Aktion "Kunststoffe - Segen oder Fluch?" gestartet
Plastikfasten

Die Sprecherin des Pfarrgemeinderats Roggenstein, Birgit Gösl (links), und ihre Kollegin Nikola Wolfrath wollen möglichst viele dazu bewegen, an der Aktion "Kunststoffe - Segen oder Fluch?" teilzunehmen. Bild: dob
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Vohenstrauß
01.03.2016
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Kaimling. Ein Leben ohne Plastik ist für viele Verbraucher nicht mehr vorstellbar. Doch es geht auch anders. Eine außergewöhnliche Fastenaktion unter dem Motto "Kunststoffe - Segen oder Fluch?" hat nun der Roggensteiner Pfarrgemeinderat gestartet.

Damit werde man den Plastikmüll nicht ganz aus dem Haushalt verbannen können, aber zumindest eine Einschränkung sollte erreicht werden, sagte Nikola Wolfrath. Sie versuchte beim Pfarrfamilienabend im Schulhaus noch mehr Teilnehmer für die Aktion zu gewinnen. Allein der Umwelt zuliebe sollte jeder Einzelne sein Bewusstsein schärfen. Der Pfarrgemeinderat hat das Konzept ausgeklügelt. Die Bürger können auf Mitmach-Bögen Smileys für ihre guten Taten vergeben und ihre Einsparungen sichtbar machen. Am Ende gibt es sogar kleine Überraschungen, informierte Wolfrath.

Hoher Energieverbrauch


Jeder Mensch in Deutschland verbrauche im Durchschnitt 117 Kilogramm Kunststoffe im Jahr. Ein Drittel davon seien Verpackungen, wusste das Pfarrgemeinderatsmitglied, die sich mit Sprecherin Birgit Gösl für die Aktion besonders stark macht. Die schöne bunte Plastikwelt verbrauche eine Menge Energie und Ressourcen. Gelangen Kunststoffe unkontrolliert in die Umwelt, werde ihre enorme Haltbarkeit zum Problem, gab Wolfrath zu bedenken.

Seit Jahrzehnten gelangen Kunststoffabfälle in großen Mengen ins Meer - mit lange unterschätzten Folgen für die Nahrungskette. "Lassen sie keine Kunststoffartikel in der Natur zurück und verzichten sie auf Körperpflegemittel und Kosmetika, die zum Beispiel Polyethylen oder Polyamid enthalten", appellierte Wolfrath.

Auf der Liste des Pfarrgemeinderats zum Plastikfasten stehen Tipps wie Joghurt und Getränke nur in Glasflaschen zu kaufen an erster Stelle. Außerdem: Keine Einwegtüten sondern lieber einen Korb oder eine Jutetasche benutzen oder Käse, Wurst, Obst und Gemüse offen erwerben, Waschmittel dem im Karton den Vorzug geben und Groß- oder Nachfüllpackungen zu kaufen. Ein Stück Seife sei ebenfalls besser als die Flüssigseife im Plastikbehältnis, und auch Geschirrspülmaschinen-Mittel als Pulver ist den einzeln verpackten Tabs vorzuziehen.
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