Ausstellung über "Goldene Straße" in der Friedrichsburg
Liebeserklärung an die Region

Schäfer Peter Müller aus Lennesrieth wurde einzigartig porträtiert und vermittelt die Einheit von Mensch, Natur und seinen Schafen. Nicht nur Bürgermeister Andreas Wutzlhofer, Rainer Christoph und Christiane Rauner (von links nach rechts) waren von diesem Bild verzaubert.
Vermischtes
Vohenstrauß
28.07.2016
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24 außergewöhnliche Fotografien machen auf der Reise durch die Region derzeit Halt in der Friedrichsburg. Sie zeigen Menschen und Landschaft entlang der "Goldenen Straße".

Der Auftakt zur Vernissage war dank des Trios "Gschwind" äußerst temperament- und klangvoll. Benjamin Jung (Posaune), Benedikt Scheidler (Akkordeon) und Siegfried Wifling (Flügelhorn) drückten der Feier den musikalischen Stempel auf. Bürgermeister Andreas Wutzlhofer hieß dazu Gäste aus Kirchen, Schulen, der Finanzwirtschaft, Kreis- und Stadträte, Polizei sowie des Fotoclubs willkommen.

Im ersten Obergeschoss


Die Aufnahmen sind im ersten Obergeschoss der Friedrichsburg zu sehen. Christiane Rauner, stellvertretende Chefredakteurin des Magazin "Servus in Stadt & Land", eröffnete die Ausstellung mit dem Vorsitzenden des Fördervereins Goldene Straße, Rainer Christoph aus Altenstadt/WN. Der renommierte Fotograf Thomas Straub begab sich im vergangenen Jahr mit "Servus"-Reporter Martin Fraas, ein gebürtiger Weidener und ehemaliger Mitarbeiter des "Neuen Tags", und Christoph auf eine viertägige Reise entlang der "Goldenen Straße". Das Resultat dieser Spurensuche war bereits im Heft und wird nun der breiten Öffentlichkeit präsentiert.

Ob es das aussagekräftige Porträt des Schäfers Peter Müller aus dem beschaulichen 90-Personen-Dorf Lennesrieth ist, der 20 vom Aussterben bedrohte Oberpfälzer Waldschafe und dazu 100 Merinoschafe hält oder ob es die Wirtin der Zoigl-Gaststätte "Zum Waldhauser" in Neustadt/WN, Doris Schmid, ist.

Jedes einzelne Foto ist eine Liebeserklärung an die Regionen der "Goldenen Straße", jedes einzelne Foto erzählt Geschichten von Menschen am Rande der Straße, wie die von Herbert Lankl, Kunststeinmetz aus Bärnau. Die Menschen sollen stolz auf ihre Heimat sein. Die Straßen verbinden nicht nur Orte, sondern auch Zeiten. Die "Goldene Straße" werde durch das Jubiläum des 700. Geburtstags Karl IV. mit den beiden Landesausstellungen in den Focus gerückt, informierte Christoph. Zwei bedeutsame Wege führten und führen von Nürnberg nach Prag.

Die "Goldene Straße" verläuft rund 73 Kilometer von Weigendorf über Hirschau und kommt über Kohlberg in den Landkreis Neustadt/WN. Sie blickt am 1. Januar 2017 auf 650 Jahre zurück. An diesem 1. Januar erließ Karl IV. in Heidingsfeld bei Würzburg, dass die böhmischen Könige diesen Weg nehmen müssen. Außerdem nannte Christoph die zweite bedeutende Strecke, die lange vor der "Goldenen Straße" den Weg von Nürnberg über Hirschau, Wernberg, Vohenstrauß, teils auch über Pleystein, Waidhaus, Pfraumberg, Bor (Haid) nach Stríbro (Mies) und Kladruby (Kladrau) nahm.

Fernbus sollte halten


Heute führt dazu parallel die Autobahn "Via Carolina" als "Goldene Straße der Neuzeit" an der Pfalzgrafenstadt vorbei. Christoph wünschte sich von Bürgermeister Andreas Wutzlhofer einmal nachzuhaken, dass der tägliche Fernbus von Nürnberg nach Prag in Vohenstrauß einen Halt einlegt, um den Bürgern den Zustieg zu ermöglichen.
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