Besondere Gäste beim BRK-Gartenfest
Zehn neue Lieblinge

Schöpfkelle um Schöpfkelle wurden die Teller gefüllt.
Vermischtes
Vohenstrauß
04.07.2016
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Für einen leckeren Braten stellte man sich gerne an.

Fast stahlen die Vierbeiner heuer den Einsatzkräften beim BRK-Gartenfest die Schau. Zehn Rettungshunde waren im Nu die Lieblinge der vielen Gäste, die den ganzen Sonntag über zum Rotkreuzhaus strömten.

Sophia Speer dagegen bot kleine plüschige Rettungshunde mit dem Roten Kreuz auf dem Leib für zehn Euro zum Verkauf an, die weder Futter noch Pflege brauchen. Das Hofareal nutzten die Mitglieder der Rettungshundestaffel für einen Parcours, um den Besuchern bei drei Vorstellungen zu zeigen, wie exakt die felligen "Rotkreuzkameraden" mit den Zweibeinern ein eingespieltes Team bilden.

Wenn eine Person vermisst wird, dann kommen die Tiere mit dem Geruchsinn ins Spiel und damit sind sie den Menschen haushoch überlegen. Staffelleiterin Melanie Dirscherl stellte ihre Truppe vor. Mit ihrem Hovawart "Faron" bildet Dirscherl zudem das einzige Mantrailer-Team (Personenspürhund) des BRK-Kreisverbands im Bereich Niederbayern und Oberpfalz.

Bis zu 76 Alarmierungen


Katrin Poschenrieder, Günther Schönberger und Peter Staniczek stellten sich für eine Suche zur Verfügung. "Faron" schnüffelte am Taschentuch von Poschenrieder, die als vermisst galt, und lief schnurstracks sicher der Spur hinterher. Bei den jährlich bis zu 76 Alarmierungen machen sich die Hunde mit ihren Begleitern in rund 25 Vermissten-Fällen tatsächlich auf die Suche. Bis ein geprüfter Flächensuchhund fit für seine Aufgabe ist, können zwei bis drei Jahre Ausbildung vergehen. Natürlich seien die realen Aufgaben um ein vielfaches schwieriger als bei den Vorführungen.

Währenddessen ging es auch im Garten hinter dem Rotkreuzhaus rund. Bereitschaftsleiter Johann Ram, der seit seinem schweren Unfall noch immer im Rollstuhl sitzt, ließ es sich nicht nehmen, die Gäste persönlich zu begrüßen. An den verschiedenen Verpflegungspunkten waren die Rotkreuzler tatkräftig für ihre Gäste bei der Sache, die auch von den Gemeinschaften aus Kirchenthumbach und Neustadt/WN Unterstützung erhielten. Der Mittagsansturm fiel heuer angesichts der drei Ausgabestellen etwas moderater aus. Trotzdem bildeten sich lange Warteschlangen an den Ständen.

80 Enten, 54 Kilogramm oder 250 Portionen Rollbraten und erstmals 80 Schweinshaxen wurden mit Knödel und Blaukraut oder Krautsalat verzehrt. Auf den Grills brutzelten die Grillmeister 80 Kilogramm Steaks, 50 Kilogramm Bratwürste und in der Dotschpfanne wurde ein Schöpfer Kartoffelteig nach dem anderen von Rudolf Götz und Elfriede Helgert knusprig geröstet. Rund 30 Kilogramm dieser Spezialität verzehrten die Besucher. Vorzüglich schmeckten auch die Schnitzel-Sandwichs, von denen 120 Stück im Nu an den Mann oder die Frau verkauft waren.

Köstlichkeiten zum Kaffee warteten im Lehrsaal auf die Schleckermäuler. Bei den vorhandenen 60 Kuchenspezialitäten hieß es bereits um 15 Uhr ausverkauft. Die jüngsten Besucher tummelten sich in einer riesigen Ritter-Hüpfburg. Gerne ließen sich die Kinder von der Bereitschaftsjugend mit Gesichtsfarben schminken oder sie machten sich zu einer Kutschen-Tour durch das Stadtgebiet mit "Niki" und "Miriam", den Haflingerpferden von Alfred Stubenvoll aus Großenschwand, auf.

Gelungenes Fest


Dr. Richard Pruy betreute mit seiner Familie den Tombola-Stand, der Geld für die ehrenamtliche BRK-Arbeit brachte. Zur Mittagszeit unterhielten Josef Ring und Walter Heinrich musikalisch. Sie wurden später von der Musikgruppe "Mir Kiener Bayer(isch)" abgelöst. 80 Hektoliter Getränke waren kein Spitzenwert in diesem Jahr, informierte BRK-Wachleiter Martin Putzer. Müde ließen sich die BRK-Helfer abends auf den Bänken nieder und schenkten sich nach einem Tag harter Arbeit eine Halbe auf ein überaus gelungenes Fest ein.
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