Arbeiterwohlfahrt Vohenstrauß
Viel mehr Platz für Pflege

Für die Tagespflegeeinrichtung, einem bisher wohl größten Investitionsprojekt der Arbeiterwohlfahrt, nahmen die Spatenstich-Teilnehmer gerne die Schaufel in die Hand. Josef Regers (rechts) Bauarbeiter werden die Arbeiten mit schwerem Gerät erledigen. Bürgermeister Andreas Wutzlhofer (Zweiter von links) lobte den Weitblick des AWO-Ortsverbands mit Vorsitzender Karin Gesierich (Dritte von links). Bild: dob
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Vohenstrauß
31.05.2016
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Eine Tagespflegeeinrichtung und neue Büroräume sind das größte Bauprojekt der Vohenstraußer Arbeiterwohlfahrt (AWO). Nun erfolgte der Spatenstich.

Die rund 700 000 Euro teuere Maßnahme habe Modellcharakter in der Stadt, sind sich alle Verantwortlichen sicher. Wird der Zeitplan eingehalten, soll bereits im kommenden Jahr der Betreuungsbetrieb starten.

Schnell bewilligt


Im September 2015 hatte Sozialstationsleiterin sowie AWO-Orts- und Kreisvorsitzende Karin Gesierich den Bauantrag gestellt, der innerhalb kürzester Zeit bewilligt wurde. Bürgermeister Andreas Wutzlhofer gestand am Montag, dass er von dem Vorhaben relativ überrascht gewesen sei. "Wieder einmal beweist die AWO Weitblick und stellt sich der veränderten Pflegesituation der Generationen auf einem ganz wichtigen Sektor", lobte der Stadtchef.

Immerhin würden mit dem Neubau mehr als 1600 Kubikmeter umbauter Raum errichtet. "Das ist keine kleine Erweiterung, und hier wird vor Ort von der AWO eine stolze Summe investiert." Nicht zu vergessen seien die Arbeitsplätze, die zusätzlich geschaffen würden. "Ihr habt einen schönen mittelständischen Betrieb", meinte Wutzlhofer.

Den Regen, der kurz vor dem Spatenstich fiel, bezeichnete der Rathauschef als Sinnbild des Erfolgs, denn der Segen komme von oben auf den Erweiterungsbau. "Der AWO-Ortsverein ist seit jeher auf dem Sektor der Nächstenliebe unterwegs." Wichtige Einrichtungen der Stadt wie die Tafel oder der Second-Hand-Laden "Brauchbar" gehen unter anderem auf die Initiative der AWO zurück.

Seit dem Einzug in die Sozialstation am Braunetsriether Weg hätten sich die Angestellten und Betreuungsfachkräfte verdreifacht, informierte Gesierich. Derzeit würden 115 Pflegebedürftige betreut - Tendenz steigend. "Wir spüren den demografischen Wandel." Doch die Spitze sei noch längst nicht erreicht. Immer mehr Patienten, aber auch Angehörige, würden eine Tagespflege fordern und annehmen. Die Vergrößerung der Betriebsräume sei logische Konsequenz und längst überfällig. Gesierich dankte dem Vorstand, der sämtliche von ihr angestoßenen Projekte mitgetragen habe, sowie ihrem engagierten Mitarbeiterteam. Mit der Kommune seien bei etwaigen Problemen immer pragmatische Lösungen gesucht worden. Die Leiterin der Sozialstation ist zuversichtlich, dass dies auch in Zukunft so bleibt. Das Miteinander sei stets zum Wohle von Vohenstrauß und im Sinne der Bürger geschehen.

"Wir sind stolz", bekannte Vorstandsmitglied Ernst Schubert. Vor allem, dass mit dem Tagespflegeheim ein Bereich in Angriff genommen werde, den es innerhalb der Großgemeinde zum ersten Mal gebe. Bedenken der Führungsriege bei den einen oder anderen Modellprojekten habe Gesierich immer erfolgreich zerstreut.

Josef Schmid sah in den bald größeren Personalräumen ein "großes Zufriedenheitspotenzial für die Mitarbeiter". Die Angehörigen würden immer älter, und die jungen Nachkommen hätten zu kämpfen, den Lebensunterhalt sowie das Jahresauskommen zu erarbeiten. Deswegen sehe er einen riesigen Bedarf in der Tagespflege.

Ausmaß bereits sichtbar


Die Baufirma Reger hat die Humusschicht auf dem Areal schon weggeschoben. Das gesamte Ausmaß der Baumaßnahme ist bereits sichtbar.
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