Kaum Veränderungen bei Neuwahlen
SpVgg knackt magische Marke

Uli Münchmeier (vorne, Mitte) kann bei der Spielvereinigung auf sein eingespieltes Team vertrauen. Ihm stehen Thomas Groß (vorne, Zweiter von rechts) und Rainer Gebert (vorne, Zweiter von links) als Stellvertreter zur Seite. Neuer Schriftführerim ist Dominik Hanauer (vorne, rechts). Bild: dob
Sport
Vohenstrauß
26.01.2016
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Die Spielvereinigung (SpVgg) verfolgt nicht nur mit einem brandneuen Imagefilm eine völlig neue Strategie. Trotz sehr erfolgreicher Jahre mit Trainer Rainer Summerer trennt sich der Fußballclub vom bisherigen Coach.

Zum Saisonende läuft der Vertrag aus, und die Verantwortlichen werden ihn nicht verlängern. Die SpVgg schlage mit einem neuen Trainerteam, bei der Sponsorengewinnung, mit einer neuen Homepage und dem Auftritt in den sozialen Netzwerken neue Wege ein, verkündete Vorsitzender Uli Münchmeier in der Jahreshauptversammlung in der Gaststätte des Sportzentrums.

Weiter in der Bezirksliga


Die erste Mannschaft spielt mittlerweile ihre vierte Bezirksliga-Saison in Folge. In der laufenden Runde liege das Team im Mittelfeld. Münchmeier war angesichts der sportlichen Erfolge der drei Herrenmannschaften sehr zufrieden. Ein weiteres erfolgreiches Bezirksliga-Jahr sei fest eingeplant. Der Sprecher dankte dem scheidenden Übungsleitern Summerer und Mario Neuber.

Voraussichtlich Mitte Februar werde das neue Trainerteam bekanntgegeben. Dieses müsse auf dem vom Verein eingeschlagenen Weg weitergehen, forderte der Vorsitzende. "Vor allem mit jungen Spielern aus der eigenen Jugend zu arbeiten, ist für uns alternativlos, auch wenn wir zwei zahlenmäßig schwächere A-Jugend Jahrgänge vor uns haben."

Über 3000 Euro steckte der Fußballclub in die Ausbildung für einen dezentralen C-Schein-Trainerlehrgang in Vohenstrauß, den fünf Betreuer absolvierten. Mit dem Posten des Jugendkoordinators, den Summerer innehat, soll eine weitere Verbesserung der Jugendarbeit einhergehen.

Der demografische Wandel werde die Vereine zu mehr Zusammenarbeit zwingen, blickte Münchmeier in die Zukunft. Rund 70 Spieler, die für die drei Herrenteams auflaufen, stellen den Verein immer wieder vor neue Herausforderungen. An manchen Trainingstagen stoße man mit den Kapazitäten der Plätze und Räume förmlich an die Grenzen.

Mit einer Umsatzsumme von rund 150 000 Euro sei die SpVgg ein mittleres Unternehmen#. Kassier Thomas Eiber legte das umfangreiche Zahlenwerk vor. Am Ende des Jahres könnten die Verantwortlichen trotz eines Minus von 618 Euro auf ein finanziell zufriedenstellendes Jahr zurückblicken.

Allerdings habe die eigene Bewirtschaftung der Gaststätte offenbar nicht den angepeilten Erfolg gebracht. 2015 seien die Besucherzahlen sogar rückläufig gewesen, gerade bei den Übertragungen von Fußballspielen. Trotzdem blieb ein Gewinn von rund 5000 Euro in der Kasse. Erfolgreich schrieben sich wiederum das Altstadtfest und der Weihnachtsmarkt in die Haben-Seite ein.

Die SpVgg überschritt erstmals die 500er Grenze und hat 502 Mitglieder. Davon sind 194 Kinder und Jugendliche sowie 103 Personen im Alter zwischen 19 und 29 Jahren. Elena Münchmeier ist mit 5 Monaten die Jüngste und Karl Weber mit 89 Jahren der Älteste. Einmütig beschloss die Versammlung die Erhöhung der Mitgliedsbeiträge um sechs Euro. Kinder zahlen ab diesem Jahr 18 Euro, Jugendliche 24 Euro und Erwachsene 45 Euro.

Bedingt durch die Sanierung der Tartanbahn durch die Stadt musste der Club lange Zeit Einschränkungen beim Spielbetrieb hinnehmen. Bürgermeister Andreas Wutzlhofer bat deswegen noch einmal um Verständnis. "Wir haben mit der Bahnsanierung regelrecht ins Klo gegriffen und die Firma hat uns buchstäblich verarscht." CSU-Fraktionsvorsitzender Josef Maier überreichte eine Spende seiner Partei. Stadt- und Kreisrat Johann Gösl hatte eine Spende der FDP/UWG-Fraktion dabei.

Ergebnis der Neuwahlen


Die Mitglieder sprachen Münchmeier und dessen Stellvertretern Thomas Groß und Rainer Gebert bei den Neuwahlen für weitere zwei Jahre ihr Vertrauen aus. Kassier bleibt Eiber. Neuer Schriftführer ist Dominik Hanauer. Der Ausschuss setzt sich wie folgt zusammen: Markus Ermer, Norbert Lukas, Andreas Mittelmeier, Karl Nößner, Gerhard Kellner, Thomas Prem, Florian Ram, Michael Riedl (neu), Sascha Haberkorn, Maximilian Gebert, Wolfgang Ertl (neu), Manuel Hanauer und Oliver Gruber (neu). Kassenprüfern sind Josef Zilbauer und Thomas Schieder (neu).

Kegler: Prekäre PersonalsituationNachdem auch die Kegelabteilung "Rot-Weiß" zur Spielvereinigung gehört, legte Spartenleiter Norbert Puff in der Jahreshauptversammlung ebenfalls einen Bericht vor. Allerdings könne man derzeit nicht von einer guten sportlichen Zeit sprechen.

Die erste Herrenmannschaft stand am letzten Spieltag auf einen Abstiegsplatz in der obersten Liga des Kreises Weiden und hätte in der neuen Saison in die Kreisklasse A antreten müssen. Durch die Neustrukturierung der Ligen sei der Abstieg aber abgewendet worden.

Gerade einmal 7 Kegler bilden den Kader, machte der Abteilungsleiter die prekäre Personalsituation deutlich. Mit 84 Mitgliedern stehe aber die 1967 gegründete Kegelabteilung finanziell solide da. Beim Altstadtfest unterstützten sie die Fußballer am Dotsch-Stand. (dob)
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