Evangelische Kirchengemeinde Vohenstrauß begrüßt Fabian Endruweit
50 Jahre warten auf Diakon

Die Handauflegung durch Dekan Dr. Wenrich Slenczka besiegelte die Amtseinführung von Diakon Fabian Endruweit in der evangelischen Kirchengemeinde. Bild: dob
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Vohenstrauß
14.11.2016
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Dekan Dr. Wenrich Slenczka und Diakon Marcus Michalik (von links) stellten an den Altarstufen in der evangelischen Stadtkirche die Einführungsfrage an Diakon Fabian Endruweit (rechts), der sich für Christina Ponader und Ulrike Kießling aus der evangelischen Kirchengemeinde für die Assistenz entschied.

Auf diesen Moment haben die Gläubigen in der evangelischen Gemeinde Vohenstrauß mehr als 50 Jahre gewartet. Damals war mit Adolf Lehmann der letzte Diakon im Amt.

Deswegen rollten die Gläubigen am vorletzten Sonntag im Jahreskreis sprichwörtlich den roten Teppich vor ihrem neuen Mann aus. Zwar war Volkstrauertag, aber dieser Termin war alles andere als traurig.

Diakon Fabian Endruweit wurde bei einem Gottesdienst in der evangelischen Stadtkirche in sein Amt eingeführt. Der Weidener übernimmt damit die halbe theologisch-pädagogische Stelle in Vertretung von Religionspädagogin Sabine Dorn, die sich in Elternzeit befindet. Er wird sich hauptsächlich um die Bereiche Kinder- und Jugendarbeit sowie Familie kümmern.

Zwei kleine Söhne


Für dieses Aufgabenfeld dürfte der Neue prädestiniert sein, denn seine Söhne Amos und Justus, die noch im November zweiten Geburtstag feiern, halten ihren Vater ganz schön auf Trab. Natürlich waren sie bei der Einführung mit ihrer Mama Stefanie dabei, die als Pfarrerin in der Kirchengemeinde St. Michael in Weiden tätig ist.

Dekan Dr. Wenrich Slenczka sinnierte bei der Predigt auf der Kanzel über den Sinn des Lebens, dem Vergehen und Erneuern. Alles habe einen Zweck, auch wenn es letzten Endes der Vergänglichkeit verfällt. "Freude, Zufriedenheit und Glück mögen ein Zweck sein, aber alles vergeht." Paulus stelle der Sinnlosigkeit die Hoffnung entgegen und Vergänglichkeit sei nicht Sinn der Hoffnung. "Wir haben Hoffnung durch den Herrn Jesus Christus."

Dr. Slenczka forderte die Gläubigen zum gegenseitigen hoffnungsvollen Bestärken im Gemeindeleben auf. Seit Montag vergangener Woche sei Diakon Endruweit bereits voll in der Gemeinde eingestiegen und habe schon viele Kontakte geknüpft, sagte Stadtpfarrer Peter Peischl. Konventsleiter Diakon Marcus Michalik von der Rummelsberger Brüderschaft und zugleich stellvertretender Vorsitzender der Gesamtkirchenverwaltung Regensburg war die Vorstellung von Endruweit vorbehalten: "Ich stelle ihn vor, aber preise ihn nicht an."

Diakon sei mehr als ein einfacher Beruf in der Evangelisch-Lutherischen Kirche mit "Verkündigung des Wort Gottes in Wort und Tat" und beileibe keine Nebenrolle. Endruweit sei wegen seiner beruflichen Bildung und seiner bisher unzähligen Einsatzfelder vielseitig einsetzbar. Er lasse sich von seinem gewählten Diakonen-Spruch aus dem Buch Mose leiten und führen: "Und siehe, ich bin mit dir und will dich behüten, wo du hin ziehst, und will dich wieder herbringen in dies Land. Denn ich will dich nicht lassen, bis dass ich tue alles, was ich dir geredet habe."

"Der Herr segne dich"


Dem 34-Jährigen war es selbst überlassen, mit Ulrike Kießling (Kirchenvorstand) und Christina Ponader (Jugendausschuss) seine Assistierenden zu präsentieren. Kießling stehe für die gute Zusammenarbeit und Ponader für die junge Seite in der Kirchengemeinde. Nach der Handauflegung überreichte Michalik die Urkunde. Der Chor "Vivace" und Ingeborg Hofmann an der Orgel stimmten den Wunsch "Der Herr segne dich" an, bevor Endruweit erstmals den Segen an die Gemeinde spendete.
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