Feuerwehrübung in der Kindertagesstätte Don Bosco als Höhepunkt der Brandschutzerziehung
Alle Mädchen und Buben in Sicherheit

Ein Atemschutzgeräteträger brachte Selina Fuchs mit der Rettungshaube in Sicherheit. Sie galt bei der Übung als vermisst. Ihre Freunde fieberten mit. Bild: dob
Vermischtes
Vohenstrauß
02.05.2016
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Diese Feuerwehrübung war nicht ohne, denn die Lage der Kindertagesstätte Don Bosco erweist sich durch die beengten Zufahrtsverhältnisse in einem Ernstfall nicht ganz ohne Risiko. Deswegen legen die Verantwortlichen höchste Priorität auf Schulungen und simulierten am Freitag einen Brandfall.

Die Mädchen und Buben waren sehr aufgeregt. "Wann kommt denn die Feuerwehr", fragte ein kleiner Steppke, der es gar nicht mehr erwarten konnte, bis das Martinshorn der Feuerwehr aufheulte. Unentwegt schrillte die Feuermeldeanlage im Haus. Schon die ganze Woche hatten sich die Kleinen mit Brandschutzerzieher Peter Grosser mit den Aufgaben der Feuerwehr beschäftigt.

Der Oberfeuerwehrmann bei der Stützpunktwehr zeigte den Kindern, was brennt und was nicht. Weiter ging es um das Verhalten im Brandfall, die Einübung der europaweiten Notrufnummer 112 und das Absetzen eines Notrufs sowie um die persönliche Schutzausrüstung der Wehr. Im zweiten Teil der Brandschutzerziehung durften die Vorschulkinder die Feuerwehr im Gerätehaus erleben und durch die Atemschutzstrecke robben.

Nicht gerade einfach erwies sich die Übung auf dem Kindergartengelände als Abschluss der Brandschutzerziehung, denn allein die Topographie des Gebäudes würde einen Rettungseinsatz nicht gerade als einfach einstufen lassen. Unter der Regie des Einsatzleiters Anton Schwägerl transportierten die Feuerwehrleute das Material über das Gelände oberhalb der Kinderkrippe auf das Gartenareal des Kindergartens. Erzieherin Silvia Seer meldete den Brand und übergab die Schlüssel an die Einsatzkräfte. Zudem meldete sie ein Kind und eine Erzieherin als vermisst. Sofort suchte eine Atemschutztrupp das Haus ab. Als einer der Feuerwehrmänner das vermisste Kindergartenkind Selina Fuchs mit der Rettungshaube ins Freie trug, brandete Applaus auf.

Als dann auch noch Erzieherin Annemarie Rupprecht auf der Trage in Sicherheit gebracht war, atmeten die Kinder tief durch. Anschließend durften die Mädchen und Buben aus nächster Nähe das Einsatzfahrzeug betrachten. Für die Kleinen ist es nicht alltäglich, einen Feuerwehrmann zu begegnen. Anders ist es bei Sebastian Knorr, der hinter der Atemschutzmaske seinen Papa entdeckte und ihm entgegenwinkte. So manches Kind erschrak schon durch die Geräusche der Atemschutzmaske. Auch dafür sei diese Ausbildung bestens geeignet, mögliche Ängste abzubauen, wusste Leiterin Luise Dietl.
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