Sportzentrum Vohenstrazuß
Neue Mängel entdeckt

Die festgestellten Mängel an der neuen Tartanbahn im Sportzentrum sind noch immer nicht von der bauausführenden Firma erledigt worden. Jetzt ist wieder ein Gutachter damit beschäftigt die Mängel zu dokumentieren. Durch den Einbehalt der Schlussrate hofft die Stadt Druck ausüben zu können. Die Maßnahme kostete über eine halbe Million Euro.
Sport
Vohenstrauß
09.06.2016
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Die Sanierung der Laufbahn und der Leichtathletik-Anlagen im Sportzentrum gehörten 2016 zu den größten Einzelmaßnahmen im Vohenstraußer Haushalt. Sie sind aber auch Teil einer unendlichen Geschichte.

Vor allem den Schulen sowie den boomenden Leichtathletik-, Triathlon- und Laufgruppen des Turnvereins sollten durch die Sanierungsmaßnahme neue sowie bessere Trainings- und Wettkampfmöglichkeiten geboten werden, sagte Bürgermeister Uli Münchmeier in der TV-Jahreshauptversammlung. Leider seien aber bisher die Abschlussarbeiten noch nicht zur allgemeinen Zufriedenheit erledigt.

Er hoffte, dass die Einbehaltung der Schlussrate durch die Stadt auf die zuständige Baufirma weiter Druck ausübe. Der TV habe außerdem noch einige bereits besprochene Nachbesserungswünsche, die eventuell noch erfüllt werden könnten. Münchmeier wollte dem Stadtrat nicht vorgreifen. Die neu entdeckten Mängel werden nun ein weiteres Mal durch einen Gutachter dokumentiert und müssen behoben werden. Für die Generalsanierung der Leichtathletik-Anlagen dankte Vorsitzender Klaus Nigg ganz besonders dem Bürgermeister und den Stadträten. Athleten und Läufer fänden ab sofort wieder optimale Voraussetzungen zu den Trainingseinheiten vor. Ein erster Test war der TV-Sportabzeichentag am Mittwoch.

Gut gewirtschaftet


In Vertretung von Schatzmeister Josef Pflaum informierte Ehrenvorsitzende Marlis Bauer über die Finanzen. "Der Verein hat sehr gut gewirtschaftet", attestierte sie. Keine Beanstandungen kamen von den Kassenprüfern Franz Wolf und Gabriele Buchbinder. Thema jeder Vorstandssitzung sei der Liftbetrieb im Ski- und Snowboardzentrum am Fahrenberg gewesen. Wichtige Umbauarbeiten wurden im Herbst getätigt. Im unteren Liftbereich sei ein Ausstieg errichtet worden und die Hecke zwischen Liftspur sowie Piste größtenteils entfernt.

Liftbetrieb weiter möglich


Obwohl wettertechnisch nur der halbe Hang beschneit werden konnte, war dennoch Skibetrieb möglich. Die Kinder waren jedenfalls von der "halben" Piste begeistert, berichtete Nigg. Der Verein habe nur positive Rückmeldungen erhalten. Die Skisaison startete am 5. Januar, ab 16. Januar war die komplette Abfahrt befahrbar. Allerdings war bereits am 31. Januar Schluss. Die Kosten sind gedeckt, so dass der Liftbetrieb in der neuen Saison wieder möglich ist, stellte der TV-Chef in Aussicht.

Investitionen könnten aber keine getätigt werden, nahm er diesbezügliche Hoffnungen. Nachdem die Wintersaison in den vergangenen Jahren immer kürzer wurde und in den zurückliegenden drei Wintern die Betriebszeit sehr rückläufig war, fehlten dem Verein wichtige Einnahmen. Auf Dauer könne der Skilift nur betrieben werden, wenn sich auch die Betriebstage wieder erhöhten, machte Nigg deutlich. Noch im Juni soll es deswegen ein Workshop zu diesem Thema geben. Sein Dank ging in diesem Zusammenhang an Ehrenmitglied Hans Baierl, Albert Wüst und Andreas Gmeiner sowie die anderen Helfer, die mit viel Engagement wieder eine top Piste präpariert hatten.

Wir-Gefühl


Egal, wie groß oder klein der Baustein zum Erfolg des TV im zurückliegenden Jahr war, das Gesamtbild müsse stimmen, gab Nigg sein Bemühen aus. Ohne die kostenlose Überlassung der Sportstätten und die finanzielle Unterstützung wäre vieles nicht mehr möglich. Die Kinder- und Jugendarbeit sei eines der bedeutendsten Tätigkeitsfelder des TV, die Übungsleiter leisteten auf diesem Gebiet hervorragende Arbeit. "Sie vermitteln ein Wir-Gefühl, und das macht stark", versicherte Nigg.
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