die Neugestaltung der Hinterhofbereiche entlang der Langen Gasse sei mit dem städtebaulichen Berater abgeschlossen. Die weitere Entwicklung der Stadt sah Wutzlhofer als einen "offenen Prozess, für den wir einen langen Atem brauchen". Noch ein weiteres Thema war dem Bürgermeister wichtig: "Viele gesellschaftliche Höhepunkt haben ein großes Publikum begeistert. Dankbar erkenne ich an, was die vielen Menschen hierfür geleistet haben. Sie sind Vorbild für uns alle."

Wutzlhofer ließ noch einen "Wunschzettel für 2016" folgen. Darin hoffte er unter anderem auf einen Erhalt "dieses guten, konstruktiven, aber auch offenen und solidarischen Miteinanders in unserer Stadt", weiterhin Investitionstätigkeit, eine gute Lösung im Zusammenhang mit der Behördenverlagerung und dass sich die Verlegung der Rettungswache nach Lohma nicht nachteilig auswirke. Zweiter Bürgermeister Uli Münchmeier erwähnte die "gute Zusammenarbeit und die vielen fruchtbaren Kontakte zu unseren Kirchengemeinden, zu den Vereinen und Organisationen mit ihren unzähligen engagierten Ehrenamtlichen, zu den Firmen und Betrieben sowie zu unseren Partnerstädten". Geschäftsleiter Alfons Sier hatte mit einem "nicht ganz ernst gemeinten Gedicht" das Schlusswort.
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