Feuerwehrgroßübung im Betonwerk Hütten im Gewerbegebiet
Blitzschlag verletzt Antennenmonteur in 25 Metern Höhe

Das Übungsszenario: Auf 25 Metern Höhe wurde ein Antennenmonteur von einem Blitzschlag getroffen. Die Einsatzkräfte der Stützpunktwehr brachten mit der Drehleiter Hilfe. Bild: dob
Vermischtes
Vohenstrauß
12.07.2016
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Dieser Sondereinsatz brauchte viel Gefühl und vor allem Schwindelfreiheit. Die Lage war dramatisch.

Zur Übung wurden die Feuerwehren aus Vohenstrauß und Altenstadt zu einer Personenrettung und einem Brand auf dem Gelände der Transport-Beton Hütten GmbH im Gewerbegebiet gerufen. Ein Blitz hatte eingeschlagen.

Mit Blaulicht und Martinshorn rückten die Löschfahrzeuge, Mannschafts- und Kommandowagen samt Drehleiter heran. Obwohl kein dunkles Wölkchen den Himmel trübte, entlud sich offenbar genau über der Mischanlage ein Gewitter. Ein Arbeiter wurde schwer verletzt und lag auf 25 Metern Höhe auf einem Podest.

Belegschaft beobachtet


Transport-Beton-Geschäftsführer und Cemex-Gebietsleiter, Erwin Schedl, und die Belegschaften aus Regensburg, Straubing, Amberg und Weiden reihten sich auf dem Areal auf. Sie verfolgten die Großübung, die zum ersten Mal in Ostbayern von der Firma in Zusammenarbeit mit den Feuerwehren durchgeführt wurde. Schedl informierte Stützpunktkommandant Mario Dobmayer, dass zwei oder eventuell auch drei Personen vermisst werden, und im Mischraum und in der Beschickungsanlage im Keller ein Brand ausgebrochen war.

Die Besonderheit lag vor Ort gleichzeitig in der Höhen- und Tiefenrettung, aber auch in der Brandbekämpfung. "Aus solchen Übungen wollen wir effektiv lernen", unterstrich Schedl. Zusammen mit der Feuerwehr wolle er einen Rettungsplan entwickeln und diesen dann verbindlich im Werk einführen, um die Sicherheit der Werksangehörigen zu erhöhen.

Nachdem ein Antennenmonteur gerade auf der Turmanlage beschäftigt war, schlug ein Blitz ein, schilderte Dobmayer das angenommene Szenario. Während sich die Atemschutzgeräteträger ins Innere der Mischanlage aufmachten, holten zwei Wehrleute mit Hilfe der Leiter den Dummy aus 25 Metern Höhe zur ärztlichen Versorgung herunter. Großer Wert wurde dabei besonders auf die Eigensicherung der Einsatzkräfte gelegt. "Wenn in schwindelerregender Höhe jemand verunglückt, muss er sicher auf den Boden gebracht werden. Umso besser ist es, wenn es mit Hilfe der Drehleiter klappt", erläuterte der Kommandant.

Optimaler Übungsort


Florian Zeis als Anlagenführer und zugleich Sicherheitsbeauftragter der Firma ist selbst bei der Feuerwehr in Altenstadt aktiv und dort stellvertretender Vorsitzender. Für dieses Training bot sich das Betonwerk als optimaler Übungsort an. Über die Außentreppe gelangte ein anderer Atemschutztrupp vor einen Raum, aus dem viel Rauch drang. Deshalb bauten die Brandschützer einen Rauchstopp am Eingang ein, um mit dem Drucklüfter den Rauch aus dem Gebäude zu drücken.

Weil es innerhalb der Firma die einzige Turmanlage sei, habe man sich für diesen Übungsort entschieden, informierte Schedl. Bei einer Abschlussbesprechung wurden wichtige Informationen an die Belegschaft weitergegeben.
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