Große Feuerwehrübung in Oberlind
Mehr Einsatzkräfte als Schutzanzüge

Beifahrer Siegfried Wildenauer ist bereits aus dem Unfallwrack gerettet, der Fahrer (Josef Meißner) befindet sich noch im Wagen.
Vermischtes
Vohenstrauß
17.06.2016
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Oberlind. Dramatisches Szenen in der Ortsmitte: Ein Fahrzeug kommt wegen zu hoher Geschwindigkeit von der Straße ab und knallt mit voller Wucht in eine danebenstehende Scheune. Im Nu schlagen Flammen aus dem Unfallwrack und stecken den Schuppen in Brand.

Was sich wie ein spektakulärer Unfall anhört, war zu Übungszwecken von Kreisbrandmeister Markus Kindl simuliert worden. Der Fahrer (Josef Meißner) war nicht ansprechbar. "Mit gebeugtem Oberkörper hängt er bewegungslos über dem Lenkrad", stellte der erste an der Unfallstelle eintreffende Feuerwehrmann fest. Schwer verletzt scheint auch der Beifahrer (Siegfried Wildenauer) zu sein.

Schauspieltalent gefragt


Statisten und Retter zeigten vollen Einsatz. Schauspieltalent war gefragt. Um 20 Uhr ging am Montag die Notruferstmeldung beim zuständigen Kreisbrandmeister ein. Das Unfall-Fahrzeug drückte mit voller Wucht das Scheunentor ein und begann zu brennen. Schnell griffen die Flammen auf das Holz über.

Sofort gab Einsatzleiter Kindl Anweisungen an seine Wehrleute. Während sich die eine Gruppe um die Absicherung der Dorfstraße kümmerte, bereiteten die Kameraden bereits einen Verbandsplatz zur Ersten-Hilfe-Versorgung vor. Notfallrucksack, schützende Decken und eine Krankentrage lagen für die Erstversorgung bereit.

Gefahr einer Explosion


Ganz vorsichtig hoben die Männer die Verletzten auf die Trage und transportierten sie zügig vom Unfallgeschehen weg. Sofort gab der Einsatzleiter das Kommando: "Wasser marsch". Die Flammen sollten im Keim erstickt werden, damit nicht die Gefahr einer Explosion beim Fahrzeug entstand.

Kindl beobachtete die Abläufe genau. Bei solchen Unfällen könnten auch kleinere Feuerwehreinheiten viel bewirken, versicherte der Oberlinder. Die Handgriffe müssten sitzen, deshalb werde entsprechend oft geübt. Dass es im Ortsteil nicht an helfenden Händen mangelt, bewies die Tatsache, dass sogar mehr Feuerwehrleute kamen, als Schutzanzüge vorrätig waren. Kindl ergänzte, dass auch die richtige Kommunikation innerhalb der Trupps wichtig sei. Dies habe man beim realen Funkverkehr mit den Handsprechfunkgeräten angewandt. "Die Übungen zahlen sich in jedem Fall aus", versicherte er.

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Weitere Bilder im Internet:

www.onetz.de/1675662
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