Adventsfeier der Krebsselbsthilfegruppe
Immer ein Mensch an der Seite

Die fast 93-jährige Johanna Fischer (Fünfte von links) trug bei der Adventsfeier der Krebsselbsthilfegruppe die Weihnachtsgeschichte "Die etwas andere Krippe" vor. Bild: dob
Vermischtes
Vohenstrauß
23.12.2015
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"Stell dir vor, es ist Weihnachtszeit, stell dir vor es schneit. Überall ist Frieden und vorbei ist alles Leid", sang Rudi Hilburger und spielte mit der Zither bei der Adventsfeier der Krebsselbsthilfegruppe im Rotkreuzhaus. An diesem frühlingshaften, sonnigen Sonntag brauchte es wahrlich Vorstellungskraft für weihnachtliche Gefühle.

Hilburger schob nachdenkliche Zeilen unter dem Motto "Drum is d'Welt niad verlor'n" hinterher. Diesmal waren die Reihen zwischen den Teilnehmern etwas lichter als sonst, weil etliche Mitglieder krank waren, informierte Leiterin Lotte Hofmann und schickte Grüße ans Krankenbett. Sie erinnerte ebenso an Helga Stahl und Anneliese Halusa, die die Gruppe heuer verlor.

Menschliche Grenzen


Dekan Alexander Hösl ging auf die Zeilen Hilburgers ein, der darin in hervorragender Weise die Botschaft der Bibel zusammengefasst habe. In jedem Leben gebe es immer wieder Tiefpunkte und man werde an menschliche Grenzen geführt. Deswegen seien Zweifel erlaubt. In Kurtmartin Magieras Geschichte "Nachdenken Josefs" zeigte der Geistliche auf, dass auch dem Zimmermann Zweifel mit dem Glauben plagten.

Den Mitgliedern der Krebsselbsthilfegruppe wünschte er stets Menschen zur Seite, die ihren Lebensweg begleiten. In Hofmann hätten sie ja schon einen solchen Menschen an ihrer Seite, der sie zu verschiedenen Anlässen abhole, auf andere Gedanken bringe und die Kranken auf ihrem oft beschwerlichen Lebensweg stärke.

"Mach's wie Gott - werde Mensch", sagte der evangelische Stadtpfarrer Peter Peischl. Er wünschte den Kranken ein hoffnungsbringendes Weihnachtsfest, an dem trübe Gedanken Trost finden mögen. Die Gruppe soll sich auch im kommenden Jahr wieder in gewohnter Weise treffen. Seine tiefe Verbundenheit zur Gruppe beweise Bürgermeister Andreas Wutzlhofer alljährlich mit seiner Mitfeier, hob er hervor. Die Frauen sollten in der Gruppe in den schlimmsten Zeiten ihres Lebens viel Hoffnung erfahren. Vor allem Hofmann dankte er für die unendlich große Zuwendung, die sie den Mitgliedern und den Senioren während des Jahres schenke, trotz ihrer eigenen Last, die sie mit ihrem schwersterkrankten Ehemann Heinz seit geraumer Zeit zu schultern habe.

Das Stadtoberhaupt wünschte ein ruhiges und von Gott gesegnetes Weihnachten und für 2016 stabile Gesundheit, dann stehe einem Wiedersehen im kommenden Jahr nichts im Wege. Mit der Geschichte "Die etwas andere Krippe" beschenkte die fast 93-jährige Johanna Fischer die Teilnehmer, bevor der Nikolaus (Hans Kellner) mit seinem Engelchen (Julius Kellner) an die Tür klopfte und aus seinem goldenen Buch berichtete.

Viel Lob


Mit viel Lob überhäufte er Leiterin Hofmann, denn ihr sei es zu verdanken, dass es diese Selbsthilfegruppe gebe: "Manche Menschen wissen nicht, wie wichtig es ist, dass sie da sind. Wie gut es ist, sie zu sehen. Wie tröstlich ihr Lachen wirkt. Wie wohltuend ihre Nähe ist. Wie viel ärmer wir ohne sie wären und dass sie ein Geschenk des Himmels sind." Außerdem stieß auch Altbürgermeister Josef Zilbauer zur Gruppe.
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