Fußball
Die Vorfreude auf das Jahn-Gastspiel ist riesig

"Es soll möglichst nicht zweistellig werden und wir möchten ein Tor erzielen." Zitat: Ronny Tölzer über das Spiel gegen den SSV Jahn Regensburg
Sport
Vohenstrauß
23.06.2016
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In den Ligen getrennt, in den Farben vereint: Das Warten auf das Rot-Weiße Duell hat für die SpVgg Vohenstrauß endlich ein Ende. Das Spiel gegen Jahn Regensburg steht an.

Für die Mannschaft des neuen Trainers Ronny Tölzer ist der große Tag endlich gekommen. Drittliga-Aufsteiger SSV Jahn Regensburg ist im Vohenstraußer Sportzentrum zu Gast. Seit dieser Saison steht der gebürtige Chemnitzer am Spielfeldrand der SpVgg. Im Interview schildert er die Stimmung in seiner Truppe vor dem großen Match heute um 18.30 Uhr.

Am Donnerstag ist es endlich so weit. Ist die Vorfreude im Team schon spürbar?

Ronny Tölzer: Die Vorfreude ist natürlich riesig. Jeder Spieler macht sich Hoffnungen auf einen Einsatz. Man spürt aber auch die Anspannung bei den Spielern, weil jeder gerne spielen möchte.

Welche Erwartungen haben Sie an das Spiel?

Das Ziel ist es, dass wir uns teuer verkaufen. Der letzte Gegner hat 0:12 gegen Regensburg verloren. Es soll möglichst nicht zweistellig werden und wir möchten ein Tor erzielen. Das Spiel wird eine gute Möglichkeit dafür sein, die Defensive zu trainieren.

Im ersten Testspiel der SpVgg gab es eine 0:5-Niederlage gegen Gebenbach. Waren Sie enttäuscht oder sagen Sie: "Es war nur ein Testspiel"?

Eigentlich ist das Ergebnis viel zu hoch ausgefallen. Wir haben den Gegner in den eigenen Sechzehner gedrängt und uns defensiv stabil gehalten. Die ersten drei Tore müssen nicht unbedingt fallen, das war etwas unglücklich. Beim 0:4 hatten wir dann schon einige neue Spieler eingewechselt und ein neues System ausprobiert. Vorher hatten wir auch erst einmal trainiert, so dass das Ergebnis etwas täuscht.

Was ist es für ein Gefühl, über ehemalige Mitspieler und Freunde nun als Trainer zu "bestimmen"?

In Testspielen hat man den Vorteil, dass man viele Spieler einsetzen und viel probieren kann. Später (in Punktspielen) kann ich es mir schwer vorstellen, aber wir sprechen mit jedem Spieler darüber, wieso er dieses Mal nicht eingesetzt wird. Ich denke, dass sie dann auch Verständnis zeigen.

Bis zur letzten Saison waren Sie selbst als Spieler aktiv, ehe Sie eine Knieverletzung zum Karriereende zwang. War im Anschluss sofort klar, dass Sie Trainer werden wollen?

Natürlich hätte ich gerne weitergespielt, aber das war leider nicht möglich. Dass ich dann Trainer werde, war eher eine logische Konsequenz, weil ich in Vohenstrauß und Pleystein schon Jugendmannschaften trainiert habe. So war es klar, dass ich irgendwann als Trainer im Herrenbereich lande.

Wie kamen Sie zum Trainerjob in Vohenstrauß?

Es war ein schleichender Prozess. Die Vorstandschaft hatte entschieden, dass die Zusammenarbeit mit den bisherigen Trainern beendet wird. Die SpVgg kam dann auf mich zu und im Gespräch hat sich herausgestellt, dass wir uns sehr schnell einig waren. Es war natürlich von Vorteil, dass ich viele Spieler aus meiner aktiven Zeit und aus dem Training im Jugendbereich schon kenne und schnell starten kann.

Sie haben den Trainerjob vom langjährigen Coach Rainer Summerer übernommen. Haben Sie sich Tipps von ihm geholt?

Nein, es gab keinen Austausch. Während meiner einjährigen Verletzungspause habe ich mich bewusst zurückgezogen. So habe ich einen neutralen Blick auf den Verein und die Spieler gewonnen.

Welche Ziele haben Sie mit der SpVgg in der nächsten Saison?

Wir haben ein neues Spielsystem und wollen die Mannschaft offensiver ausrichten. Wie lange Spieler brauchen, um ein neues System umzusetzen, kann man nie genau sagen. Wir haben auch viele Neuzugänge, aber ich hoffe, es wird schnell gehen. Wir wollen schnell die Punkte für den Nicht-Abstieg sammeln.

Welche Veränderungen zur letzten Saison wird es mit Ihnen als Trainer geben?

Es wird einige Veränderungen in der Trainingsarbeit geben. Wir haben insgesamt drei Mannschaften und sechs Trainer, immer zwei pro Mannschaft. Der große Unterschied zur letzten Saison ist, dass wir im neuen Trainerstab versuchen, ab dieser Saison alle miteinander zu arbeiten. Ich hoffe, dass ich so auch der zweiten und dritten Mannschaft etwas beibringen kann und meine Spieler auch von den anderen Trainern und Spielern lernen.

Zur PersonRonny Tölzer wurde im sächsischen Chemnitz geboren. Nach dem Mauerfall kam er mit sieben Jahren nach Bayern und lebte zunächst in Tröbes bei Moosbach. Ab 1993 spielte er Fußball beim TSV Pleystein. Zwischenzeitlich war er zwei Jahre für den ASV Neustadt aktiv, kehrte aber im Anschluss nach Pleystein zurück. Dort sammelte der heute 33-Jährige erste Erfahrungen als Trainer im Jugendbereich. 2011 wechselte der Lehrer zur SpVgg Vohenstrauß. Dort war er Stammspieler und später Spielführer, bei der SpVgg trainierte Tölzer weiterhin Jugendteams. In der letzten Saison musste er wegen eines Knorpelschadens im Knie die Treter an den Nagel hängen. Anfang 2016 erwarb er die C-Trainerlizenz.


Es soll möglichst nicht zweistellig werden und wir möchten ein Tor erzielen.Ronny Tölzer über das Spiel gegen den SSV Jahn Regensburg
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