Absolventen der Realschule Vohenstrauß überzeugen mit hundertprozentiger Quote
Gipfelstürmer

Alle Teilnehmer der Bestenförderung legten ihren Mittleren Bildungsabschluss auch in Tschechisch ab. Dafür erhielten sie einen Sonderapplaus. Bild: dob
Vermischtes
Vohenstrauß
24.07.2016
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Realschuldirektor Dr. Andreas Meier (rechts) würdigte mit stellvertretender Landrätin Margit Kirzinger (links) die Schulbesten. Von links: Christina Schmid, Daniela Herrmann, Anna-Lena Rückerl, Stefanie Rösch und Saskia Kleber. Bild: dob

Vor sechs Jahren haben 98 Mädchen und Buben mit mehr oder weniger bangen Blicken die Realschule begonnen - am Freitag verließen 95 junge Menschen ausgestattet mit viel Wissen sowie mit großem Selbstbewusstsein die Bildungsstätte.

Hinter den Realschülern liegt ein ganzer Berg an Lernzielen und Lerninhalten, den sie bezwungen haben. Direktor Dr. Andreas Meier baute diesen Berg noch einmal mit dem gesammelten Wissensbänden symbolisch nach. "Dahinter verbergen sich zudem die ungezählten Fertigkeiten, die zum Erwerb und zur Verarbeitung dieses Wissens notwendig waren und die ihr in eurem weiteren Leben dringend benötigen werdet", sagte der Realschulleiter bei seiner Abschiedsrede im Atrium der Schule.

"Bildung für den Verstand ohne Bildung fürs Herz ist keine Bildung", wusste schon der griechische Philosoph Aristoteles vor mehr als 2000 Jahren. Schule dürfe nicht nur einseitig auf einen, wenn auch wichtigen Aspekt des Lebens, beschränkt sein, widersprach Dr. Meier aus seiner Sicht einer von vielen immer wieder geforderten noch stärkeren Berufsbezogenheit. Vielmehr müsse Schule Hilfestellungen für das Leben als Ganzes bieten und ein wichtiger Schritt in Richtung Persönlichkeitsbildung sein.

Angekommen in der Realität des Lebens, werden die Absolventen aber rasch merken, dass der jetzt erreichte Gipfel nur eine erste Kuppe war, hinter der sich der Weg zu weiteren Gipfeln bisher verbarg. Heute sollten die Entlass-Schüler den Glücksmoment auskosten.

Stellvertretende Landrätin Margit Kirzinger ging auf das lebenslange Lernen ein. Wenn sich auch heute die Wege des großen Freundeskreises trennten und die Berufsausbildung schon warte: Lernen sei nie vorbei. Die Zukunft halte aber derzeit gute Chancen für die Schulabgänger bereit. "Die Gesellschaft braucht euch", sagte sie in Bezug auf das Vereinsleben. "Gestaltet eure Heimat mit."

Vorfreude und Erleichterung spürte zweiter Bürgermeister Uli Münchmeier in vielen Gesichtern des Entlassjahrgangs auf. Wenngleich er betonte: "Büffeln lohnt sich, die Anstrengungen in Bildung zu investieren, zahlen sich aus." Otto Janner vom Elternbeirat sprach von einem Etappenziel. Schülersprecherin Christina Schmid brachte die erlebten Höhen und Tiefen, die schlaflosen Nächte, aber auch das gemeinsame Ziel, den Abschluss zur Mittleren Reife zu schaffen, ins Spiel. Jetzt wollen die Realschüler das nächste Kapitel ihres Lebens einläuten, den eigenen Träumen folgen und sich nicht beirren lassen.

Riesenapplaus erhielt Sängerin Eva-Maria Walbert mit der Schulband beim Hit "Schware Partie", den sie am Ende auf Dr. Meier umtexteten. "Den wahren Künstler erkennt man an der Improvisation", lobte der Schulleiter, bevor er die Zeugnisübergabe mit der Bestenförderung in Tschechisch einleitete. Alle Teilnehmer hatten bestanden: Verena Ach, Simon Bauriedl, Theresa Berger, Franziska Bierler, Sophie Deinl, Florian Frank, Greta Gabriele, Anna Hanauer, Theresa Hanauer, Daniele Herrmann und Johannes Kleber. Genauso wie Saskia Kleber, Lukas Koller, Lorenz Niederl, Larissa Sauer, Sabrina Schieder, Elena Schmauß, Anna-Lena Theiß, Lea Weig, Lisa Winderl und Carmen Wührl.

Ausgezeichnete Schüler95 Schüler der 10. Klassen haben sich der Abschlussprüfung unterzogen, alle 95 haben bestanden. Somit glänze der Jahrgang heuer mit einer hundertprozentigen Quote. Der Gesamtnotendurchschnitt liegt bei 2,3. Insgesamt haben 23 Abschluss-Schüler (24,7 Prozent) einen Notendurchschnitt mit einer Eins vor dem Komma geschafft. Mit 2,0 oder besser schnitten 32 Prozent aller Absolventen ab.

Anna-Lena Rückerl erhielt von der Deutsch-Französischen Gesellschaft Regensburg den Saint-Exupéry-Preis für außerordentliche Leistungen in der 10. Klasse der Realschule im Fach Französisch. Schulbeste im Fach Rechnungswesen wurde Johanna Lang, Lorenz Niederl und Christina Schmid (Deutsch), Kerstin Frischholz (Englisch), Daniela Herrmann (Mathematik und Tschechisch) sowie Nico Bäumler (Physik).

Zu Klassenbesten kürte Dr. Meier Jonas Kick (1,82), Daniela Herrmann (1,08), Stefanie Rösch (1,25) und Christina Schmid (1,36). Schulbeste wurden Daniela Herrmann aus Pleystein (1,08), Stefanie Rösch aus Altenstadt (1,25), Saskia Kleber aus Eslarn (1,33), Christina Schmid aus Vohenstrauß (1,36) und Anna-Lena Rückerl aus Roßtränk (1,45). Doch Meier richtete seinen Blick auch auf jene Schüler, die den Realschulalltag mit außergewöhnlichen Leistungen bereichert hatten.

Deswegen zeichnete er auch die Tutoren, alle musikalisch engagierten Schüler und die Theaterdarsteller aus. Besonders in musikalischer Hinsicht habe Eva-Maria Walbert die Schule geprägt. "Du wirst uns fehlen", bekannte Dr. Meier. Kerstin Frischholz und Fabian Dietl bekamen ebenfalls ein Extra-Lob. (dob)
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