Bürgerverein 1887 zeichnet Mitglieder aus
Treue Pfleger der Stammtischkultur

Josef Eger (vorne, Mitte) ist seit 25 Jahren beim Bürgerverein. Vorsitzender Dr. Volker Wappmann (rechts) und Bürgermeister Andreas Wutzlhofer (Zweiter von rechts) befanden sich ebenfalls unter den Geehrten. Bild: dob
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Vohenstrauß
16.03.2016
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Langjährige und treue Mitglieder zu ehren, gehört mit zu den schönsten Aufgaben eines Vorsitzenden. Diesmal befand sich Dr. Volker Wappmann beim Bürgerverein 1887 aber selbst unter den Geehrten und war völlig überrascht, als sein Stellvertreter Ulrich Schmidt eine Urkunde für ihn hervorzauberte und ihm für 25 Jahre Zugehörigkeit dankte.

Ebenfalls unter den Geehrten befand sich Bürgermeister Andreas Wutzlhofer. "Kaum war ich damals im Stadtrat, war ich auch schon Mitglied im Bürgerverein", erinnerte sich der Rathauschef. Das habe sich mittlerweile erledigt, heute sei das ganz anders, entgegnete der Vorsitzende. Als er in den Stadtrat gewählt wurde und Äußerungen bezüglich der Gremiumsmitglieder um eine Mitgliedschaft im Bürgerverein machte, sei er von einem Mandatsträger ganz schön rüde angesprochen worden. Seither verkneife er sich Werbung.

Erlebnisreiche Ausflüge


Einer der Treuesten ist Josef Eger von der Neumühle. Als Beisitzer unter dem bereits verstorbenen Ehrenvorsitzenden Rudolf Prösl brachte sich Eger in der Vergangenheit auch in die engere Vorstandsarbeit ein. In letzter Zeit sei Theo Schwägerl immer öfter in der Vereinsgemeinschaft anzutreffen, was Dr. Wappmann sehr freute. Auch Schwägerl hält seit 25 Jahren zum Bürgerverein. Nicht anwesend war Gerhard Lehner, der ebenfalls für ein Vierteljahrhundert geehrt worden wäre.

Allein schon wegen der erlebnisreichen Ausflugsfahrten lohne es sich, Mitglied im Bürgerverein zu sein, merkte Wutzlhofer an. Wenn gleich der erste und zweite Bürgermeister in einer Jahreshauptversammlung anwesend sind, dürfe sich der Verein durchaus geehrt fühlen. Denn bei 127 Vereinen stets dabei zu sein, erfordere hohen Einsatz von den Politikern.

Das Stadtoberhaupt freute sich, dass der Bürgerverein bis heute die Wirtshaus- und Stammtischkultur pflege. "Das Zusammensetzen und miteinander 'Schmadern' nimmt mehr und mehr ab." Deswegen sei es umso erfreulicher zu werten, dass der Bürgerverein an dieser Tradition seit 1887 festhalte. Das Freizeitangebot ändere sich, doch der Bürgerverein sei Vorbild ausgewogene und gesellige Momente anzubieten. "Ihr seid damit auf einem guten Weg." Wutzlhofer lobte auch das neue Ehrenmitglied Adolf Danzer. Der Ausgezeichnete kümmere sich vor allem um das Kleinod Penzachhütte. Dafür gebühre ihm auch der Dank der Stadt, in deren Besitz sich die Hütte befinde. Eventuell werde ja wieder einmal ein Penzachfest ausgerichtet und an frühere Zeiten angeknüpft, wünschte sich der Redner.
Kaum war ich damals im Stadtrat, war ich auch schon Mitglied im Bürgerverein.Bürgermeister Andreas Wutzlhofer
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