Bürgermeister Andreas Wutzlhofer spricht am Volkstrauertag
Einladung zum Nachdenken

Eine Abordnung des Panzergrenadierbattaillons 122 aus Oberviechtach mit Hauptmann Enrico Paul (Mitte) war bei den Feierlichkeiten zum Volkstrauertag am Vohenstraußer Ehrenmal anwesend.
Vermischtes
Vohenstrauß
15.11.2016
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(dob) Krieg gehört weltweit auch 2016 nicht der Vergangenheit an, und angesichts der unzähligen Opfer hat der Volkstrauertag den Sinn nicht verloren. Er bleibt auch nach 71 Jahren seit Beendigung des Zweiten Weltkriegs ein Tag der Trauer und der Mahnung für die Zukunft.

Von Böhmischbruck am Freitag bis in Altenstadt am Sonntag gedachten Vereinsabordnungen, Verbände, Behörden- und Kommunalvertreter mit der Bevölkerung der Toten an den Kriegerdenkmalen in der Großgemeinde. "Der Mensch ist erst wirklich tot, wenn niemand mehr an ihn denkt", zitierte Hauptmann Enrico Paul vom Panzergrenadierbataillon 122 aus Oberviechtach vor dem Vohenstraußer Gedenkstein den Lyriker Bertolt Brecht bei den Feierlichkeiten am Marktplatz. Er appellierte eindrücklich an die Mahnung der vielen Toten, die bei der jüngeren Generation nicht vergessen werden dürften. Auch in diesem Jahr hätten sie einen Kameraden im Krieg verloren. Den Fackelzug von der Stadtpfarrkirche zum Ehrenmal führte die Roggensteiner Jugendblaskapelle unter Leitung von Josef Wolfrath an. Die Soldaten Kai Meisner und Benjamin Klemm hielten die Ehrenwache. Das Wort "Gedenken" erwecke zwar den Eindruck als rede man über längst Vergangenes, über etwas, das eigentlich keinen Bezug zu unserem heutigen Leben mehr habe oder über eine Insel in unserer Erinnerung, hob Bürgermeister Andreas Wutzlhofer in hervor. Doch genau das Gegenteil sei der Fall.

"Das Gedenken am Volkstrauertag müssen wir als Einladung zum Nachdenken darüber verstehen, was die unzähligen Kriegstoten und Gewaltopfer uns lehren sollten." Er wünschte sich im Beisein der Stadtpfarrer Peter Peischl und Dekan Alexander Hösl, dass der Volkstrauertag zu einem Volksfriedenstag werde.
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