30 Jahre Jugendfeuerwehr Oberlind
Viele Erfahrungen fürs Leben

Die bisherigen Jugendwarte der Oberlinder Wehr schreiben seit 30 Jahren Feuerwehrgeschichte. Kreisbrandmeister Markus Kindl (Zweiter von rechts) stand selbst zehn Jahre an der Spitze der Jugend. Vorsitzender Herbert Zitzmann (links) dankte den Männern für den Einsatz. Seit vergangenem Jahr hat Michael Kellner (Dritter von links), den Nachwuchs unter seiner Fittiche. Bild: dob
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Vohenstrauß
27.05.2016
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Teamarbeit ist das erste, was Jugendliche nach ihrem Eintritt in die Feuerwehr lernen. "Es kommt nicht darauf an, persönliche Höchstleistungen zu bringen, sondern in einer Gruppe von ganz unterschiedlichen Menschen und Fähigkeiten das Beste für die Allgemeinheit herauszuholen", weiß Kreisbrandmeister Markus Kindl.

Oberlind. Er hat den Feuerwehrdienst von der Pike auf gelernt. Bei den Kindls gehört die Feuerwehr zur Familientradition, denn Markus Kindls Vater Michael war selbst Feuerwehrkommandant und ist mittlerweile Ehrenkommandant. So wuchs der junge Mann ganz selbstverständlich von Kindesbeinen an in den Feuerwehrdienst hinein und übernahm von 1996 bis 2006 Verantwortung als Jugendwart.

Es muss Spaß machen


Zum 30-jährigen Bestehen der Jugendfeuerwehr hatte Kindl alle ehemaligen Jugendwarte ins Gerätehaus zu einer kleinen Feier eingeladen. Als die Gruppe 1986 ins Leben gerufen wurde, schrieb sich Berthold Kellner als erster Jugendwart in die Geschichte der Feuerwehr ein, die damals 105 Jahre alt war. Die Jugendwarte vermitteln dem Nachwuchs die wichtigsten Aufgaben einer Feuerwehr. Dabei dürfen aber Spiel und Spaß niemals zu kurz kommen, sind sich alle Verantwortlichen einig, die gerne ihre positiven Erfahrungen als Feuerwehrdienstleistender an die Jüngeren weitergeben. Spaß muss es auch den Ausbildern machen, ansonsten sind die Bemühungen umsonst.

Kindl übernahm damals das Zepter von Peter Meier, der die Gruppe in Oberlind von 1988 bis 1996 führte, nachdem Berthold Kellner bereits nach zwei Jahren an der Spitze das Amt zur Verfügung gestellt hatte. Meier übergab nach acht Jahren Leitungsaufgaben an Kindl, der sich zehn Jahre einbrachte. Anschließend setzte sich Wolfgang Braun zwei Jahre für die Jugendlichen ein. Für weitere zwei Jahre stand Michael Kopp der Jugendmannschaft vor.

Vor sechs Jahren war die Zeit für Johannes Bayerl reif, der die Aufgaben des Jugendwarts schließlich 2015 an Michael Kellner weiterreichte. Zu seinen Aufgaben gehört es in erster Linie, wie für seine Vorgänger, die Feuerwehranwärter in den Übungen auf die künftigen Einsätze vorzubereiten und das in den Lehrgängen gelernte zu vertiefen. Außerdem bereiten die Jugendwarte die Nachwuchskräfte auf die Prüfungen für das Bayerische und Deutsche Jugendleistungsabzeichen vor. Daneben gehören auch die jährlichen Wissenstests oder die Jugendwettkämpfe im Landkreis zu ihrem Lehrplan.

Anderen Menschen helfen


Einmal im Jahr kommen alle Jugendwarte der Region in der Kreisstadt Neustadt zur Versammlung und zum Austausch zusammen. Kindl ist wie seine Mitstreiter überzeugt, dass Jugendliche in den Feuerwehren viele Erfahrungen für das Leben gewinnen. Besonders das Gemeinschaftsgefühl und das Bedürfnis, anderen Menschen zu helfen, stehen in der Rangliste ganz oben.
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