Edelweiß Roggenstein bringt acht Mädchen und Buben Schießsport näher
Schützen nehmen Nachwuchs ins Visier

Die Nachwuchsschützen kommen wöchentlich einmal nach Roggenstein. Jugendleiterin Michaela Haubner (hinten) leitet sie an. Schützenmeister Johann Gösl (links) ist begeistert vom Interesse. Bild: dob
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Vohenstrauß
08.11.2016
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Roggenstein. Schützenmeister Johann Gösl strahlt über das ganze Gesicht. Seit September kommen jeden Freitag acht Buben und Mädchen zum Training. Jugendleiterin Michaela Haubner bildet sie für die "Edelweiß"-Schützen aus. Möglich macht dies ein Regelung des Deutschen Schützenbunds, das Einstiegsalter zu senken, um mehr Nachwuchs in die Vereine zu bringen.

Elias und Alexander Ram aus Zieglmühle, Oliver Prüll aus Vohenstrauß, Elias Bojer aus Zeßmannsrieth sowie Matthias Bronold aus Iltismühle sind zwischen zehn und zwölf Jahre alt und haben sich entschlossen, dem Schießsport nachzugehen. Nachdem sie die erste Stufe der Ausbildung bewältigt und mit dem aufgelegten Luftgewehr geübt haben, steht das Schießen mit Hilfe der Schlinge an.

"Mit einem Gegengewicht wird das Luftgewehr vom Schützen angehoben", erläutert der Schützenmeister. Damit sollen die Jugendlichen den Zielvorgang möglichst rückenschonend lernen. Rund zehn Mal muss der Nachwuchs aufgelegt üben, dann folgt sechs bis acht Mal das Zielen in der Schlinge. Es komme stets auf den jeweiligen Körperbau des Schützen an, wie lange er mit welcher Art übe, erklärt Gösl.

Konzentration gefordert


In der dritten Stufe stehe dann schon das freihändige Schießen an. Doch ohne Fleiß kein Preis, das spüren die Buben und Mädchen auch. Deswegen sei das wöchentliche Üben ein absolutes Muss. "Schießen ist ein richtiger Sport, der jede Menge Konzentration, Geschick und vor allem ein ruhiges Händchen und einen scharfen Blick verlangt", verdeutlicht der Schützenmeister.

Neben den sportlichen Aktivitäten werde auch die Geselligkeit und der Zusammenhalt im Verein gelebt. Zumindest die Mütter der Kinder leben die Gemeinsamkeiten schon vor, denn während ihre Kleinen üben, setzen sie sich eine Stunde lang in der Gaststube zusammen. Die jüngeren Geschwister der Nachwuchsschützen Antonia Bojer, Magdalena Ram und Mareike Prüll ließen sich ebenfalls anstacheln und kommen gerne mit ins Schützenhaus. Die unter Zehnjährigen lernen mit dem rund zwei Kilogramm leichten Lichtgewehr den Anschlag und das munitionsfreie Zielen auf Biathlonscheiben. Das Lichtgewehr funktioniert r wie ein Luftgewehr, deswegen werden auch damit die Feinmotorik und das Muskelgefühl gefördert. Die absolute Konzentration sei laut Gösl das Schwierigste am Schießsport.
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