Ausbildungswochenende der Feuerwehr Altenstadt
Fast ohne Pause im Rettungseinsatz

Viel Löschschaum war im Spiel, als in der Fiedlbühlstraße ein Linienbus brannte. Die Jugendlichen sollten beim Feuerwehr-Ausbildungswochenende möglichst reale Bedingungen für ihre Übungszwecke vorfinden. Kommandant Klaus Rupprecht (links) beobachtete den Ablauf in sicherer Entfernung. Bild: dob
Vermischtes
Vohenstrauß
28.10.2016
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Bei strömendem Regen rücken die Nachwuchskräfte der Feuerwehr Altenstadt zu einem Busbrand in die Fiedlbühlstraße aus. Doch der real wirkende Einsatz ist selbstverursacht und diente zu Übungszwecken.

Altenstadt. Busunternehmer Tino Bayer stellte den elf Jugendlichen der Wehr des Ortsteils dafür einen ausrangierten Linienbus zur Verfügung. "Mit derartigen Übungen wollen wir unsere Nachwuchskräfte bestens vorbereiten", versicherte Jugendwart Florian Lukas, der die Ausbildungstage mit seinem Stellvertreter Stefan Gösl und Kommandant Klaus Rupprecht eingefädelt hatte.

Ein ganzes Wochenende lang hatten sich die Jugendlichen für den Feuerwehrdienst eingesetzt und auch die Nacht im Gerätehaus verbracht. Nach der Einquartierung und dem Abendessen stand schon der erste Rettungseinsatz an. Ein Verkehrsunfall auf dem Johannisfeuerplatz an der Neumühlstraße verlangte die ganzen Kräfte zur Rettung.

Fehlalarm um 2 Uhr


Etwas aufgeregt fuhren die jungen Leute zur Einsatzstelle. Bei den "Unfallopfern" Christian Thielsch und Daniel Völkl galt es, das Wissen der Ersten Hilfe nach der Rettung anzuwenden. Um 2 Uhr riss ein Fehlalarm die schlafende Gruppe aus dem Schlaf. Kaum war gefrühstückt, stand der Bus in Flammen. Nach ersten Meldungen sollten sich darin noch Fahrgäste befinden

Waldau und Kaimling dabei


Mit Schaumlöschern bekamen die Floriansjünger den Brand schnell in den Griff. Die Jugendlichen verfolgten auch den Einsatz der Wärmebildkamera. "Die Nachwuchskräfte sollen sehen, wie ein größerer Einsatz mustergültig abläuft, und dafür müssen sie geschult werden", informierte Lukas.

Um auch die gute Zusammenarbeit gemeindeübergreifend zu unterstreichen, hatte der Jugendwart eine Übung mit den Jugendkräften der Feuerwehren aus Waldau und Kaimling in den Übungsplan integriert. Im Penzachwald hatten sich Wanderer verirrt und brauchten Hilfe. Alle Kräfte waren gefordert, das große Waldgebiet zu durchstreifen.

Kaum waren die Teilnehmer im Gerätehaus zurück, meldete die Integrierte Leitstelle mit Christian Mösbauer einen Werkstattbrand in der Spenglerfirma Lang in der Fiedlbühlstraße. Mit Unterstützung der benachbarten Jugendwehrleute gestalteten die Teilnehmer einen Löschaufbau, legten Atemschutzgeräte an und setzten erneut die Wärmebildkamera ein. Glücklicherweise konnten die Helfer auch die vermisste Person ohne Verletzungen aus der Werkstatt ins Freie retten.

Der Abend verlief nach so viel Arbeit dann erst einmal recht gemütlich. Doch langes Ausschlafen war nicht Ziel der Fortbildung, und so war am Sonntag um 5 Uhr ein Technischer Hilfeeinsatz in der Grube im Keller erforderlich. Die Einsatzpuppe "Helmut" drohte dort zu ertrinken. Die Jugendlichen bauten eine Rettungskette auf und bis sich die blaue Übungspuppe versah, war sie bereits wieder auf sicherem Boden. "Nur durch Wiederholungen lässt sich Erlerntes festigen", wusste Lukas aus eigener Erfahrung.

Zusammenhalt stärken


Das Wochenende zeigte den Jugendlichen im Wesentlichen, um welche Aufgaben und Einsätze es bei der Feuerwehr geht. Noch dazu kam auch die Kameradschaft nicht zu kurz und stärkte den Zusammenhalt, was bei Einsätzen unbedingt von Nöten sei. "Einer muss sich auf den anderen zu 100 Prozent verlassen können", appellierte der Jugendwart an seine Gruppe.

Hochmotiviert waren alle Teilnehmer. Deshalb erhielten sie auch von den Führungskräften viel Lob für ihren bemerkenswerten Einsatz. Lukas hob auch alle Helfer hervor: Vorsitzenden Markus Gösl, stellvertretenden Kommandant Christoph Gollwitzer und Vorstandsmitglied Gerhard Lehner und deren Ehefrauen. Folgende Jugendliche nahmen teil: Stefanie Rösch, Lisa-Maria Bayer, Marina Spickenreuther, Michael Striegl, Georg Mages, Paul Zehent, Lorenz Zehent, Andreas Hamedinger, Maximilian Striegl und Jakob Albrecht.
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