Ehepaar Daubenmerkl frustriert: „Halteverbote bringen nichts ohne Kontrolle“
Rigorose Falschparker

Günter Daubenmerkl hält ab und zu fest, wenn dreiste Falschparker einmal wieder im Kreuzungsbereich der Hauptstraße stehen. Bild: hfz
Vermischtes
Vohenstrauß
13.05.2016
93
0

Altenstadt. Über die Parkmoral der Autofahrer wird im Stadtteil Altenstadt oft und gerne geschimpft. Immer wieder muss sich der Verkehrausschuss der Stadt mit neuralgischen Punkten beschäftigen. Zuletzt war es die Fiedlbühlstraße, in der künftig ein eingeschränktes Halteverbot für Ordnung sorgen soll.

Das Ehepaar Günter und Susanne Daubenmerkl aus der Buchengasse verfolgt diese Maßnahmen seit Jahren und sehen darin keinen Sinn. Sie sprechen aus eigener Erfahrung: "Da können sie Schilder aufstellen noch und nöcher. Wenn die Polizei nicht kontrolliert, dann interessieren die Halteverbote niemanden."

Vor vier Jahren habe die Stadt in ihrer Straße zwei Bereiche als absolutes Halteverbot ausgewiesen. Ein Schild stehe ihrer Meinung nach zu weit vorne, so dass gegenüber ihrer Ausfahrt weiterhin Autos parken dürfen. Susanne Daubenmerkl: "Ohne Rangieren komme ich nicht in meine Einfahrt." Aber dies sei ja laut Gesetz zumutbar.

Besonders krass sei die Situation in ihrer Gasse und auch im Einmündungsbereich zur Hauptstraße bei Fußballspielen des SV Altenstadt an den Wochenenden. "Da stehen die Autos bis in die Kreuzung hinein." Familie Daubenmerkl rief immer wieder bei der Polizei an. Günter Daubenmerkl hat aber mittlerweile resigniert: "Einmal heißt es, sie sind gerade unterwegs, sie kommen dann später oder es sind zu wenig Beamte da." Von einer strikteren Kontrolle - wie die Polizei kürzlich verlauten ließ - sei bislang rein gar nichts zu spüren. "Das spricht sich doch dann bei den Falschparkern herum. Nach dem Motto: Da kannst du ruhig stehenbleiben, weil da wirst du ja eh nicht aufgeschrieben", schimpft Günter Daubenmerkl.

Polizeihauptkommissar Bernhard Dobmayer kennt natürlich sämtliche Problem-Stellen der Großgemeinde und rät in solchen Fällen: "Es hilft nichts anderes, die Leute müssen weiter bei der Polizei anrufen. Und wenn das täglich ist." Es könne aber durchaus sein, dass die Beamten mit wichtigeren Sachen beschäftigt sind.

Eine Alternative wäre dann, das Kennzeichen der Falschparker mit der betreffenden Uhrzeit aufzuschreiben und bei der Polizei anzuzeigen. Dann bekämen die Verkehrssünder auch eine Verwarnung. Sollte es aber bei einem Einspruch zu einer Gerichtsverhandlung kommen, müssten die Personen als Zeugen erscheinen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.