Bezirkselterntag der Realschulen erstmals in Vohenstrauß
Vohenstraußer Bildungseinrichtung erweist sich als perfekter Gastgeber

Jens Ast-Finsterbusch aus Speichersdorf ist Bezirksvorsitzender des Elternverbands bayerischer Realschulen. Bild: dob
Vermischtes
Vohenstrauß
21.11.2016
27
0

(dob) Erstmals trafen sich die Teilnehmer des Bezirkselterntags aller Oberpfälzer Realschulen in Vohenstrauß. Sie diskutierten zum Schwerpunktthema "Der neue Lehrplan-Plus" für die Fächer Deutsch, Englisch und Mathematik. Außerdem stand die Wahl des Bezirksvorsitzenden an. Amtsinhaber bleibt Jens Ast-Finsterbusch aus Speichersdorf.

Direktor Dr. Andreas Meier freute sich, das 24 Vertreter von 27 Mitgliedsschulen gekommen waren. Ministerialbeauftragte Maria Kinzinger versicherte, dass Wirtschaftswachstum stets auch hohe Wachstumsraten an Geist und Können erforderten. Während Gesamtschulsysteme in Spanien und Frankreich eine Abiturientenquote von 80 Prozent und mehr hervorbrächten, betrage in diesen Ländern die Jugendarbeitslosigkeit über 40 Prozent. Bayern dagegen habe mit derzeit 2,8 Prozent nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa die niedrigste Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen.

Kein "Abschluss ohne Anschluss" laute deshalb das bayerische Bildungscredo. Mehr als 40 Prozent aller Studenten an bayerischen Hochschulen kämen derzeit über Real- und anschließende Fach- oder Berufsoberschule. Die Realschule sei ein moderner Bildungsweg und gebe passende Antworten auf die Herausforderungen der Gegenwart und den zukünftigen Fachkräftebedarf, versicherte Kinzinger. Dafür stehe auch der zukünftige "Lehrplan Plus". Die Neuerungen, die er mit sich bringe, berücksichtigten gesellschaftliche Entwicklungen sowie neue Erkenntnisse aus Didaktik, Pädagogik und anderen Wissenschaften. Während Seminarrektorin Yvonne Hartwig zum Fach Deutsch referierte, klärte Konrektor Bernd Namislo von der Realschule Obertraubling über Neuerungen in Mathematik auf. Das Lehren und Lernen von Regeln, Formeln und Lösungsverfahren für einen gelungenen Mathematikunterricht reiche nicht aus. Vielmehr müssten die Schüler fähig sein, verschiedene Lösungsverfahren auf alltagsrelevante Problemstellungen anwenden zu können.

In Englisch sei vor allem neu, dass die Schüler aus der Grundschule einen verbindlichen Wortschatz von 150 Wörtern mitbringen, auf den die weiterführenden Schulen aufbauen könnten. Im Englischlehrplan für die Realschule gab es einige Verschiebungen der Inhalte in andere Jahrgangsstufen. So lernen die Schüler zukünftig schon in der 5. Klasse die Zeitform Simple Past. In der neunten käme Business English dazu.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.