Fraktionssprecher loben im Stadtrat Haushaltsentwicklung und Leistungsstärke der Kommune
Vohenstrauß ein „Leuchtturm im Landkreis“

Die Neugestaltung der Bahnhofstraße wird auch im Haushalt 2016 zu Buche schlagen. Im nördlichen Bereich werden die Gehwege erneuert, sowie ein Rastplatz für Radfahrer und eine Bushaltestelle errichtet. Bild: ck
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Vohenstrauß
09.04.2016
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Bestnoten verteilten die Stadtratsfraktionen am Donnerstag für den Haushalt 2016 von Kämmerer Rainer Dötsch. Das jährliche Werk findet seit jeher in dem Gremium umfassende Zustimmung. Bürgermeister Andreas Wutzlhofer gab zu Bedenken, dass die Kommune sehr viele Aufgaben zu erfüllen habe "bei nicht so üppiger Steuerkraft". Aber: "Wir schaffen es erneut, aus eigener Kraft einen Haushalt ohne Kreditaufnahme zu stemmen und weiter Schulden abzubauen."

Der Rathauschef ging auf einige wichtige Posten ein: Sporteinrichtungen, Baugebiete und schnelles Internet sind nur einige Themen, die die Stadt in Angriff nehmen müsse. Auch die Rathaussanierung wird in das Investitionsprogramm einfließen. Der Rathaussaal soll als Veranstaltungsort erhalten bleiben. Hierfür brauche man aber eine Lösung für den Brandschutz.

In den kommenden Jahren müssten in der Verwaltung einige Schlüsselpositionen neu besetzt werden. Um einen Erfahrungsverlust zu vermeiden, werde man auf eigenen Nachwuchs setzen und Ausbildungsplätze anbieten.

CSU-Fraktionsvorsitzender Alfons Raab sprach von "Generationengerechtigkeit", als er die positive Schuldenentwicklung der Kommune lobte. "Es kommt zu einer spürbaren Verbesserung der Infrastruktur und zur Stärkung der Wohn- und Arbeitsgemeinde Vohenstrauß." Der Haushalt beweise die Leistungsstärke der Stadt. Vergleiche man die Rücklagen mit der Gesamtverschuldung, sei Vohenstrauß quasi schuldenfrei und damit ein "Leuchtturm im Landkreis".

Großer Dank an Helfer


SPD-Fraktionssprecher Heinrich Rewitzer nutzte die Gelegenheit, um sich bei allen Helfern zu bedanken, die sich Tag für Tag um die Flüchtlinge in der Großgemeinde kümmern: "Das Engagement für die Flüchtlinge kennt in unserer Stadt keinen Feierabend und kein Wochenende." Er sah in der Schaffung von neuem Wohnraum ein der größten Herausforderungen der Stadt. Der Ankauf von Grundstücken für das Baugebiet "Sommerwiesen" sei ein wichtiger Schritt gewesen. "Sicher hätten wir gerne noch etwas mehr Gelder für die Kindergärten zur Entlastung der Eltern oder für den Straßenausbau freigegeben, aber letztendlich können wir als Fraktion mit dem Erreichen zufrieden sein." Auch in den freiwilligen Leistungen und in der Jugendförderung habe man immer versucht, das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Martin Gleixner erklärte für die Freien Wähler, dass "wir in Vohenstrauß in der glücklichen Lage sind, solide Zahlen vorweisen zu können, auch wenn uns die große Politik im Kreistag und die Regierung in München die Arbeit oft nicht gerade erleichtern". Er betonte die Wichtigkeit der Versorgung mit sauberem Trinkwasser. Die Investition in den weitern Zukauf von Wasser aus der Steinwaldgruppe befürworten die Freien Wähler ausdrücklich. Zu einer guten Infrastruktur zähle er nicht nur gut ausgestattete Schulen. Durch freiwillige Leistungen müsse man die Sport- und Kulturvereine weiter fördern: "Jeder Euro ist hier gut angelegt." Ebenso befürworte seine Fraktion den Stellenplan, in dem erneut ein Auszubildplatz vorgesehen ist.

Für die FDP/UW-Stadtratsfraktion sprach Johann Gösl. Er erwähnte den geplanten Straßenausbau als wichtigen Ausgabeposten im Haushalt. "Erfreulich für unsere Fraktion ist, dass die Grundsteuer und Gewerbesteuer nicht angehoben werden musste.". Mit großer Sorgfalt würden auch die Feuerwehren berücksichtigt. Das Parkplatz-Problem am Freibad sollte man nicht aus den Augen verlieren. Insgesamt könne man mit der sparsamen und ausgewogenen Haushaltsführung zufrieden sein.
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