Don-Bosco-Kindergartenkinder setzen Pfarrheimbau in Szene
Bischof rechtzeitig hellwach

Kirchenpfleger Günter Hassmann, Architekt Josef Schönberger und Dekan Alexander Hösl verfolgten das Schauspiel der Kinder höchst erfreut und amüsierten sich köstlich.
Vermischtes
Vohenstrauß
29.06.2016
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Anton Zehent als Bischof hatte größte Mühe, der Aufführung zu folgen. Doch bei seinem Auftritt später war er topfit.

Wer fleißige Handwerker sehen will, ist am Sonntagnachmittag beim Pfarrfest der katholischen Pfarrgemeinde auf dem Kirchplatz genau richtig. Den Vogel schießt dabei der blonde Lausbub Anton Zehent als Bischof ab - und das auf ganz ungeplante Weise.

Die Don-Bosco-Kindergartenkinder setzten wenige Stunden nach der Segnung des neuen Pfarrheims einen humorvollen Akzent. Die Kleinen begeisterten die Besucher, die sich dicht an dicht um den Aufführungsort auf der Wiese hinter der Stadtpfarrkirche scharten.

Nicht schlecht staunten Architekt Josef Schönberger, Dekan Alexander Hösl und Kirchenpfleger Günter Hassmann als Ehrengäste, wie gut die kleinen Schauspieler die Baugeschichte des Pfarrheims von der Planung bis zur Segnung umsetzten. Viele Handwerker sorgten im vergangenen Jahr dafür, dass vom Abriss bis zum Neubau des Domizils alles bestens klappte. Vor allem der unfallfreie Verlauf wurde immer wieder erwähnt.

Wochenlang geprobt


Die Kinder verfolgten diese Erfolgsgeschichte mit ihren Erziehern und Kinderpflegerinnen offenbar ganz genau und setzten die Szenen nun als Geschenk für diesen großen Festtag in einem kleinen Schauspiel um. So ein Pfarrheimbau muss gut geplant sein. "Ja der Bagger kam, da schaut's, weg war schon das alte Haus. Pfarrer Hösl steht dabei und denkt ganz stolz juchhei", sangen die Kinder mit Akkordeon-Begleitung von Hans-Josef Völkl.

Wochenlang probten die Mädchen und Buben für diesen Auftritt, malten das neue Pfarrheim auf eine Leinwand und übten das Lied ein. "Teppich, Vorhänge und so weiter, viele stiegen auf die Leiter", hieß es. Nacheinander marschierten die Handwerker auf und bauten das Haus von der Sohle bis zum Dach. Auch ein Gärtner karrte schnell noch Blumen und Erde herbei, damit sich das Pfarrheim für die Einweihungsfeierlichkeiten den Besuchern entsprechend präsentierte.

Zum Höhepunkt geriet jedoch in ganz ungeplanter Weise die letzte Szene mit dem Bischof, die Blondschopf Anton Zehent initiierte. Wahrscheinlich schlief der kleine Knirps durch die Aufregung in der Nacht zuvor schlecht, und auch das warme Wetter trug vielleicht seinen Teil zu seiner Erschöpfung bei.

Jedenfalls geriet die Aufführung für ihn offenbar zur Tortur, wach zu bleiben. Denn er war sichtlich müde und schlug immer wieder die Augen zu. Fast drohte er, seitlich zur Erzieherin Petra Forster umzukippen. Immer wieder rüttelte sie den Jungen sacht am Arm, damit er nicht ganz einschlief. Das Publikum verfolgte die Szenerie mit Heiterkeit.

Segen fürs Pfarrheim


"Ja, den Segen brauchen wir und der Bischof ist schnell hier", hieß es. Jetzt kam die große Stunde des kleinen Anton. Mit dem Stab in der Hand, die Mitra leicht im Genick und das Weihrauchfass in der anderen Hand lief er schnurstracks zum von seinen Kameraden neuerrichteten Pfarrheim. Er drückte einem anderen Kind den Stab in die Hand und lief mit der Hand segnend um das Gebäude.

Der riesengroße Applaus war den Schauspielern gewiss. Dekan Hösl sagte den Kleinen daraufhin spontan einen Besuch in der Eisdiele zu.
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