Eröffnung des Aktionsjahres "Wald"
Naturschatz schützen

Forstamtmann Stefan Stangl veranschaulichte mit Hilfe der Tafeln wichtige Bereiche wie "Renaturierung von Mooren", "Unser Wald" und "Ergebnisse der Bundeswaldinventur". Bild: dob
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Vohenstrauß
27.02.2016
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Wälder sind Alleskönner: Sie sind ein Ort der Erholung, Garant für saubere Luft und reines Trinkwasser. Gleichzeitig liefern sie Holz, das für die Energie- und Rohstoffversorgung immer wichtiger wird.

Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) und die Volkshochschule Weiden organisierten zum Aktionsjahr "Waldnaturschutz - nachhaltig schützen und nutzen" eine Ausstellung. Zur Eröffnung am Dienstag in der Sparkasse kamen zahlreiche Gäste aus Bildung, Forst und Gesellschaft.

Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Josef Pflaum bezeichnete den Wald als wertvollen Lebens- und Rückzugsraum für viele Tiere- und Pflanzenarten. Leitender Landwirtschaftsdirektor des AELF, Siegfried Kiener, lobte dankte für das Interesse an der Ausstellung sowie für das Engagement im und für den Wald.

Schadstoff sichern


Die Ausstellung zeigt im Besonderen den Bereich des Naturschutzes und der biologischen Vielfalt. "Unser Wald kann die überlebenswichtigen Funktionen nur wahrnehmen, wenn wir ihn pfleglich behandeln und nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit nutzen." Bewirtschaftung, Naturschutz und biologische Vielfalt stünden sich diametral gegenüber und bildeten eine synergetische Einheit.

"Wir sind heute herausgefordert, unsere Wälder nachhaltig zu nutzen", unterstrich der Amtschef aus Weiden. Die meist einseitigen Fichten- und Kiefernbestände, die vor vielen Jahrzehnten gepflanzt wurden, müssten in Mischwälder umgebaut werden, um sie an den Klimawandel anzupassen und sie für die Zukunft lebensfähig zu erhalten.

Durch die Entnahme von Holz, insbesondere zur Nutzung als Baustoff, könne man das darin enthaltene Kohlenstoffdioxid über lange Zeit festhalten. Baustoffe wie Stahl und Kunststoff, deren Herstellung viel Kohlenstoffdioxid freisetzen, werden dadurch eingespart. "Das leistet einen wesentlichen Beitrag, um diesen Stoff zu vermindern", informierte Kiener.

Banner und Plakate sollen den Besuchern Aha-Effekte und neue Einblicke in die reichhaltigen Naturschätze der Wälder bieten. Vor allem Lehrkräfte sollten die Ausstellung mit den Schülern besuchen, legte Kiener ans Herz. Forstamtmann Stefan Stangl erläuterte die verschiedenen Schautafeln, die von Bereichen wie "Renaturierung von Mooren", "Unser Wald", "Wald als Erholungsraum", und "Ergebnisse der Bundeswaldinventur" bis hin zu "Waldnaturschutz in der Praxis", "Totholz und Biotopbäume" sowie "Praktischer Waldnaturschutz" reichen. Sie vermitteln interessante Einblicke.

Vorbilder


Stefan Bösl, Leiter des Forstbetriebs Flossenbürg der Bayerischen Staatsforsten, zündete ein Feuerwerk für private Waldbesitzer, die viel für den Naturschutz leisten. Das sei unter anderem der guten Beratungen des AELF zu verdanken. Als Vorzeigewaldbauer gilt Georg Karl aus Thomasreuth bei Eschenbach. Die ehemalige Kreisstadt bekam im vergangenen Jahr sogar den Staatspreis für vorbildliche Waldbewirtschaftung.

"Damit würdige das Staatsministerium vorbildliche Leistungen privater und körperschaftlicher Forstbetriebe und forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse.

VHS-Geschäftsführerin Erika Grötsch zeigte sich von dem vielfältigen Thema begeistert. Sie dankte der Sparkasse und dem Team der Vohenstraußer Geschäftsstelle um Direktorin Melanie Nowlin für die Vorbereitungen.

Quiz für die BesucherUm den Wald auf besondere Weise erlebbar zu machen, baute der Veranstalter ein Quiz in die Ausstellung mit ein. So können Besucher mit Tischtennisbällen ihr Wissen testen und überprüfen, ob sie richtig oder falsch liegen. Anhand des richtigen Einwurfs in blaue, grüne oder rote Öffnungen können die Fragen beantwortet werden.

Ein Beispiel: "Ein Quadratmeter Waldboden kann bis zu 20 Liter, 200 Liter oder 2000 Liter Wasser speichern." Wer die Kugel bei 200 Liter eingeworfen hatte, durfte sich freuen. Ein weiteres Rätsel war: "Aus der Forstwirtschaft stammt der uralte und hochmoderne Begriff Nachhaltigkeit, Reinertragslehre oder Kostenoptimierung." Die richtige Antwort war Nachhaltigkeit. Ob Förster, Waldarbeiter, Urlauber oder Tiere von Totholz und Biotopbäumen mit Blick auf die Lebensbedingungen profitieren, müssen die Besucher nach dem Rundgang selbst beantworten können. (dob)
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