Erste Bundes-Generationenspiele im Walter-Siegert-Caritasheim
Toleranz und Verständnis lernen

Vermischtes
Vohenstrauß
02.07.2016
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In die Generations-Airline einzusteigen, wäre den Senioren sicherlich schwer gefallen. Doch die Keks-Pfeifen weckten den Teamgeist und hoben die Stimmung zwischen den Grundschülern der Ganztagsklasse sowie den Bewohnern des Walter-Siegert-Caritasheims bei den ersten Bundes-Generationenspielen der Caritas. Gemeinsamer Spaß zwischen Jung und Alt war das Ziel des Wettbewerbs auf der Wiese vor der Einrichtung.

"Dabei sein ist alles", versicherten die älteren Herrschaften, wenn eine Übung einmal nicht ganz so klappte. Angespornt von den Mädchen und Buben, die mit Rektorin Margit Walter vorbeigekommen waren, probierten sie es einfach nochmal. "Hier geht es nicht ums Gewinnen sondern um das Miteinander, gemeinsames Ausprobieren, Lachen und die Begegnung verschiedener Menschen", versicherte Heimleiterin Rita Gilch, die sich in die Laufkarten-Tour einreihte, genauso wie Dekan Alexander Hösl und Bürgermeister Andreas Wutzlhofer. Unter dem Motto "Mach dich stark für Generationengerechtigkeit" werde die Aktion erstmals veranstaltet, informierte Gilch. Mit Sebastian Krumbiegel von den "Prinzen" gewann die Caritas bundesweit sogar einen prominenten Wettpaten. Unter allen teilnehmenden Teams wird ein Besuch des Sängers ausgelost.

Mit Papier bastelten die Senioren mit den Kindern ihre Generations-Airline. Am nächsten Standort war Kraft für den Schleuderball beim Kokosnuss-Kegeln gefragt. Wer wusste, dass der Döner zur Türkei gehört, die Pyramiden zu Ägypten und Reisstäbchen zu China oder der Papst zu Argentinien, der lag beim Länderraten vorne. Schwieriger wurde es bei der Zeitschiene. Dabei sollten wichtige Ereignisse wie der erste Mensch auf dem Mond, wann das erste Handy auftauchte oder der WM-Sieg Deutschlands und der Mauerfall richtig eingeordnet werden.

Schließlich hieß es für die Männer und Frauen sowie die Grundschüler, mit Eierschachteln, Zeitungen und Tesafilm ohne weitere Hilfsmittel einen möglichst hohen Turm zu bauen. Die Bildungseinrichtung sei die Kooperation gerne mit dem Seniorenheim eingegangen, sagte Walter. Immerhin lernten die Schüler Toleranz und Verständnis für die ältere Generation.

Für alle Teilnehmer gab es Urkunden. Anschließend folgte das Sommerfest, zu dem auch Firmlinge aus Roggenstein mit Pfarrer Gerhard Schmidt vorbeischauten. Sie unterstützten das Pflegepersonal bei der Versorgung der Senioren mit Obstkuchenschnitten und Erdbeersahnerollen. Später heizte Hausmeister Bernd Steger den Grill an, auf dem Forellen und Steaks brutzelten. Richard Wagner aus Waldthurn sorgte mit dem Akkordeon für Unterhaltung.
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