Schützenvereine tagen in Vohenstrauß
"Keine Reform der Gaue"

Schützenmeister Stefan Brandmiller (hinten, Mitte) sowie seine Stellvertreter Anton Hirnet (links) und Josef Bäumler nahmen Johann Seiler aus Moosbach, den Pleysteiner Josef Pflaum und Josef Müller aus Lennesrieth (vorne, von links) in der Gaugeneralversammlung in die Riege der Ehrenmitglieder aufgenommen. Bild: dob
Sport
Vohenstrauß
27.01.2016
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In der Gaugeneralversammlung im Vohenstraußer Schützenhaus verabschiedete sich der langjährige Bezirksschützenmeister Roland Roith, der bei der anstehenden Wahl im April nicht mehr kandidiert. Dabei hatte er ein dickes Lob für die Vereine.

Er zollte dem Sportschützengrenzgau größten Respekt, denn dieser sei einer der wenigen Gaue, in dem sich alle Vereine aktiv im Schießsport beteiligen. "Es bereitete mir immer viel Freude und Spaß, hierher zu kommen", anerkannte Roith.

Neuwahlen in Pleystein


Die Neuwahl ist beim Bezirksschützentag am Samstag und Sonntag, 16. und 17. April, in Pleystein, nachdem die Schützengesellschaft 1516 in der Rosenquarzstadt 500-jähriges Bestehen feiert. Der 90. Geburtstag des Sportschützengrenzgaus Vohenstrauß geht am Samstag, 14. Mai, im Schloss Friedrichsburg mit einem Ehrenabend über die Bühne.

Gauschützenmeister Stefan Brandmiller bedauerte, dass mit Gauehrenmitglied Alfred Pühler aus Waldthurn und kurz darauf auch mit Gaukassenrevisor Hermann Opitz zwei verdiente Mitglieder starben. Die Mitgliederzahl sank auf 3046, im Vorjahr waren es noch 3054. Diese teilen sich in 2694 Schützen, 152 Junioren, 101 Jugendliche und 99 Schüler auf. Stolz war Brandmiller trotzdem, dass die Junioren um acht Schützen vergrößert wurden.

Thomas Menzel legte den Teilnehmern das neue Verwaltungsprogramm des Bayerischen Sportschützenbunds (BSSB) ans Herz. "Es wird keine Reform der Gaue geben", informierte Roith. Außerdem stehe am 1. Januar 2017 eine moderate Beitragserhöhung von 1,70 Euro an. Diese soll am 8. Mai beim Bayerischen Schützentag von den Delegierten endgültig beschlossen werden.

Gausportleiter Florian Frischmann erinnerte an die sportlichen Ereignisse. Leider traten bei der Gaumeisterschaft nur 312 der 377 gemeldeten Schützen an. Rundenwettkampf-Obmann Christoph Baier sagte, dass sich die Onlinemeldungen mittlerweile bewährt hätten. Probleme gebe es dagegen beim Rundenfernwettkampf. Meldungen die zukünftig zu spät einträfen, würden nicht mehr in die Wertung aufgenommen.

Aufwendiges Amt


Baier kündigte schon jetzt die Aufgabe seines Amts an, damit ein Nachfolger gesucht werden könne. Vielleicht trete ja sogar einer aus den Reihen seiner größten Kritiker an, dann könne sich dieser selbst überzeugen wie aufwendig diese Aufgabe sei. Andreas Krös erwähnte das gute Abschneiden beim Oberpfalzpokal im Schießzentrum Höhenhof, an dem sich alle sechs Gaue im Bezirk beteiligten. Der Sportschützengrenzgau Vohenstrauß nahm nach dem mächtigen Donaugau den zweiten Platz ein.

Gauschatzmeister Herbert Liebl legte einen zufriedenstellenden Bericht vor, den die Revisoren Anton Hanecker und Robert Irlbacher bestätigten. Am Samstag, 5. März, gibt es beim Schützenverein "Edelweiß" einen Waffensachkundelehrgang. Die Grüße des Landkreises und der Stadt Vohenstrauß überbrachte Bürgermeister und Kreisrat Andreas Wutzlhofer. (Im Blickpunkt)

Drei vortreffliche Motoren

Vohenstrauß. (dob) Gauschützenmeister Stefan Brandmiller nahm mit seinen Stellvertretern Anton Hirnet und Josef Bäumler die Ernennung verdienter Mitglieder in den Gauehrenstand vor. Josef Müller vom Verein "Bayerntreu" Lennesrieth war zunächst von 1958 bis 1960 Schriftführer. Anschließend übernahm er bis 1988 Verantwortung als zweiter Schützenmeister, bevor er dann bis 2003 das Amt des ersten Schützenmeisters ausübte. Somit sei Müller seit Jahrzehnten für den Verein tätig und erwarb sich auch beim Bau des Schützenhauses Verdienste.

Josef Pflaum von der Schützengesellschaft 1516 Pleystein war von 1967 bis 1978 stellvertretender Schützenmeister und von da ab bis 2005 an vorderster Front erster Schützenmeister. Vor allem der Umbau des Sport- und Schützenheims 2001 lief unter anderem unter seiner Federführung.

Ebenfalls in die Riege der Ehrenmitglieder im Sportschützengrenzgau wurde Johann Seiler von der Schützengesellschaft 1925 Moosbach aufgenommen. Zwar übte Seiler kein offizielles Amt aus, doch er sei über Jahrzehnte für die Schützen in allen Belangen eine wichtige Stütze gewesen. "Ich brauche kein gewähltes Amt und bin immer für euch da", lautete sein stetes Versprechen. "Du warst in der Marktgemeinde bei den Schützen ein Motor", würdigte Brandmiller den Senior.
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