Rollski
Licht und Schatten

Mit einer beeindruckenden Aufholjagd sicherte sich Georg Breu die Deutsche Meisterschaft im Roll-Ski. Für seine Teamkameraden endeten die Wettkämpfe weniger erfreulich. Bild: hfz
Sport
Vohenstrauß
11.06.2016
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Radeburg. Die Deutsche Rollskimeisterschaft stand für das Solestar Racingteam/TV Vohenstrauß unter einem ungünstigen Stern. Seriensieger Georg Breu (AK 51) wiederholte zwar seinen Vorjahressieg in einem an Spannung nicht zu überbietenden Rennen, Franz Wolf (AK 41) allerdings musste sein Rennen nach einem Stockbruch beenden. Für Stefan Ritzka (AK 41) endete das Rennwochenende sogar im Krankenhaus.

Im Prolog lief für die Oberpfälzer Athleten noch alles perfekt. Breu siegte und Stefan Ritzka kam mit Tuchfühlung zur Spitze als Dritter ins Ziel. Auch Franz Wolf wahrte mit dem 9. Platz die Chancen für ein Topergebnis in der Verfolgung, in der letztendlich die deutschen Meister ermittelt wurden.

Georg Breu bewies einmal mehr, dass er in Sachen Lauftechnik, Cleverness und Taktik einer der besten Läufer seiner Altersklasse in Deutschland ist. Denn pünktlich zum Start setzte Gewitterregen ein, der die Strecke sofort extrem rutschig machte. Eine Reihe von Stürzen war die unerfreuliche Folge, die aber alle glimpflich ausgingen. Bei stellenweise zwei Zentimeter hohem Wasser auf der Straße war ein sturzfreies Umrunden der Strecke fast unmöglich. Breu ließ seine Konkurrenten vorbeiziehen, versuchte aber wenigstens Sichtkontakt zu halten. Drei Kilometer vor Schluss hörte der Regen auf und Breu begann seine furiose Aufholjagd. In der letzten Runde schaffte er den Anschluss, holte sich an einem Anstieg 500 Meter vor dem Ziel seine Führung wieder zurück und gab diese bis zum Schluss nicht mehr ab.

In der AK 41 machte sich Ritzka berechtigte Hoffnung auf Platz zwei, denn der Prologzweite ging lediglich neun Sekunden vor ihm in die 21 Kilometer lange Verfolgung. Und es kam zunächst sogar noch besser: Stefan Ritzka schloss zur Spitzengruppe auf und fuhr um den Titel mit, ehe das Schicksal seinen Lauf nahm. Ein vor ihm liegender Läufer bremste in einer Abfahrt unerwartet so stark ab, dass Ritzka nicht mehr ausweichen konnte und mit Prellungen, Schürf- und Platzwunden im Krankenhaus ärztlich versorgt werden musste.

Wenigstens nur materieller Schaden resultierte aus Franz Wolfs Rennen. In der Verfolgungsgruppe in Führung liegend und um Platz fünf fightend, wurde er in einer Kurve abgedrängt und fädelte mit dem Stock in einen Kanaldeckel ein. So musste auch er die Heimreise ohne zählbaren Erfolg antreten.
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